Die Franzosen.
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teils, die Kühnheit seiner Kritik und den weiten Horizontseines Geistes. Die Entfremdung zwischen Voltaire undFriedrich II., diesen beiden in ihrer Art vielleicht einzigenMenschen, ist wohl größtenteils nur durch Klatschgeschichtenhervorgerufen und überhaupt sehr übertrieben worden. DerKönig soll zu de la Mettrie sich über Voltaire geäußerthaben: -Z'dessen s-rsors nn an Fonck andres/^resso ^'orans/o et on AöKs Zeooroa; wenigstens hatwan dies Voltaire so hinterbracht. Voltaire dagegen be-hauptete, das einzige, was ihn um des Königs Gunst gebracht,sei das verleumderische Wort Maupertuis, der nämlich aüs-gesprengt habe, General von Manstein sei einst bei ihm,Voltaire, gewesen, um sich seine Denkwürdigkeiten über Ruß-land durchsehen zu lassen; da habe ein Läufer ein Gedichtdes Königs überbracht, worauf Voltaire zu dem General ge-sagt: M>n arm, a nne an^na /ins. ?s Zor, Mr
Hr'vnvora ssn ^'nA6 sa^a a d/anedr>.- ./o d?ane/n>ar^Är-6 ensnrZo. Diese geradezu ungezogene Äußerung sollder höfliche Franzose gethan haben, und in einer Form, diedenjenigen, an den er sie richtete, gleichfalls beleidigen mußte!Noch 1770 schrieb Voltaire an den König: ,,-Z'« ^on-ün-'S^ eosA»' MrrG>6^MS M'a
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oe AM s'sn ss^ SM'm, An' sr-es rms r/sn/E Ar« emAisr-^on>rs--a --res ^ernrvrs Aor<rs". (Vergl. Preuß, Friedrichder Große mit seinen Verwandten und Freunden. Berlin,1838. S. 182.) Auch in dem schönen Verhältnis zwischenKarl August und Goethe trat noch kurz vor Schluß, einesFundes wegen, ein schriller Mißklang zu Tage, trotzdem siessch von Jugend auf in einander hineingelebt hatten (s. S. 329);macht aber nicht viel Aufhebens davon und mit Recht;Friedrich und Voltaire aber werden herbe, in augenblick-Treppenwitz. 24