Die Italiener, die Spanier, die Schweden rc.
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vom 23. Mai 1886 abgedruckt ist und 1886 ein viel voll-ständigerer Aufsatz von Hermann Ullrich „Die Tauchersagein ihrer litterarischen und volkstümlichen Entwickelung" im„Archiv für Litteraturgeschichte", herausgegeben von Dr. Schnorrvon Carolsfeld; Leipzig, S. 69—102. Die Sage wird nochimmer lebendig erhalten durch ein in dem erwähnten Werkchenabgebildetes Bas-relief, welches in einer kleinen Gasse desHafenviertels von Neapel, Mezzocannone, in einem alten Hauseeingemauert ist, einen wolligbehaarten Menschen mit einemgezückten Dolch in der Hand darstellend. Man nennt es denNiccolc» Pesce tziesee Fisch); die Sage ist jedoch erst zwischen1742 — da man es noch Orion nannte — und 1788 daranhaften geblieben. Der Fischmensch wird zuerst erwähnt vonGualtiero Map es am Ende des 12. Jahrhunderts in seinenKugÄS ourialiuui; Vistinotio IV, ouput 13 (neu herausgegeben1850 zu London durch Th. Wright), wo er Nicolaus Pipsheißt;
„er kommt um, als er aus Befehl des Königs, der den merkwürdigen Menschenzu sehn verlangt, vor diesen gebracht wird, da er in Folge des stete» Aufenthaltesim feuchten Elemente den längeren Aufenthalt außerhalb desselben nicht ertragenkann". lUllrich a. a. O. S. 5).
Dann von Gervasius von Tilburg, welcher ihn inseinen etwa 1210 verfaßten Otto, iinxsriolia, (zuerst heraus-gegeben von Leibniz in den Loriptorss rsruva Lrunoviosnsiuinvol 1 S. 881) Nicolaus Papa nennt, von seinem Tode abernichts berichtet. Jener verlegt die Erzählung in die Zeiteines der beiden Könige Wilhelm, dieser in die Zeit desKönigs Roger von Sizilien, anfangs des 12. Jahrhunderts.Aber schon Fra Salimbene (1225—1290) verlegt sie in seiner1857 zuerst gedruckten Chronik in die Zeit Kaiser Friedrichs II.(1212—1250). Dieser hätte einen gewissen Niccola öftersauf den Grund des Meeres geschickt.
„Einmal hab- er auch, um zu erfahren, ob er wirklich bis zum Grunde desMeeres Hinabkomme, einen goldenen Becher, da wo das Meer am tiefsten schien,hinabgeworfen. Diesen habe Niccola wieder heraufgeholt. Als der Kaiser ihn abernoch einmal habe hinabschicken wollen, da habe er gesagt: Schicke mich nicht mehr