Volksseuchen im 11. Jahrhundert.
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Grad©.*) Auch in Europa war 56 eine Seuche (Huld. Mutius.)Das Hainaut, namentlich Mons und Yalenciennes waren von derPest heimgesucht. (Boussu .) Im f. J. war das Sterben noch sehrallgemein, immer noch im Bunde mit Hungersnoth, vielleichtdurch sie veranlasst.**) 58 griffen Krankheiten unter Menschenund Yieh um sich. Die grosse Sterblichkeit unter Menschen undThieren setzt Hermannus C. auf 59;***) vom f. J. sagt er, dass derHanger Viele verzehrt habe. Cf. Staind. Chr. Im J. 60 unter-blieb eine Synode zu Worms wegen einer in Frankreich herr-schenden Krankheit (L. Schaffnab, Ann. Lamb.), die aber jeden-falls nicht auf dieses Land beschränkt war. Besonders Constanzlitt durch die Pest. Beim J. 61 sagt Holzwarth, dass grosseHungersnoth und eine pestart. Krankheit mehrere Jahre hin-durch schwer auf Deutschland gelastet. Im J. 62 stehen nochimmer Pest imd Hungersnoth im Bunde, y) Die Schweiz istnicht pestfrei. In Basel folgt sie nach einem Erdbeben. (Aret.).Auch eine Seuche in Konstantinopel ist angemerkt (angeblichnach Herrn. C. und Webster). Papon bemerkt wieder für 1065Pest mit Hungersnoth. Die in Macedonien und Griechenland eingedrungenen Truppen Konstantins wurden durch eine sehrheftige Pest so geschwächt, dass sie von den Bulgaren aufge-rieben wurden. (Zonaras.) 1064—71 war grosse Hungersnoth inAegypten .
Im J. 64 herrschten auch tödliche Krankheiten in England,wodurch die Gegend von Durham bis York arg verheert wurde.(W ebster.)
69 war eine nicht näher bezeichnete Seuche in China .
(Im J. 1075 nahmen die Skrofeln [scrofa] in Flandern überhand.)
75 war ein Sterben unter Menschen und Yieh in aller Welt.(Königshof. Chr.) Gegen 78 oder 80 begann für England undIrland eine 13jälirige Periode der Seuchen unter Rindvieh,Schafen und Schweinen.
Nach Torfs soll sich das h. Feuer 1080 im Wallonischengezeigt haben.
Unter Alexius Commenus (1091—1118) waren Yieh- undMenschenseuche.
Schon 1082 und bereits 81 soll das deutsche Heer vieldurch Seuchen gelitten haben; dies war aber besonders der FalL
*) „Ind . 7. (von Sept. 53 an laufend) et 8. tanta fuit in urbe pestis,ut mortuis efferendis vivi non sufficerent.“ — 1053. “Farnes magna.“Lupus prot. —
**) „Farnes et mortalitas in universa teri’a.“ (Martini Chr.)
***) 1059 „Magna mortal. hominum et pestis pecorum.“ (Chr. H. C.cod. Sangall. in M, G-. Ser. XIII.) 1060 schreckliche Pest in Konstanz .(Giunti.) 1060 „Hoc anno sicut in priori mortal. multos extinxit.“ (Berth.Ann.) „61 fames.“ „1062 pestil. et mortal. subsecuta multos extinxit.“ (ihid.)
f) „Fames ingens per orbem et lugubris pestis.“ Palmer. Flor. „Id.februarii terrae motus, fulgura et tonitrua facta sunt, pestilentia et mor-talitas subsecuta multos extinxit.“ Herrn. C.