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Geschichte der Volksseuchen nach und mit den Berichten der Zeitgenossen, mit Berücksichtigung der Thierseuchen / von Dr. B. M. Lersch
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Volksseuchen im 12. Jahrhundert.

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im nächsten J. noch mit Bindviehseuche verbunden. * **) ) Diesebetraf Irland und England. Auch in England war die Pest.(Papon.)

Im J. 5 herrschte das h. Feuer zu Arras , auch im f. J. wurdenYiele davon oder von hitzigen Krankheiten weggerafft.ImJ. 8 Yiehsterben. (Falcon. Benev. Chr.) Besonders scheint dash. Feuer auch im J. 9 geherrscht zu haben; doch war es inFrankreich nur in einzelnen Provinzen verbreitet; es starbenjetzt aber nur Wenige der Ergriffenen.***) In England herrschtees in den J. 9 u. 10. (Puchs.) Man scheint schon damals dencausalen Zusammenhang des Gliederbrandes und anderer Krank-heiten mit dem Auftreten krankhafter Erscheinungen in derPflanzenwelt vermuthet zu haben, f)

Beim J. 11 ist harter Winter, grosse Hungersnoth, Sterb-lichkeit unter den Menschen, Sterben unter zahmem und wildemYieh (Sim. Dunelm. H. Angl.), ein Sterben unter dem Bindviehund den Fischen in England bemerkt (Parkin). Im J. 12 gras-siren Krankheiten, besonders tödlicher Durchfall. (Ans. Gfembl.Cont.) Nach anderer Angabe war Bindviehseuche im J. 12 u. 15,im letzteren J. auch für Irland grosse Sterblichkeit unter Men-schen und Yieh, selbst unter Yögeln. (Gens, of Ireland.) Heilig-feuer im J. 15 in Dormanns nach Fuchs. Im f. J. grässlicheHungersnoth in Irland. In Lüttich war im J. 14 ein mit Durch-fall verbundenes Sterben, ff)

Im J. 18 ist Hungersnoth mit Seuche verbunden in Deutsch-land, fff) Papon gibt fürs J. 19 eine Pest in Italien an, wohldie von Mercurialis p. 8 erwähnte dieses Jahres, die von kalter

*)Pestifera mortalitas animalium, maxima quoquo liominum hoctempore füit. Matth . Paris., Hist. Angl.

**)Ignotis morbis, igne, fiamma, ardore invisibili homines exsiccatiet absque adustionis nota (ohne Brand also) extincti. Murat. V, 485.Wolf Lect. mem. cent. XII. Cf. App. Hob. de monte ad Sigeb. Schnurrererwähnt aber beim J. 8 eine mit Hungersnoth verbundene Epidemie derGangrän.

***)In Gallia maxime in Aurelianensi et Carnotensi provincia cladesignifera multos invasit, debilitavit et quosdam occidit. Nimietas pluvi-arum. Orderici Vitalis h. eccl. in M. G. XX. Cf. Bouqu. XII, XV.

1109.Pestilentia ignearia iterum in humanam carnem deseviit, quaeante f'estivitatem s. Johannis bapt. sc. decollationem (29. Aug.) oriri coe-pit. Ann. Camer. in M. G. XVI.

H. a. multi sacro igne accenduntur membris instar carbonum nigres-centibus. Sig. de M. m. in M. G. VIII.

f) Gegen 1112 wird berichtet:Mense majo siligines et arboressacro igne adustae. Chr. Elnon., ebenso Sig. in M. G. VIII, der hinzu-setzt:Subsecuta hominum valetudo gravis et diutina cum profiuvioventris et mortalitate.

ff)Junio mense 7. idus nubes e coelo descendens Leodii partemattrivit . . . subsecuta gravis hominum valetudo et cum dolore prolluviumventris mortalitasque. (Bonincontri Hist. Sicul.)

fff) Graviter frigore, fame et pestilentia laboratum est. Sigon. InYpern sollen in d. J. 4000 Personen an einer Seuche umgekommen sein,wohl Verwechselung mit 1088.

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