Band 
Zweyter Theil [1].
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Ab rusca.

Von welchem seiner Söhne es zu verstehen sey,wenn Mensel, Museum XVlll sagt daß solcherkm I. 1792 nach seiner Zurückkunft von seinen aus-ländischen Reisen, zu seiner fernen Aufmunterung,zum Mitgliede der Akademie der Künste nnd mecha-nischen Wissenschaften sey angenommen worden,ist uns unbekannt; und eben so, welcher von ihnenderjenige sey, der 1305 eine Schaumünze zu Ehrendes damals zu Berlin anwesenden Dr. Galls, Er-finders der Schadellebre, verfertigt hatte, welcheraber eine andre, von Loos, von Kennern vorgezogenwurde.

* Abrusca, (Carl Anton). S. Rusca.

Abr uzzi, ( l'), ein neueker römischer Land-

schaftsmaler, lebte dort um 1785, und lieferteeinige lobenswerthe Arbeiten, nahm aber nach-her eine flüchtige gehaltlose Manier an, und tratdamit unter die Klasse bloß mittelmäßiger Künstlerzurück. LVinkelmanu u. s. Jahrhundert S 331.

* Academien, (Künstler-). S. den Art.M. de Eharmois.

Accius , (Cäsar Anton), ein italienischerKünstler, den man lediglich durch eine leicht geätzteLandschaft kennt, welche seinen Namen, nebst demiVv, in. V. 4 V I). und der Iahrzahl 1609 trägt,//'iui/cr.

* Achen, (Johann van). Einer seiner erstenLehrmeister wird von Verwanden, Jerigh genannt.

Achiuetti, (Johann Maria), ein Historien-maler zu Venedig . Lassaglia S. 370.

Acht, (van), Kupferstecher zu Brüssel . Manhat von ihm das Bildniß König Heinrich II. vonFrankreich , zu Pferde.

*Achrervelr. So wird vermuthlich hie undda der im Lexikon enthaltene Uchrervelr miß-schricben.

Acker. (Michel Victor), Churfürstl. Sächsi-scher Modellmeister, geb. zu Versailles 1726. Der-selbe stand bis 1753 an der Akademie zu Paris ;daher viele seiner vorzüglichen Werke sich in Frank-reich , in Burgund zumal befinden. Alsdann warder an die Porzclanfabrik in Meisten berufen, welchevon ihm eine Menge schätzbarer Gruppen erhaltenhak, unter die vornehmlich der Tod des GeneralsSchwerin gehört. Bester G. 13.

* Ackerslo 0 r. S. Akersloor.

Ac 0 ssa, (Bartbolomäus d'), geboren zu Belemin Portugal , ein Bildhauer, der (ein Geburtslandniemals verlassen, und keinen andern Lehrmeisterhatte, als sein kühnes, aber wenig ausgebildetesGenie. Seine berühmteste Arbeit ist die StatueKönig Joseph I. zu Pferde, auf dem Kaufmanns-Platze zu Lissabon , welche zwar nicht ohne Fehlerist, aber doch das Vorurtheil widerlegt, als ob dieneuern Portugiesen durchaus keine Fähigkeit für dieKunst hätten. Dü Ehareler II. 12z.

Acqua, (Christoph dell), Zeichner und Kup-ferstecher zu Viccnza; arbeitete um >777 zu Paris .Nebst einigen Bildnissen radirte er daS von Apollogekrönte Verdienst nach Andr. Sacchi, das nehm-liche, wovon bekanntlich auch Strange ein vortrcf-lichcs Blatt geliefert hat.

Acquiftabene, ( ) ein Maler von Bres-

cia, von dem aber nichts weiter bekannt ist, alsdaß er dort vor 1295 verschiedenes gearbeitet habensoll. Fssorlsto II. E. 35 -

Acrarus. Ein Freygelassener — und, wiewir fürchten, ein Künstler — dessen sich Nero ,nebst dem Secundus «Larinas, bediente, umalles, was ihnen an Kunstwerken in Griechenland gefiel, für ihn wegzunehmen, und nach Rom brin-gen zu lassen. Daci't. ^u. 45. Mehr von

beyden s. bey Lesssng in den Bollekraneen.

Acrius, (CäsarAnton), Landschaftmalerund

Adams. A

Kupferatzer. Man kennt von ihm ein Blatt von1609 datirt.

Adam, (F. Cl.), aus Dresden , lernte bey I.Casanova und A. Graf. Er machte im Bildniß-malen glückliche Fortschritte um 1785. BesterS. 6z.

— — (Jakob), Kupferstecher, geb zu Wien um r ?48 Derselbe studirte seine Kunst auf derdortigen Akademie zugleich mit Mannsfeld. ImI. 1780 arbeitete er, nebst einigen andern, an denAusrufern dieser Stadt. Seither hat er sich vor-züglich durch eine Anzahl kleiner Portraüe in Arta-ria's Kunstverlag bekannt gemacht, von welcheneinige in Feinheit des Grabstichels denen vonFicquet beynahe gleich kommen; wie z. B. dieje-nigen von Born, Denis, Laudon und Riedcsel,nach Deyring. Donat, Donner und Vmanzer;dann dasjenige von Maximilian I. nach Lukas vonLeyden; die Vermahlungsfeyer des ErzherzogsFranz mit der Prinzessin v.Würtemberg, nach Sam-bach, u. a. Unbekannt ist es uns, ob er derselbeI. Adams sey, der im I. >8c>z bey Cchalbacher inWien eine mit deutsch - und lateinischen Textstellenbegleitete Knpferbibel nach den bestreu Originalenvon Raphael, van Dyck, le Mojue u. a. heraus-gab, und deren Werth wir ebenfalls nicht zu wür-digen wissen, da sie uns bisher nicht zu Gesichtgekommen ist. Rost, u. a.

— — (Jakob Sigisbert), geb. zu Nancy 1670. arbeitete zwölf Jahre zu Metz . Nach seinerRückkunft ernannre ihn Prinz Leopols zu einem sei-ner Bildhauer. Er starb zu Nancy 17s?, und hin-terließ drey Söhne: Lamberr Sist'-'bert, Lssik-laus Sebastian, und G-gisberr Michael, alleBildhauer, welche im Lexikon zum Vorscheinkommen.

— — (Johann Jakob), ein geschickter Gold-schmied zu Augsburg , und des dortigen Ehege-richts Assessor, blühete im Lauf des XVII. Jahr-hunderts. von Srerren S. 256.

* — — (Lambert Sigisbert ). Dieser Künst-ler war es, der die, unter dem irrigen Namen derFamilie des Lpkomedes bekannten, zehn Bild-säulen des Museums der Alterthümer zu Berlin er-gänzte, aber, eben wegen jenes Wahns über denGegenstand dieser Kunstwerke, in Restauration der-selben Fehler über Fehler begangen hatte.

— — (Peters, ein deutscher Maler, radirteeine Sammlung von 6 Landschaften. //. wo manauch sein Zeichen findet.

— — (Stephan), ein französischer Bild-hauer, verfertigte, neben andern», das Brustbilddes Baumeisters Gcrman Boffrand, welches I.C- Fran^-ois in Kupfer gestochen hat.

— — (Vitus Jeremias", ein Wnnderkünstlerin der Zuckerbeckercy, geb. zu Nördlingen 1754.verfertigte in Tragant prächtige Stücke für dieTafeln großer Herren. Er lebte noch 1790. Men-sel Mus. X. S. 3)8

* — — von Mantua oder Mantuano. S.Adam Ghisi.

* Adami, (Peter). So heißt eigentlich derim Lexikon angeführte Peter Adam.

Adamino, (di St Georgio), ein Bildhauerzu Verona um das I. 800. Man findet seinenNamen auf dem Kapiteel einer Säule in der dor-tigen unterirdischen Kirche S. Zeno cingegraben.

Adams , (Carl), radirte das Bildniß Carl I.von England zu Pferde.

— — — — ein schwedischer Ciselirer,

studirte diese Kunst sieben Jahre zu Paris auf Ko-sten der verwittibten Königin, und ward >780nach Stockholm zurückberufen, wo er Befehl er-hielt, an der Ritter - Statue Gustav Adolphs zuarbeiten.

A-r