Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
31
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Baldini.

war um löZo Großherzoglicher Oberaufseher derGebäude und Festungen von Livorno und Pisa .Baldi baute die Kirche und das Kloster von St.Pielro d'Alcantara bey dem Großherzoglichen Pal-laste von Ambrogiano. Man zeiget in der Maglia-bechischen Bibliothek eine prächtige Beschreibungvon den Reisen des Großherzog Cosinus III. inzwey großen Banden, worinne die Städte undandere merkwürdige Oerter, die dieser Fürst besucht,mit Wasserfarben von Baldi gemalt, sich befinden.Da/ch'»«ecr 1 . XVIII. x. 49.

* Bald ini, (Baccio), geb. zu Florenz umi 6 z 6 , und daselbst gestorben um 1430- Er lerntedas Kupferstechen von Maso Finiguerra . Filepepi(Botticelli ), nach dessen Zeichnungen er vorzüglicharbeitete, hatte anfangs ebenfalls in Kupfer ge-stochen, und ihre Arbeiten sind schwer zu unter-scheiden. Baldini übertraf den letztem im Mecha-nischen seiner Kunst, so wie dieser den andern anrichtiger Zeichnung. Von ihm sind wahrscheinlichdie 19 Vignetten zu der Hölle des Dante von 149»,wovon aber nur dreye wirklich eingedruckt, die an-dern dagegen (wenigstens in dem Exemplar des Vati-kans) bloß eingeklebt sind Zwey dieser Vignettenfindet man in genauer Copie in //erneue löse ^öne-rsle p. ,4,. so wie im ersten Theil seiner Kunst-nachrichten , und eine dritte bey Strurh in seinemöiograpkical Oictionar^ ok büi^rnvers 's. I. sl.7. Letzter ist eigentlich aus des /»Ute ^ntomo

ch II blcnite santo lli I)io, sirenr. 1478.

entlehnt, woselbst sich noch zwey andre Stücke vonBaldini befinden. Die ausführlichsten Notizzenüber alles dieses findet man bey /ftriecLe löse^enorslo I. c. und in seinem Ilickionnairo 8. V.

und Lotttce//»'. Noch bemerkt er namentlichunsern Baldini betreffend, daß von ihm vielleichtnähere Berichte in einem Buche des Arztes Bal-dini (wohl eines seiner Nachkommen) zu findenwären, das zum Titel führe: s-orrione etc.gopraun p!t8sv üel Conto XVI. üel sur^atorio llil>,me 4. s,r. 1578. das ihm aber nie zu Gesichtgekommen sey.

— — (Joseph), ein Maler zu Florenz , lerntebe» Anton Doniinicus Gabbiani; zernichtete aberdie schöne Hofnung seiner aufblühenden Talentedurch einen allzufrühzeitigeu Tod. Hugford.

— — (Taddäus), ein Maler zu Floren;; lerntebey MatkheuS Rosselli. Er hatte ei» ganz beson-deres Talent, Abwesende oder Todte die er gekannthatte, aus dem Gedächtnisse sehr ähnlich zu schil-dern. Dieses pflegte er öfters auch wider den Wil-len verschiedener Personen, die er nur für einigeMinuten zu sehe» Gelegenheit hatte, zu thun. Da/-timuccr's. XIX. p. zi.

* Baldinncc, (Philipp). Da um dieselbe

Zeit, tvies)iacenza, auch D M Mann, in Flo-renz die sämtlichen in 21 kleinen Quart-

bänden herausgab, so blieb erstrer mit seiner Fort-setzung zurück. Aeusserst lächerlich waren Baldi»nucci's Uebersetzungen der Familiennamen auswär-tiger Künstler, so wie auch die Taufnamen inManni's Ausgabe sehr fehlerhaft abgedruckt sind.Zu seinem Vergnügen hatte er einiges gezeichnetund geatzt, welches//, so wie seine sämtlichenSchriften anführt.

Baldner, (Leonhard), Fischer und Hagemei-ster zu Skrasburg, beschrieb und malte von 1646bis 66. sehr schön in Wasserfarben alle Waffervö-gel, Fische, vierfüßigc Thiere, Insekten und Ge-würmer, die er selber gefangen, geschossen, u.s. f.Der Vögel waren 45, der Fische 62 Gattungen;der übrigen Thiere an die 62 Stucke. A/rc.

* Baldo, (Anton), geb. um 1633. Als Kupfer-stecher arbeitete er sowohl mit der Nadel als mitdem Grabstichel. Er ließ sich zu Neapel nieder.Wahrscheinlich seine meisten Blätter führt //. an.

* Baldovinerri, (Menüs). Einige setzensein Geburtsjahr in 1425. Neben der Natur studlrte

Balechou. zr

er hauptsächlich die Werke des Masaccio . Fl'o-rillo I. S. 281. S. auch U. Tast.

Baldrey, (I.), ein neuerer englischer Kupfer-stecher des XVIII. Jahrhunderts, von dem wiraber lediglich, aus //. wissen, daß derselbe nachH. G Bunbury, I. Downman, D. Gardner, C.Maratti, E- Penny, Reynolds, S. Rosa, u. a.gearbeitet habe. Einzelne Blatter führt er keine an.

* Baldri'gbi, (Cajetan oder Joseph). Andie Stelle des Artikels im Lexikon setze folgenden:Geboren zu Stradella im Kirchsprengel von Pavia172z; lernte sechs Jahre zu Florenz bey VincentMeucci. Er arbeitete einige Zeit zu Genua undgieng darauf nach Parma , von wo er auf Kostendes Herzogs gen Paris reiste, um daselbst unterFr. Boucher seine Studien fortzusetzen, wo er nachwenigen Monaten zu einem Mitgliede der dasigenAcademie aufgenommen wurde. Gedachter Herzogerklärte ihn darauf zu seinem ersten Maler. DieAkademien zu Bologna und zu Florenz nahmen ihnauch zu ihrem Ehrenmitgliede an. Baldrighi wardProfessor der Academie zu Parma . Er malte Bild-nisse und Historien in Miniatur, Pastcl und Oel-farben. Br^Lr 'som. II.P. I I.P. Z9 I A. Pazzi hatnach ihm das Bildniß des Prinzen Anton vonMedicis gestochen.

Baidrini, (Alphons), ein Historienmaler,dessen Werke in Kunstkabinetten aufbehalten wer-den.

* Balducci, (Johann). Er setzte sich zuNeapel und starb daselbst. //. führt Decorazionenfür die Hochzeit der Prinzessin Christina von Lothrin-gen z» Florenz 1589 nach ihm von einem Unge-nannten gestochen, und dann einen Christus unterden Lehrern im Tempel, nach einer seiner getuschtenZeichnungen, von Scacciati an.

Balduin, lBernardirs, ein Maler zu Mai-land , lebte um 1630. //. kennt von ihm ein Bild-niß der Herzogin de la Balliere, und ein andresdes Kardinal Erzbischof Friedrichs von Mailand ,letzttes von I. Blondeau gestochen.

* Baldung, (Hans), arbeitete von Anfangdes XVl. Jahrh, bft > 534 , und starb 1545. Seineersten datieren Blätter sind mit ign bezeichnet.Unter die schönsten zählt man seinen Fall Adamsund eine Kreutzigung. //. giebt das ausführlichsteVerzeichnis; seiner Werke. In Meusels zJ. M.X. S- 205. wird erzählt, daß Baldung im Be-sitze von einer Haarlocke Albrecht Dürers war, dienach mehrern Handänderungen in das Antiquita»ten-Kabinet des H. Hüsgen von Frankfurt kam,wo es sich im I. i?99- befand.

* Baleau, (Bernhard). S. Baissen.

* Balechou, (Joh. Jakob), hie und da irrigNiklaus genannt Die Aufnahme in die Königl.Academie schlug ihm fehl, weil er sich, wegenZurückbehaltung einiger Abdrücke des Portraitsvon König August III. von Pohlen einen häßli-chen Rechtshandel zugezogen, und, als er nun vol-lends etwas an der Platte verdorben hatte, Paris zu verlassen genöthigt war. Er lebte hierauf zuAvignon bis an sein Ende. Gründlich genug,aber etwas strenge wird dieser Künstler von LVa-reler beurtheilt. «Wenn man" (sagt derselbe)»eine schone und glänzende Führung des Grab-stichels als das Ziel dieser Kunst betrachtet, somochte es Wenige geben, welche D- an die Seitezu setzen wären. We„n aber dieselbe darin bestehensoll, die Natur nachzuahmen, und den eigenthüm-lichen Charakter eines Gemäldes darzustellen, sosieht er sich von allen großen Meistern ubertroffen.Oder wer findet in seiner H. Genoveva den Cha-rakter, die Farbe, den Pinsel von Vanloo? Inseinem Seesturme nach Dornet hat er zwar dasWasser mit einer Kunst dargestellt, welche in derFolge zum Muster gedient hat; was aber die andernTheile betritt, weicher Vonirtheilsfreye wird nicht