Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
47
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Baumgartner.

wir, ohne jedoch dessen sicher zu seyn, daß dies dernämliche Job. Baumgartner sey, von dem wir inMeusels VI. M-sc. V. 6ZZ-35 die urkundliche(ihrer Naivetat wegen leftnswerthe) Notitz finden,daß derselbe um ,?35 von einer Wiencrschen Hof-peusion von loo Thlr. in Rom kümmerlich lebenmußte, oder vielmehr — nicht leben konnte!

Baumgarrner, (Melchior), ein geschickterSchreiner zu Augspurg zu Anfang des X VII. Jahrh,verfertigte einen Kunstschrank, den die Stadt vondem Besitzer um 9750 Gulden erkaufte, und demKönig Gustav Adolph in Schweden verehrt, auchdurch hierzu besonders Verordnete nach Stockholm geschickt hat. von Sterten p. 1,4.

Bau Mb au er, (Johann Friedrich), Bild-hauer, gebürtig von Tübingen , arbeitete in derersten Halste des XVII. Jahrhunderts. Man hatüberdies von ihm: InscriptlonL» rnonumentorurnquse suirt Dubin^ae. 4. BubinF. 627.

— — (Sebald ), Kirchner bey St. Sebald zuNürnberg ; war, nach Albert Dürers Zeugniß, einguter Maler.- Man siehet von ihm in der Sakristeyder Dominikanerkirche eine große Tafel mit demLeiden Christi von 1513. Man vermuthet auch, erhabe eine Taufe Christi in der St. Sebaldskirchegemalt. Er starb 1517.

* Bau r oder Bauer, (Bartholoma), warum i6z5 Churfürst!. Baumeister zu Berlin . Erbaute in dieser Stadt verschiedene Dürgershauser.Vilcolar.

— — (Ignatz), geboren zu Großhausen inBayern 1723, lernte bey Matthäus Günther . Ermalte auf nassen Wurf Architektur und Perspectiv.Man siehet davon Beyspiele in der Kirche zu Esche -loh bey Kloster-Etal, an dem Stadt-Theater zuAugspurg, an welchem er Joseph Huben, Hülfegeleistet, und an einigen Häusern in dieser Stadt.Auch kennt man von ihn, Oelgcmälde auf Glas.von Srerreu.

— — (I. F.), ein geschickter Medailleur ausSchweden , arbeitete in dem XVIII. Jahrhundertzu Kopenhagen .

— — (I. Georg), Miniaturmaler und Schutz-verwandter der Akademie der Künste zu Wien , ge-boren daselbst ,74 z, lernte bey S. Schmutzer.Merisel II. Verschiedene seiner Arbeiten führtde Luca in s. gelehrten Oestreich (II. 289 ) an.

* — — (Johann Jakob). So hiess, der Gold-schmied in Augspurg aus dem XV lll. Jahrhundert,dessen im Lexikon unter Job- Leons». Baur Er-wähnung geschieht. Auch ist es vermuthlich der-selbe, den L. Johann nennt, und eine Folge Gold-schmiedarbeit,verlegt b.Engclbrechhvon ihm anführt.

* — (Johann Wilhelm). Derselbe siudirtedie Kunst bey Friedrich Breutel, welcher kleineGemälde in Wasserfarben mit außerordentlichemFleiße und Sauberkeit malte. Allein Baur übertraf seinen Lehrer bald durch sein größeresGenie, seine leichte Hand, und die Wärme welcheer allen seinen Arbeiten zu geben wußte Zu Rom zeichnete er die meisten seiner Landschaften in derschönen Villa Madonna. Das Verlangen, Schiffeund Seestücke zu malen, führte ihn nach Neapel ,das er aber, einer jungen Römerin wegen, baldwieder verlassen mußte. Bey seiner Rückkehr nachRom siudirte er hauptsachiich zu Fraskati undTivoli. Auch in Venedig hatten seine kleinen Ge-mälde vielen Beyfall gefunden. Das meiste indeßarbeitete er nachwärts für den HofKaiser FerdinandIII. der mit seinen lieblichen Gemälden, welche alle— man möchte sagen den italienischen Himmel ath-meten, oft andern Höfen Geschenke machte. Rost i.S; 267—70. wo die sowohl von als nach ihmgeatzten Blätter, noch vollständiger aber in ver-zeichnet sind.

— — (Joseph Jgnaz), ein Goldschmied vonAugspurg, der bloß durch sein Bildniß von Neffeb

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thaler nach G. C- Kilians Zeichnung bekannt istFußll in nachgelassenen Handschriften sieht indessenan, ob nicht vielmehr dieser, als der oben ange-führte Johann Jakob, derjenige sey, dessen vonSterren S. 188 ohne seinen Taufuamen zu keimen,gedenkt, und von ihm sagt, daß er eine geraumeZeit in Italien gearbeitet habe.

Bausch, (Christoph), ein Baumeister aus derNeustadt Brandenburg ; baute von,669—72 denThurm der dasigen Lomkirche. Mcoläi.

* Bause, (Johann Friedrich), geboren 1738-In seinem achtzehnten Jahr widmete er sich ganzder Stecherkunsi, und fieng damit an — womitheut zu Tage leider! so viele enden — für dieBuchhändler zu arbeiten. )m Jahr 1759 gieng ernach Augspurg, wo er sich aber nur ein Jayr auf-hielt, und sodann wieder nach seiner GeburtsstadtHalle zurückkehrte, mir dem anhaltendsten Fleiß dieWerke der berühmtesten Meister studierte und sich zuseinem Muster vorzüglich seine» Landsmann Willewählte, der durch schriftlichen Rath viel zu seinenschnellen Fortschritten beytrug. In Parks selber(wie das Lexikon nach Butans eignen Angabenanführt) war er niemals. In, I 1767 setzte er sichzu Leipzig , wo er, als Mitglied der dortigen Kunst-akademie 1805 noch lebte, und auf seinem wohler-worbenen Lorbern ruhte. „DieserKünstler" (sagtRost !I. S. 229.) „hat einige glückliche Versuchein verschiedenen Manieren herausgegeben; abersein größtes (bleibendes) Verdienst ist die Festigkeitund Reinheit seines Grabstichels, wovon seinehistorischen Blätter sowohl als besonders seine Bild-nisse die deutlichsten Beweise sind. Daß er für diemeisten dieser letzter» die Arbeiten A. Grafs vor-nehmlich wählte, war gewiß die glücklichste Wahl",u. s. f. Schon im Jahr 1796 enthielt das ganzeBausische Werk weit über 200 Stücke. Im I ,786gab er selber ein Verzeichnis' aller seiner bis damalsgelieferten Arbeiten i» chronologischer Ordnungaus Licht. Neben diesem findet sich ein, was dieBildnisse betrift, nach den Gegenständen, die histo-rischen Blätter aber nach den Malern gereihetes sehrvollständiges, in L ; von einigen spater» in der N.Bibl. der schönen Wissensch.XXXl V.Z2o 24. Dannbey Rost l. 0. und noch von andern in verschiedenenKunstjournalen; wie z B. in Meusels Mus(III. 41. IX. 2üz. XI. 484. XVIII. 412.) indessenLst. Mus. (255) und in den VI. Miscell. (II. 255.VII. ygü. und VIII. logg). Noch im Jahr ,304arbeitete er für das Pracht'.verk des BeckerschenAugusteums. Auch in seinen neuern Bildnissenbemerkte man noch seine reine Arbeit; aber dasKräftige derselben und das Zusammenarbeiten dereinzelnen Parthien fieng mit den alternden Kräftendieses vortreflichen Künstlers allmälig an zuschwinden.

— — (Juliana Wilhelmina). Johann Frie-derichs Tochter, an den würdigen Banquier Löhrin Leipzig vermählt, besaß, bey ihrem vortreflichenCharakter, ausgezeichnete Talente für jede schöneKunst, hauptsächlich aber für Musik und Zeichnen,und gab im I. 179, unter dem bescheidenen Titel:versuche un Radieren, eine Folge von acht Land-schaften in quer Fol. nach Dach, Both, Hodges,Kobell, Sachtleven und Wagner zu ihrem Ver-gnügen heraus. Einige Blätter von ihr nach Bach kennt man schon vom I. ,785. Rost II. S. S40.

* Bausire. S. Beaustre.

* Baussoner. S- Stell».

Baweg, ( ) ein geschickter böhmischer

Edclstcinschneider, arbeitete um 1770 zu Dresden .

Bussard, (P), ist einzig durch einen seltenenKupferstich nach einem bloß durch ein Monogrammbezeichneten Erfinder bekannt, worinn Gott Vaterin den Lüsten vorgestellt wird, welcher drey Kronenauf das Haupt eines Kaisers, und drey andre aufdas einer Kaiserin, bepoe auf den Knieen, herab-