Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
48
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48 Bayer.

steigen laßt. Zur Seite sieht man einen Churfürsten,einen Kardinal, einen Bischof und eine Dame. A.

Bayer, (Gottfried), ein Bildnißmaler, ar-beitete vermuthlich zu Wien um 1750. I. G. Haidhat nach ihm dasjenige des Feldmarschalls Grafenvon Dann in Schwarzkunst geschabt, IV. und

— — (Johann Daniel), malte um 1775 zuFrankfurt am Mayn Bildnisse und Compositionenvon mehrern Figuren. Mensel.

— — (Johann Philipp), geb. zu Kranach imBambergischen 1729, lernte bey Peter Weih zuKamnath in der Oberpfalz , und bey MarqnardTrau, Hofkammermaler zu Bamberg . Er maltein Oel und Fresko Geschichte, und arbeitete seit1761 zu Nürnberg , wo er zur lutherischen Kircheübertrat. Von seiner Kunst in der Freskomalereyzeuget, neben andern», seine Arbeit in der Pfarr-kirche zu Astelshofen bey Nürnberg. Zwey Altar-blatter dann von ihm befinden sich zu Ebersdorf.Mensel II. und Vl. Miscell.VlII. 1039.

— -- (I) Ein Freskomaler, arbeitete um1778 zu Nürnberg .

----- (Melchior). S. Bayr.

— — ( ) ein deutscher Maler. Man kennt

von ihm Blumen, mit Figuren staffirt. IlVrc.

— — ( ) ein Glasmaler zu Feldkirch um

1760.

— — S- auch Beyer.

Bayly, (I.), ein Kupferstecher, welcher nachFranz Smith gearbeitet hat. M-c.

* Bazicaluve, (Herkules). Derselbe be-diente nach einander die Stellen eines Kammer-meisters an dem Hofe zu Jnspruck, eines Maitrede Camp bey dem Erzherzoge zu Florenz , einesCasiellans in der alten Festung zu Livorno , undendlich eines solchen in Siena . Die Kunst lernteer bey Julius Parigi. Auf einigen seiner Blatternennt er sich selbst den Florentiner, VV führt ver-schiedene derselben an. Stephan della Bella hatden Einzug zweyer Triumphwagen nach ihm ge-stochen.

* Bazin, (Niclaus), geboren zu Troyes inChampagne um 1736, lernte die Stecherkunsi beyClaude Melan zu Paris , wo er einen beträchtlichenKupferstichhandel errichtete. Er selbst hat einegroße Menge Blätter gestochen; aber noch weitmehr ließ derselbe durch die jungen Künstler stechen,die er unterhielt. Man zählt dieser Blatter, theilsBildnisse, theils historische Gegenstände, an die8400 welche von 1681—1707 datirt sind. Da solchefast alle von gleicher Größe in Quarto sind, wirddieses Format noch heut zu Tage von BazinsGröße genannt. Diejenigen, welche ohne Namendes Malers erschienen, führt L einige der bessernvon den übrigen Rost VII. S- 240—41. an.

Bazza, (Paul), vertäfelte um 1570 das Chorder Kirche St. Maria bey St. Celso zu Maylandmit verschiedenen Gattungen von kostbarem Holzeund eingelegter Arbeit nach Zeichnungen von Garleatius Alesil von Perugia. 6a//amtr 1'. I. x. 56.

* Bazzaco, auch Brazzaco, oder, (wieLanzi II. I. S> 93 . behaupten will) eigentlichponchino (Johann Bapt.) genanntBozzaro.Derselbe war erst nach dem Tod seiner Gemahlin inden geistlichen Stand getreten. Durch Begünstigungdes HausesGrimani erhielt er Arbeit indem Pallastedes Doge; sah sich aber, da er nicht allein fort-kommen konnte, genöthigt zu Paul Caliari undGiambatt. Zelotti's Hülfe seine Zuflucht zu nehmen.Er war ein gänzlicher Nachahmer des erstem; zumTheil auch (wie einige behaupten) einer von,denunverständigen des Michael Angelo . Ein schönesGemälde von ihm ziert indessen die Kirche von St.Liberale in Castelfranco. Fioriüo I. S. 379- undII. S. i 4 s-

Beauclerc.

Bazzank, (Dominicus), ein Maler vonMantua , vielleicht Josephs Sohn, arbeitete inverschiedenen Städten der Lombardie sehr schön inFresko und Oel. Im I. 1736 lebte er in Rom ,und malte dort einen schlafenden Amor in einerreizenden Landschaft. Nach dem Urtheil von Kennernbesitzt dieser Künstler eine besondre Geschicklichkeit,das Nackte ohne starke Massen von Schatten zuerheben. Sein Colorit soll ungemein sanft, undseine Zeichnung durchaus richtig seyn. Endlich soller auch in der Encaustick durch glückliche Versuchesich ausgezeichnet haben. IlVrc.

Beale, (B.), ein englischer Kupferstecher.Man kennt von ihm einen Kopf der Della, alsPendant zum Kopf der Julia von F. Legat.

— — (Carl), ein Maler, Sohn und Schülervon Maria, geb. 1660. Man kennt nach ihm, vonR. White gestochen, die Bildnisse des BischofsBurnet und Ezech. Burton's.

* — — (Maria). Mehrere Blätter nach ihrführt V 7 . an.

Beard, (G.), ein englischer Maler. I. Faberhat nach ihm das Bildniß des berühmten menno-nitischen Predigers, George Whitefield , in Schwarz-kunst geschabt. Mrc.

— — (Thomas), ein englischer Kupferstecher,arbeitete nach M. Ashon, Carlton, Kneller,Guido Rheni, u. a. nach letzterm eine I^Iberaucsset lVIoliestia.

* Bearriccio, Bearricetto, Bea-tm; er, Bauer (zerr, (Nicolaus), geboren zuThionville um 1500. Er kam jung nach Italien ,unp arbeitete zu Rom von 1532—62. Wenn der-selbe, wie zu vermuthen ist, A. Venetiano's Schülerwar, so beweisen seine Werke, daß er weit unterseinem Meister stand, da man weder Festigkeit desGrabstichels noch richtige Zeichnung in seinen Ar-beiten findet. Somit sind seine Blätter, die ernach den berühmtesten Meistern gestochen, mehrder Vorstellung als seiner Kunst wegen zu empfehlen.Rost (III. G. 133.) führt seine verschiedenenZeichen an. Christ u a. glauben, daß auch dasL. auf einem Würfel ein solches gewesen sey. Alleindieselben finden sich auf Blättern, welche weit besserals die seinigen sind; einige haben daher zwey Per-sonen, einen alren und einen jungen, aus ihmgemacht. Noch andre eignen das letztgedachte L.dem Jul Bonasone zu. 7 /. führt des Beatricciounstreitige sowohl als bestrittene Blätter am aus-führlichsten, und Rost (l. c.) die bedeutendsten an.

* Beau, (Peter Adrian le). So heißt derschon im Lexikon angeführte Kupferstecher, geb. zuParis 1744 welcher eine große Menge Portraite,auch einige Costüm-Stücke, jene nach le Clerc, deLorme, de Troy, I. Pear, u. s. f. diese nachBaudoin u. a. gestochen hat. Etliche der erstemund der letztem führt Rost (VIII. S- 297—98) an.

Beauble',( ) Sohn, ein Kupferstechervon Paris . Von ihm, oder aus seinem Verlage,erschien 1805 ein nicht sehr bedeutendes Bildnißvon Jakob Mvlay, erstem Großherm des Tempel-Ordens.

* Beaubrun, auch Bobrun, (Heinrichund Carl), Gebrüder, geboren zu Amboise . Siearbeiteten immer an denselben Portraiten zusammen.Mehrere nach ihnen gestochene Blätter führt L an.

— — ( ) ein neuerer Kupferstecher dieses

Namens, zu Paris , der nach verschiedenen Meisterngestochen hat. /V. der jedoch keine einzelnen Blättervon ihm anführt.

Beauclerc, (Diana), eine englische Lady.Bartolozzi gab nach ihr 1780 in Tuschmanier der-selben zwey Töchter, die eine zeichnend, die anderenachläßig angelehnt, auf einem Kanapö sitzend.Ohne Zweifel ist es die nämliche Liebhaberin, welcheMeusel (N. Mus. XI V. S. 636. u. ff.) Diane