Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
63
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Berget.

Ein andres, mehr summarisches, Verzeichniß fin-det man in und noch ein andres seiner vorzüg-lichsten Blätter bey Rost II. S. 272—74- Im I.rgoo wurde er für sein Blatt: Seidlitz in derSchlacht bey Roßbach, von dem russischen Kaisermit einer goldenen Dose beschenkt. Für seinCapitalstück wird indessen der Tod des GeneralsSchwerin nach I. C. Frisch gehalten, worinnfreylich, was das Gemälde betrift, vieles aus demberühmten Tode des General Wolfe von West ent-lehnt ist. Auch sein Servius Tullius, nach Ange-lika Kaufmann , in englischer punktirter Manier,erhielt vielen Beyfall. Die Meister, nach denener gestochen hat, (freylich selten die berühmtesten)belaufen sich über

— — sFriedrich Gottlieb), Daniels Vater,(nicht sein älterer Bruder, wie ihn einige nennen)ebenfalls Kupferstecher; geb. zu CharlottenburgI?'3; lernte bey I. G. Wolfgang zu Berlin . Dieunter dem Namen dieses letzter» zwischen 1737 und47 erschienenen Bildnisse waren alle von ihm;andre tragen seinen eigenen Namen, meist ohneBenennung eines Malers. Dasjenige der KöniginElisabeth« Christina von Preussen hat er nachPesne gestochen. Seine vorzüglichsten Arbeiten aberwaren Plane und Landcharten. Er lebte nochi?75. und

* — — (Georg). Heinrich Ulrich hat nachihm Gerechtigkeit und Friede, die sich küssen, unddas Opfer Abrahams gestochen.

— — (Jacob), von Cbambery in Savoyen ,ein junger Maler, bewies zu Rom eine große Ge-schicklichkeit, heroische Gegenstände zu bearbeiten.Im 1.1736 nöthigte ihn die Dürftigkeit, fünf Ge-mälde im Mediceischen Pallaste zum Verkauf aus-zustellen. Lord Harvey, Graf von Bristol, kauftesie nicht nur um einen ansehnlichen Preis, son-dern verlieh auch dem eben so dürftigen als talent-vollen Künstler eine jährliche Pension. Eins dieserGemälde stellt die sterbende Procris, das zweytePotiphars wollüstiges Weib, das dritte die Ge-schichte der keuschen Susanna vor. Auf dem vier-ten ist der über den Tod seiner Gemahlin klagendeOrfeus, und auf dem fünften Epaminondas, wie ersich den tsdtlichen Pfeil aus den Wunden schneidenläßt, abgebildet. Dieses letztre Gemälde brachteer im nämlichen Jahre für seinen großmüthigenWohlthäter ins Große mit unglaublicher Geschwin-digkeit. Im folgenden Jahr 173? bildete er inLebensgröße den Hektor, wie er seinen BruderParis , an dessen Seite Helena siehet, seine Feig-heit vorwirft, nebst einem Theil des königlichenPallastes durch dessen hohe Säulen die Straßender Stadt Troja und daö Getümmel des bestürztenVolks in der Ferne erscheinen. In den fünf erstenGemälden wurde die etwas ins Grau fallendeFleischfarbe getadelt. In den zwey letzter» wardieser Fehler verbessert. Jakob lebte noch um 1802in Rom , und war damals, unter den dortigenwelschen Künstlern, neben Caspar Landi, der beßteColorisie. Er hatte nämlich seine Färbung nachCaravaggio und Valentin gebildet; auch neigte sichsein Styl mehr zur Nachahmung der wirklichenNatur als der ediern Formen der Antiken. FürErfindung hatte er wenig Talente, und seinenFiguren mangelte Leben und Bewegung; Charakterhatten sie nur, wenn er denselben in der Naturfand; aber er drückte ihn niemals veredelt aus.Dagegen waren seine Gewänder immer in gutemGeschmacke geworfen, und vortreflich gemalt.Unter seine neuern vorzüglichern Arbeiten gehören:Die Thorheit, welche den Amor mit verbundenenAugen leitet, und eine Sündfluth, beyde in lebens-großen Figuren. Sitten- und Lulturgemaldevon Roin S. 250.

— — (Johann), gebürtig von Sterzingcn imTyrol, ein geschickter Bildhauer, arbeitete zu Wien zwischen den Jahren 1756 und i?8c> und war Mit-glied der dortigen Akademie. Fuß!» Annal. II. 30.

Berglek. 6 z

Berger, ( )ein Baumeister zu Augspurg,um die Mitte des XV11I. Jahrhunders. A7§c.

* — — ( ) der im Lexikon, unter dem Art.

Georg Berger, angeführte Bildhauer zu Brüssel;verfertigte r?5r die Verzierung eines Brunnens aufdem dasigen Waffenplatze, welche in einer weib-lichen Figur bestem, die einen Medaillon hält, aufdem die Bildnisse Kaiser Franz I. und seiner Ge-mahlin neben einander zu sehen sind. Um die weib-liche Figur her erblickt man einige Figuren mitTrompeten. Sanders Reisen N. 1. p. 436.

Bergeron,( ) wird im Almanach 6 esLeanx-^rts von »803 unter den damals in Paris lebenden Miniatur- und Schmelzmalern angeführt.

Berggold. S. Vergold.

* Bergh. S. Berg, Berge, Bergen.

Berghe, ( )ein belgischer Künstler (inwelchem Kunstzweige ist uns unbekannt) wird unterdenjenigen genannt, welche im Sepk. i8«3 zu Ant-werpen , während der dortigen Anwesenheit desersten Konsuls, ihre Arbeiten öffentlich ausgestellthatten. Mensel Archiv I. 2. 163.

* Berghem, (Niclaus oder Claes). pererFver hat, in seinen Gantkatalogen, denjenigen desde winrer von den theils nach Berghem, theilsvon ihm selbst geätzten Blätter noch merklich be-reichert. Letztre mögen sich an die 60 Stücke be-laufen. Das vollständigste Verzeichniß von beydenist indessen dasjenige b.y //. welcher bemerkt, daßeine Sammlung des ganzen Werkes, nach Rem-brands seinem, das gesuchteste und geschätzteste inHolland sey. Ein bedeutender Theil derselben sindin dem Winklerschcn Katalog sehr gut beschrieben.Die vonB- se.lbst geätzten Blatter finden sich auchbey Rost V. S. 143 46. verzeichnet. Von denGemälden dieses großen Meisters wurde auch nochin unsern neuern Tagen (1802) ein Winter auf einerAuktion zu Paris um 6520 Livr gekauft. Eine guteCharakteristik dieses großen Künstlers s. in Mensel»n M-scell. Xt. 283-92.

Bergigrir, ,J M.), ein Kupferstecher, vondem wir nichts anders wissen, als daß er nach C-G. Pilo gearbeitet habe.

Be rgl, ( ) ein Maler aus Böhmen , stu-

dierte um 1750 in der Akademie zu Wien . Mrc.

Bergler, (Joseph), geb. 1753 zu Salzburg ,lernte die ersten Änfangsgründe der Zeichen - undMalerkunst bey seinem (uns weiter unbekannten)Vater, einem (geschickt genannten) PassauischenHofbildhauer. Hierauf gieng er nach Mailand , woer bey dem Hof- und Historienmaler Knollcr dieersten Proben seines großen Talents ablegte. Als-dann begab er sich nach Rom , und studierte dort, wäh-rend seinem zehnjährigen Aufenthalt, unter An-leitung des Ritters Maron , nach den großen Meisternalter und neuer Kunst. Im I chr l ?34 erhielt er denersten Preis der Akademie zu Parma . Nach seinerRückkehr ins Vaterland kam er in Dienste des FürstBischöfen zu Passau , und trug von da an den Titeleines Hochfürstl. Passauischen Kammermalers undTruchsessen, in welcher Eigenschaft er geistliche Ge-schichten, Conversationsstucke und Bildnisse in einerangenehmen Manier und schönen Kolorit malte.Im I. 1799 wurde er nach Prag berufen, und beyder dort bestehenden Privatgesellschaft patriotischerKunstfreunde als Direktor angestellt Hier bildeteer durch »«ermüdeten Fleiß mehrere geschickteSchüler, und erwarb sich allgemeine Liebe undAchtung. Er lebte noch i 8 c> 5 - Bergler ätzte auchin einer leichten und malerischen Manier, sowohlnach feiner eignen Erfindung als nach andern be-rühmten Meistern ^Carracci, Guercino , Guidou. s. f.) eine Menge Blätter, die man in MeuselsArchiv (l. 2. 152—54. - 77 -) verzeichnet findet.Einige haben ganz irrig vermuthet, daß Berglermit dem oben angeführten Berg! Eine Person sey.„ Dieser Künstler" (heißt es in der Schrift: Win-