Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
73
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Beyer.

der vermuthlich zu Anfang des XVII. Jahrhun«derts lebte, hat C. F. Boethius ein Blatt geätzt,betitelt: Die vergnügte Gesellschaft Augs-burgischer Rünftler,

* Bey er, (Joh.). Der Medailleur, welcherim Lexikon unter dem Artikel des Malers Joh deBeyer angeführt ist, wird von Haller: Justin B.genannt. Er gelangte in Bern zu einer bürger-lichen Bedienung, und starb 1733. gegen 70 I.alt.

* — — — — der Maler. Sein Geburts-jahr setzt der iDinklersche Catalog in 1703. Eineziemliche Anzahl der nach ihm gestochenen Blatter,welche meistens niederländische Aussichten enthal-ten, führt L und der oberwähnte Catalog an.

— — (I. M.), ein Baumeister zu Dresden ;schrieb: T'üeatr-ru» uracüirrar'AM nroim'wm, oderSchauplatz der Mühlenkunst. 2 Thle. mit Kupfern.Fol. Dresden , 1767.

— — ( ) Die Gothaifche gelehrte Zeitung

von 1796 nennt einen „LViener - Portraitmaler"Beyer, der sich damals, zugleich mit dem Land-schaftsmaler Roscnberg in Gotha aufhielt, undeine von allen obigen dieses Geschlechtsnamensverschiedene Person zu seyn scheint. Wohl könntehingegen unter jener Benennung der oben an seinerStelle angeführte Gorrfr. Bayer zu verstehenseyn.

— — ( ) Hofbildhauer in Stuttgardt, und

Ehren - Akademiker der Russisch - Kais. Akademieder Künste i 8 « 4 -

— — S. auch Bayer.

Beylbruck, (M.), ein Kupferstecher, arbei-tete »m 1773. Man kennt von ihm ein großesBlatt: Den Tod der Dido nach einem Gemäldevon Seb. Bourdon, das sich in der Gallerie desHerzogs von Devonshire befindet. L

Beynasque, ( ) war um 1775 einer

der, beßten Baumeister zu Turin . M-c.

Beys, ( ) ein Maler zu Paris , nach wel-

chem G. Edelink das Bildniß des TonkünstlersI. B. Camprara, und I. Sandrart dasjenige desDohmherrn I. I. Gaßners gestochen haben.und ^>c.

* Beyschlag, (Johann Christoph), gebürtigvon Nordlingen. Eine Menge nach ihm gestoche-ner Bildnisse fuhrt /s. an.

Beyrler. S. Beurler.

Bezaire, ( ) ein englischer Kupferstecher,

arbeitete gemeinschaftlich mit Strange, nach denZeichnungen von James Stuart, Blätter welcheGebäude des alten Griechenlands darstellen.

* Bezard, Bezault, auch Bezoard,(Claudius ), der Formschneider, lebte zur Zeit desAbbe Marolles, der von ihm Reutereyen kennt,und ist offenbar der nämliche Künstler dieses Na-mens, den hingegen Gandellim einen Kupfer-stecher nennt, und von ihm die Zerstörung derStadt Jerusalem unter Despasian, dann aber ebenauch Aufzüge zu Pferd, u. s. f. anführt.

Bezault und Bezoard. S. gleich vor-hin Bezard.

* Bezicaluve. S. Lazicaluve.

* Bezkoy oder Bezky, (Johann). Der-selbe war ein natürlicher Sohn eines Russischen Fürsten , Trubezkoy, und schwang sich durch seinen Geist und Einsichten zu hohen Stellen empor.

TllLcr.

Bezold, auch Bezzoldt, (Hans), einGoldschmied zu Nürnberg , verfertigte eine schöneSchaumünze auf Albert Dürer , und starb 1633.83. Jahr alt.

Bianchi. 7z

Bezold, (Joh. Loren;., geb. zu Nürberg 1760.Derselbe ward bey dem dasiqen Büchnerschen Er-ziehungs Institute als Lehrer angestellt. Auch hatteer große Fertigkeit, wohlgctroffene Silhouettenauf Glas in Goldgrund zu verfertigen. Danebenbesaß er gute musikalische Kenntnisse. MeuselN- Mus 379

— — S- auch Besolt.

Bezzel, (Lucas), ein Maler zu Nürnberg um 1569; ist einzig durch sein Bildniß bekannt,/s und ^c.

* Bezzone, (Lucian). S. Borzone.

* B-agio,, (Maestro). S. A- Tast. Er istvielleicht der nämliche mit Julian di Biagio.

— — ( ) ein Maler dieses Namens,

ahmte in seinen Werken die Manier des F. Maz-zuoli (Parmesan) nach. L. v. N).

Biancarli, (Franz), ein Künstler, dervomAbbe Marolles, als bewandert in freyen undmechanischen Künsten angeführt wird. L.

* Bianchi, (Andreolus), gab im I. 1436.eine Karte, auf welcher man eine große Insel,Anrilia , westlich von den azorischen Insel» findet,und daraus i i nmesten Tagen, doch bey weitemnicht hinreichend, beweisen wollte, Amerika seybereits vor Columbus bekannt gewesen Tlk^c.

* - — oder del Biancs , (Baccio d. i. Bar-tholome). Baldinuc i sagt von diesem Künstler:Er sey von Florenz gebürtig, ein Schüler vonJohann Biliverr und dem berühmten Galileo Ga-lilei . Er habe einige Zeit in kaiserlichen Dienstenals Ingenieur gearbeitet, und darauf zu Florenz die Perspektiv - und Baukunst gelehrt. Er zeich-nete und malte, nebst Architekturen und Perspek-tiven, allerhand spaßhafte Historien, Carricatu-ren, Grotesken und Landschaften. Baccio ward1650 in Spanien berufen, wo er (Baldinuccizufolge) 1656 im sssten I. seines Alters starb.

* — — (Balthasar). Bey Augustin Metellklernte er eigentlich die Baukunst. Man kennt vonihm: b'rs^i ci'^rcbitetturn 16^5, und verschie-dene andre Folgen von Blattern, meistens Verzie-rungen, die in angeführt sind.

* — — (Bartholomäus). S. obenBaccioBianchi.

* — — (Cajetan). Etliche Blätter von ihm,theils nach seiner eigenen Zeichnung, theils nachI. della Valle, und Bernard Vittori führt /s. an.

— — (Carl Anton), von Pavia ; studirte zuRom , und blühete um 1750. Er malte sehrviele Altarblätter für die Kirchen seiner Geburts-stadt und vieler andern Orte dieses Gebiets,ftiarto/r 1'. II.

* — — (Christophanus). S. Blanc,

(Christoph).

— — oder Blancus, (Eugenius ), einZeichner von Piacenza . Ein Blatt, welches dieGruppe des farnesischen Ochsen vorstellt, führtdiesen Namen. L)

— — Buonavira, (Franz), des

unten stehnden Edelsteinschneiders Johann Sohn,lernte die Malerey bey Ludwig Cardi und JohannBilivert, und studirte auf Unkosten des Großher-zogs von Florenz zu Rom . Neben dem gleichzei-tigen Florentiner Anton Tempesia hält man ihn ftirden ersten, der auf gewisse Steine, die von demnur drey Miglien von Florenz entfernten OrteRimaggio, wo sie gefunden werden, ihren Namentragen, kleine Figuren mit Bäumen gemalt, undnämlich mit den natürlichen Flecken dieser Steineganz artige Landschäftgen herauszubringen gewußt;eine Erfindung, welche an der Großherzogin MariaMagdalena von Oestreich eine große Gönnerin,

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