Band 
Zweyter Theil [1].
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95
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Bologna .

Bologna , (Cäsar da). Einen andern diesesNamens s. Frater Cesare.

* — — (Guido da). S. Ruggeri.

* — — (Hercules da). Einer van den bey-den im Lexikon genannten Künstlern dieses Namenswird sonst auch für den Hercules Grandr vonFerrara gehalten.

* — — kJoh., auchZan da), der Bildhauerund Baumeister von Douai TT führt eine ziem-liche Anzahl nach seinen Arbeiten gestochener Blät-ter an.

— " (Johann della Marca). welcher vondem im Lexikon, nach VRalvafia angeführten MalerJohann von Bologna zu unterscheiden ist Nacheiner getuschten Zeichnung mit der Feder dieses sonstunbekannten Künstlers hat A. Scacciati einen St.Bernard in seinem Kloster, und Step!). Mulinarieinen Joseph in Aegypten , der seinen BrudernBrodt austheilt, gestochen, Il/Lc.

* — — (Vitale da). S. vitale.

Bolognefe, (Lorenz), ein Maler von Bo-logna , lernte bey Franco, und blühete um 1540.Mr/vancr I. 16.

Bolni, (A. Matthias). Mit diesem Namenwirb ein von Horazio Brnnetti gestochenes Titel-blatt , mit der kleberschcift: Lorona üol ülericobezeichnet. /T.

* Bolognini', (Carl), noch //. geb. 1662.gest. 1709. Derselbe führt zwey von I. Feigl zuWien (1775-^ nach ihm gestochene Blätter an, vonwelchen das eine ein Mädchen das Flohe fängt,das andre eines das aus dem Bade steigt, vorstellt.

* — — «'Johann Baptista), Rost l V 21.setzt beydes sein Gebnrts- und sein Sterbejahr irrigum ein ^iahr zu früh; und führt, eben so wie //.von ihm vier geäüte Blätter nach Gnido an, aufwelchen aber des letztem Name nicht enthalten ist.

*Bolomey,( ) Er war Professor derAkademie im Haag. Derselbe zeichnete auch eineFolge von 12. Blättern, historische und Conversa-tionsstücke, welche in TB. verzeichnet sind.

* Bolsoni, (Andreas). S. Bolzoni.

* Bolsrverr, (Boetius), geb. zu Bolswert in Friesland um 1580 Es ist unbekannt, beywem er und sein nacyfolaender jüngerer Bruderdie Srecherkunst eigentlich erlernt haben; man weistaber, dast Voetins, nachdem beyde sich zu Ant-werpen niedergelassen, dort einen Kupferstichhandelerrichteten, für den sie eine große Anzahl andäcfftiger Vorstellungen verfertigten. Boerius hat bloßmit dem Grabstichel gearbeitet, und ahmte denfreyen und festen Styl von C. Bloemaert nach, indessen Schule er sich vielleicht vervollkommnet hat.Wenn er nach Rubens arbeitete, so entfernte ersich von seinem frühern roher» Styl, und seinePlatten haben alsdann mehr Farbe und beendig-tere Ausführung In ein Paar Blattern nachdiesem Meister hat er gezeigt, dast er mir wenigunter seinem Bruder Scheide stand. Seine vor-nehmsten Blätter fuhrt Rest V. 280—82 an EinAbcndmal, und eine Aufcrweckung des Lazarus,beyde eben nach Rubens , werden für seine Meister-stücke gehalten.

* — — (Scheide), des Boetius jüngerer

Bruder, geb. zu Bolswert um 1586- Seine Fort-schritte waren besonders schnell. Neben Boetiusgenoß er vorzüglich Rubens Freundschaft Wa-reler schildert diesen vorrrcflichen Künstler wesent-lich , wie folgt: „Scheide, ob er gleich denGrabstichel mit viel Sicherheit und Freyheit führte,suchte nicht eine Menge von glänzenden Strichenzumachen, sondern bemühte sich vielmehr, dcnReitzund das Malerische der Nabel nachzuahmen, indemer jederzeit mehr den Effekt suchte, als das, was

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man bloß einen schönen Stich nennt. Man hatgesagt, daß Rubens selbst zuweilen an den Plat-ten dieses Künstlers gearbeitet hake; aber dieseBehauptung muß so verstanden werden: Rubens ,nach der Uebung auch vieler andern Maler, rctou-chiertc mir dem Crayon oder mit dem Pinsel ieersten Abdrücke des Stechers, der alsdann dieseRetouche hinwieder auf die Platten brachte; wiesolches wirklich an mehrern derselben, wie;. D- ander H. Cäcilie, fast unwidersprechlich zu bemerkenist. Uebrigens hat Scheide in mehrern seinerBlätter, und vornämlich an seiner Himmelfahrtgezeigt, wie geschickt er auch mit dem bloßen Grab-stichel arbeiten konnte, und daß es ihm leicht ge-wesen seyn würde, damit Sraat zu machen, wenner geglaubt hätte, dast das Mechanische, welchesnur Mittel ist, der eigentliche Zweck der Kunst sey,"u. s. f Alles mit Mehrerm. Rost V 282-95.wo seine vornehmsten Blätter verzeichnet sind. Dieschon genannte St Cacilia, die eherne Schlange,Christus am Kreutz, dem der Soldat in die Seitesticht, nebst den Jagden und Landscha.ten nachRubens — dann der Ö- Franz Taoer von» Teufelversucht, und die Verläugnuug Petri nach I. ffor-daens, werden unter seine Capital-Blätter gezählt.

Bole, (I. Fricdr), ein deutscher Kupferstecher,lebte um 1794 in Berlin . Damals kannte undrühmte man von ihm ein Bildniß von Kant, nacheiner Zeichnung von Vernet. Ebenfalls von ihmist das kräftige Bild Luthers nach Cranach , inpunktirtcr Manier, im ersten Bande des Pan-theons der Deutschen. 8-Chemnitz , 1794. Dannspäterhin dasjenige Peter des Großen, vor dessel-ben Biographie von Halem (i8oZ). Seither hatteer meist für Almanache gearbeitet.

Bolren) (Robert van), ein niederländischerKupferstecher, arbeitete um 1605 nach I Cemri,u. a //. führt von ihm ein Bauernfest, ohneNamen des Malers an.

— — (Valentin). S. Bolz.

* Boltrafio, (Joh. Anton), st. 7516. Il/Lr.

Boltschhaufer, iHeinrich), eines MüllersSohn von Altenklingen im Thurgau , geb 1754;lernte das Petschaftstechen bey I. Christoph Aeplizu Diessenhown, das Bossieren in Zürich bey Curri-ger von Einsiedcln, und das Modellieren bey Son-nenschein von Skuttgardt; worauf er glücklicheVersuche in Schaumünzen unternahm Alsdanngieng er nach Augsburg wo er einige Zeit beyDücle arbeitete, und hernach sich nach Mannheim begab. Füßli Lh- V. S- 198 Zu Mannheim er-hielt er 7735 bey der Kurfürstlichen Akademie einegoldene Preis-Medaille, und itzt bekleidet er dieStelle eines Kurfürst!. Hofmedailleurs und Münz-mcistcrs. M>c.

Bolureau, ( ) Obmann der Meister Maler

in Paris , handelte auch mit Gemälden und Kup-ferstichen Er rst vornämlich durch ein Karricatur-'Portrait, jedoch ohne seinen Namen, von Spoedegezeichnet u. von R. Gaillard radirk, bekannt. Tkkc.

Bolzerra, (Jakob). S. Bolcerra.

— — c Matthäus oder Matthias Cadorin),ein Kupferstecher und Kunsiverlegcr, arbeitete um1643 zu Padua nach Titian u. a. Er besaß ver-schiedene Platten von Carpioni . Auf den Blätternseines Verlags findet man gewöhnlich nur seinenNamen TV. s. v. Cadorin. westenrieder citirlvon ihm eine Madonna mit dem Kinde; einen H.Hieronymus, u. a.

* B 0 Iz 0171 oder B 0 liKni, (Andreas). L)führt einige historische Blätter, wie es scheintnach seiner eignen Erfindung an. Einem derselbenzufolge müßte er noch 1745 gelebt haben.

* Bom S- Boom.

* Lombards , (Ludwig), lebte im XVI.Jahrh. /T.