Band 
Zweyter Theil [1].
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96
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96 Bombardo.

*Bombardo oder Lombard« sind Bcy-namen von I. B. Eambi.

Bombarre, (Georg), ein veneti'anischer Ma-ler, arbeitete in Frankreich unter F. Primaticcio indem Pallaste zu Meudon. ck/Lc.

Bombelli, (Peter Leo), ein Kupferstecher zuVenedig um 1767, arbeitete nach P. Angeletti,u. s. w. und nicht Angeletti (wie das Lexikon durchVerwechselung Pet. Bombelli's mit Seb. Bombellisagt) nach ihm. IV. führt von ihm die Bildnissedes Großfürsten und der Großfürstin von Ruß-land an. Er gab auch Kupferstiche von den schön-sten antiken Statuen zu Rom heraus. tTaruirLm.

— — (Renard), Kupferstecher zu Rom um1767, arbeitete nach A. Sacchi, u. a. Vasa »

— (Sebastian), ward zuletzt Maler desKaisers Leopold, und, neben Franz Rusca undRosaiba Carriera, der einzige bedeutende italieni-sche Bildnißmaler seiner Zeit, den wohl vornäm-lich die Aussicht auf reichlichen Gewinn in demseinem Geburtslands «»gränzenden Deutschland zudiesem Kunsizweige verlocken konnte. Verschiedene,nach ihm, von Derbois, Heckenauer, Portio,Rosetti und I. Sauvs gestochene Bildnisse führtan.

^ Bo - Meester, ein Beyname von Corn.Bonavent. Meester.

Bomermann, ( ) ein Bataillenmaler,

dessen Gandrarr (II. 76.) Erwähnung thut.

Bomonre S. Beaumonr

Bon, (Ambrosius), ein venctianischer Maler,zu Carl Loths Zeiten.

— — (Felix Pin), ein Name, der sich aufalten Kupfern befindet, welche die Verlobung derH. Catharina vorstellen. ck/xc.

— — (Franzisc), ein italienischer Gießer inBronzo , der mit Vignola u. a. die von F. Prima-tkccio und andern aus Italien nach Frankreich ge-bracht.!, Modelle gegossen hat. Fiorillo III. 122.

— — (Hicronymus), von Bologna ; kam miteiner aus Venedig für den Russisch-KaiserlichenHof der Kaiserin Anna verschriebenen Anzahl ita-lienischer Comödiauten und Operisten nach Peters-burg als Theatermaler; der erste seiner Art in Ruß-land . Er arbeitete für die Hof-Schaubühne unddas große Opernhaus, und gieng 1743 in seinVaterland zurück. Lssseusel M>sc S. 262.

— — ( le), ein Maler, von dem nichtsweiter bekannt ist, als daß I. Frosn? 1657 nach ihn,das Bildniß des Abts Baudry dc la Croix gestochenhat L

— — S. auch Boon.

* Bonacina, (Anton). //. nennt ihn einenMaler, nach welchem C. Drselini einen Apoll ge-stochen habe.

* — — (Cäsar). Wohl derselbe, den das Lexi-kon ss. nennt. L führt ein Bildniß Gabriels aGabaudia, von Lasniere, und den Tod eines Hei-ligen von A. Clouvier nach ihm gestochen an.

* — — (Johann Baptist«^. Seine Stiche ineinem glatten, aber erwas trockenen Style bewei-sen, daß er keine vorzüglichen Talente besaß; ausder Nettigkeit seines Grabstichels läßt sich indessenvermuthen, baß er die Schule des C. Bloemacrtbesucht habe Rost I V. 38. führt einige seinerhistorischen Blätter sowohl als Bildnisse an, undnennt eine H. Martina, die dem Jesuskinde einenLilienstengel reicht, nach P. da Cortona , seinHauprblart.

Bonacker, (P.) C. den Artikel Loren;Back.

Bonati.

Bonade!, (Ludwig), ei» Kupferstichhändlerzu Kadiz um 1790. Neben andern verkaufte erzwey schlecht gestochene Bildnisse von Don CarlosKönig in Spanien und der Königin Maria AmaliaWalpurgis von Sachsen . /I.

* Bonanno oder Bonnani, (Franz).Don ihm sah man auch zwey marmorne Statuenin dem ehemaligen Königs Lustgarten zu Berlin .Lucolai.

Bonarta, (Carl), ein geschickter römischerSee- und Landschaften-Maler, verstand die Luft-sperspektiv in seinen Gemälden sehr wohl auszu-drücken , und die Tageszeiten gehörig zu beobach-ten. Er hielt sich meistens zu Neapel auf. Derkunstverständige Graf Firmian besaß einige vonseinen Werken, Illxc.

* Bonarori, (Michel Angelus) Wer von

diesem großen Licht der Kunst theils Historisches ausden Quellen gesammelt, theils über seine Werkemehr und minder tief Gedachtes zu wissen verlangt,dem empfehlen wir, unter dem Neuesten besonders:Aorist» I 345—88- und Vmkelmann und seinJahrhundert, herausgegeben von (s) o rh e (xM>-§»»). Daß Bonarari auch Dichter war, ist be-kannt; minder seine Kenntniß der Musik. In einerRede, welche er zu Florenz hielt, behauptete er,diese Kenntniß sey einem Baumeister nöthig; dem-jenigen zumal, der Kriegsbaukunst treiben will.(S. seine gesammelten kleinen Schriften III. B-).Neben dem schon im Lexikon angeführten umständ-lichen Verzeichnisse der nach ihm gestochenen Blät-ter, welches sich in Heinecke' s sskachrr'chr. vonJünftlern undBunsssachen befindet, s. man auchin Catolo^us raisonns äu Lubinst ä'i'ckttuupos äsleu Nr. Kam. II. Dcols Ittäicnne, 8 v.

Mic/mei , an die igo DIE worunter sich

manches Neueres befindet, was Heineche nochnicht kennen konnte

*Bonasone , (Julius), Maler, Zeichnerund Kupferstecher, geb. um 1498. und gest. zu Rom um 1564. Als Kupferstecher hatte er nicht bloßnach den im Lexikon angeführten und andern gros-sen Meistern, sondern auch nach seiner eigenen Er-findung, sehr Vieles gearbeitet. Sein Grabstichelwar leicht und gefällig, obschon nicht so fest undrein in den Umrissen, wie der von Marc Anton.Auch die Kunst von Augustin Dencziano harre ernicht ganz erreicht. Seine Zeichnung ist oft un-richtig, und die Aussentheile seiner Figuren sindgrößtenkhcils vernachlaßigt. Selten sind die Fal-ten seiner Gewänder gut vorgetragen, und derGrund seiner Blatter, besonders in Landschaften,ist äusserst roh. Ungeachtet dieser Fehler, welcheman zumal nicht in allen seinen Arbeiten findet,stehen die beßten derselben bey Kennern, nicht ohneGrund, in hoher Achtung. Vorzüglich bewundertman seine schönen Massen, die geschmackvolle Zu-sammenstellung und angenehmen Wendungen sei-ner Figuren, und die kluge Verthcilung von Lichtund Schatten, sowohl auf seinen Gruppen als aneinzelnen Figuren. Um aber diese Verdienste zubemerken, muß man ihn aus den beßten Abdrückenbeurtheilen, da die gewöhnlichen so abgenutzt sind,daß sich kaum noch der Schatten von des KünstlersOriginalgersie daraus ersehen läßt. Das vollstän-digste Verzeichnis seiner Blätter findet man in IV.Marierre besaß von den schönsten Drücken an die190 Stücke, und hatte ein raisonnirendes Ver-zeichnis davon, das aber, so wie viele andreseiner Handschriften, nicht ins Publikum gekom-men ist. Der Abt Marostes will vollends 332.Blätter besessen haben. Rost III. 121—30. derauch die mannigfaltigeu Benennungen und Mono-grammare anführt, womit dieser Künstler seineArbeiten bezeichnet hat.

* Bonati, auch Bonnari, (Joh.) DenZunamen di pro erhielt er von dem Kardinaldieses Namens, seinem Gönner. Der Holzschnitt,dessen das Lexikon gedenkt, stellt einen Heiligen