Band 
Zweyter Theil [1].
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B o r 11 e r.

Meisten bey Heroldr. Er kam 776z nach Berlin ,wo er vorzüglich Schlachten und Landschaftennach Wouwermanns, Rngendas und Riedingermalte. Er hat den größten Theil des vortreflichenPorzellanen - Dessertservice gemalt, welches derKönig in Preußen der Kaiserin von Rußland zumGeschenk machte. Auf jeden Teller und Schüssel(ja auf jede Messer-- und Gabelschalc), dieses inseiner Art einzigen Werkes, waren historischeGegenstände gemalt, die sich auf russische undpreussische Kriegsbegebenheiten bezogen. Nichtwenige davon könnten Kabinetsiücke vorstellen. Ersi. i78-j. rAcolai.

Borner, (Johann Baptist), arbeitete undstarb, wie sein unten folgender Bruder, alsMe-dailleur und Münzmeisier in päbsilichcn Diensten.

*— — (Peter Paul), der ältere, dessen dasLexikon gedenkt, vermuthlich der Vater des obigensowohl, als des gleich folgenden Künstlers,

— — — — vermuthlich des obigen Sohn,hatte die Aufsicht über die römischen Münzen. Erstarb 1727 ohngefähr 50 Jahre alt. Die Sammtberühmter Medailleurs. ,64. thut, wie esscheint nur des altern Pet. Pauls Erwähnung.

Borny, (Heinrich Adam Ellas), eines Ma-lers Sohn aus Sachsen , hielt sich in jünger»Jahren zu Sturgardt auf. Er begab sich 1742 aufder Krönung Kaiser Karl des VII. gen Frankfurt am Mayn, wo er in Zeit von zehn Jahren diemeisten hier bestellten Staats-Kutschen mit histo-rischen Gemälden zierte. Er malte auch mit vie-lem Beyfall historische Kabinetsiücke, Architektu-ren und Kücheugemälde Vorn» ward 175? nachBraunschweig berufen, wo er auch gestorben ist-H. S. Hüsgen S. 161.

* Boroinrni, (Franz), Baumeister und Bild-

hauer. Neben der schon im Lexikon bemerktent)iile8a e ksbrlca äeliu 8apien7.-l in 20. Blättern(voran sein Bildniß) und l'Oratc.rio et la babricaper l'abrtnchono lle ?-ulrl cl! 8. lAlippo dleri, findetman nach ihm (Alles von anonymen Künstlern)auch einige seiner Statuen unter den 12 geätztenund gestochenen Blatter», welche die Bildsäulender zwölf Apostel in der Kirche von St. Johannvon Lateran vorstellen. Von ihm hat man auch:Irattato «kelln prattica (kelle resw-

ten^s, ^eomekricamente älmonztrate, all usoll'OFni sorru ä'eäist^l. 4. Poriu» 748.

Bororra, ( ) ein italienischer Bildhauer,

von welchem man in dem Eenathause der Univer-sität Cambridge eine Statue der Fama zu sehenbekömmt volkmann Th. I. S 251.

Borowikwsklj, ( ) Rath und Col-

legien - Assessor der Russich - Kaiser!. Akademie derKünste, im Fache der Portraitmalerey >304. .-Wc.

* Borra, (Johann Baptist), welchen /f.einen römischen Baumeister nennt; wahrscheinlichderselbe, dessen schon das Lexikon, als eines Turi-ners gedenkt. Der unsrige war mit von der Reise,welche Dawkins und andre Engländer 1751 nachPalmyra und Balbeck unternahmen. In demPrachtwerke nach den Ruinen des erster» sind 57.und in demjenigen nach den Trümmern des zwey-ten 46. Blatter nach seinen Zeichnungen gesto-chen.

* Borrekens. S. Borekens.

* Borroni, (Joh Angelus). Dieser Künstlerarbeitete auch zu Codogno, Cremona, Lodi, Pavia u. s f. und blüheke im XVlll. Jahrhundert.

— — (Vincenz), des obigen Sohn, ein Ma-ler. Arbeiten von ihm sieht man in der Kirche vonSt. Egidius und Omobono nnd in dem Teatropublico zu Cremona . Larto/r D II.

Borserri, (Karl), ein Maler von Varallo ;arbeitete um 172^ in den Kapenen Porta aurea di

Bös.

Gerusalemne und St. Carlo Borromeo seiner Ge-bnrtsstadt. Am-to/i P. 1l.

Bor si, (Franz), ein italienischer Kupferstecher.Man kennt von ihm eine Ruhe in Egypten nachMaratti.

Borsone. S. Borzone.

* Borsum, auch Borssum und Bores-soms, (Abraham van-. Die Folge von Thieren,deren das Lexikon gedenkt, hat er selbst geätzt /?.

B 0 rrelil, auch Borte llini, (Raffaelino),S. I- xssl Borrala, genannt Raffaellno.

Borreno, auch Borroni, (Christoph),ein Künstler von Rimini . Der Abt Marollessagt, daß derselbe für den Triumph des KaisersFerdinand gearbeitet (?) und Aufzüge zu Pferdgestochen habe. und (ramLeH

* Borroloni, (Matthäus oder Matthias).Fs. (wo er durch Drnckerfehler Barrolini heißt)führt zwey nach ihm von Crivelari und P. V.Mariotti gestochene historische Blatter, und etlicheCarrikaturen von M- Oestreich an.

Borroni. S- Borreno.

B 0 ry de St. vIncent, ( ) ein fran-

zösischer Landschaften - Zeichner um 1805

* Borzoni, (Franz Maria), dessen das Lex.unter dem Arr. seines Vaters Lucian gedenkt. EineHirschenjagd nach ihm, welche in dem Kabinettedes Herzogs von Choiseul stand, hat I. F. Ger-main gestochen

* — — (Lucian). Als der große GenueserKarl Doria, der eine Akademie des Nackten inseinem Haus angelegt hatte, nun auch eine Ge-mäldesammlung zusammenbringen wollte, so er-theilte er Lucian den Auftrag dafür, und ließ ihn zudem Ende nach Mailand reisen, wo er mir Cerano,Procaccino, und andern berühmten Künstlern dieinnigste Freundschaft stiftete. Dort malte er vielevortrefliche Bildnisse, und nachwarts in seinerVaterstadt mehrere Altarblätter, unter welchen eineTaufe Christi in der H. Geists-Kirche der Vätervon der Congregazione di Somaöca das vorzüg-lichste ist. Ein St. Hieronymus von ihm, den erfür den Kardinal Lcnio verfertigte, wurde vonChiabrera besnngcn, und — waö mehr sagte —von Guido so sehr bewundert daß er sich um dieFreundschaft des Urhebers in einem Briefe bewarb.--Unstreitig" (sagt Fiorillo ll. 896) --war Bor-zoni einer der achtnngswürdigsten genuesischenMaler, und verdient mit Recht, wegen seines aufWahrheit gegründeten Styls, den Namen einesNaturalisten. Was daher seine Werke so besondersgezichend macht, ist eben jene treue Nachahmungder Natur, jene edle ungezwungene Simplizitätin den Stellungen und Falten, jene glückliche Wahlin der Composition, vereint mit Anmuth und lieb-lichem Farbcnzauber." Neben seinem Künstler- undandern schönen Talenten, besaß er namentlich auchdas eines guten Lautenspielers. Etliche von ihmgeätzte Blätter führen Boft (III. Z15 ) und //.letztrer auch zwey nach ihm gestochene Bildnisse an.

Bos, (Antony ), ein Kupferstecher, welcherBlätter zu der Geometrie von Desargues gestochenhat. 7 /.

— — (B H ist als Verleger auf zwey Bild-nissen der Gottesgelehrlen Johann Bogermannund Nicl. Grevinkhoven bezeichnet,

* — — (Cornelius). S. Bus.

— — (Hermann). S- Boos.

* — — oder Bosch, (H.) führt, unterdiesem letztem Namen nach ihm noch ein andresebenfalls von Houbracken gestochenes, und 1728gemaltes Bildniß an

» — — (Hieronymus ), mit dem Zunamen: