Bosc.
Der Lustige; daher er oft mit P. Breughel, dereben diesen Namen trug, verwechselt wurde. Maler,Formschneider und Kupferstecher, geb. um 1493.Ihm werden auch diejenigen alten gestochenenBlätter zugeschrieben, welche: .ler-korsob« undLos (als Maler) ohne Namen des Stechers bezeich-net sind. Hier. Coock hat sehr vieles nach ihmgearbeitet. Diese letztem Blätter sind bey Rost(V. 84 -) unter Coock« Namen, einige Holzschnittevon Bo« aber (ib. 73.) u. andres nach ihm Gestoche-nes in 77 . verzeichnet, wo man auch, so wie beyRost (l. c.) Mehreres über die Monogrammedieses Künstlers verzeichnet findet.
Bosc, (P. dü), ein Kupferstecher von dem manein Bildniß von Samuel Dochart (1663.) kennt.7k7sc.
-oderBoze, ( ) ein französischer Ma-ler, nach welchem (unter dem Namen Boze) B.k- Henriquez ein Bildniß Ludwig XVl. gestochenhat.
*Boscarari, (Felix), gebürtig von Verona ,hielt sich 1777 zu Paris auf. C- dell Acqua undCunego haben nach ihm (letztrer einen St. JosephCopertino , der bey der H. Jungfrau für eine krankeFrau bittet) gestochen, 77 . und A'omu. enc^c/ox,.
1777. p. 517.
Bosch, (A. ten), ein holländischer Maler, nachwelchem Mnnichhausen das Bildniß von I. deWys gestochen hat. 77 .
* — — (Balthasar van den). Das von A.I. de Ferth nach ihm gestochene Bildniß heißt:Der Meister und seine Schüler. Neben dem kenntman nach ihm: Zwey Schiffe im offenen Meer,von dem Grafen von Breteuil, und, von ihm selbstgeätzt, ein Urtheil des Paris . 77 .
— — (Hieronymus de), ein niederländischerLiebhaber. Man kennt nach seiner Zeichnung ein inTuschmanier gestochenes Bildniß von JohannAdriensz. 77 .
Böse.
roz
von welchem man eine Dekoration für die Hoch-zeit der Prinzessin Christina von Lothringen zuFlorenz 1539. gefeyert, kennt. 77 .
Boschi, (Benedikt), ein Bruder des gleich fol-genden JabrinusBoschl, und des unten folgendenIoh. Baptist»'«; gleich den Söhnen des erster»,Alpbons und Franz, seinen Neffen, ein Schülervon Match. Roffelli. Er zeichnete vortreflich,und malte sehr schöne Landschaften in Del, imGeschmacke von Falgani. Sn/ ?r»«ccr. Nach G»n-dellini soll er auch Landschaften gestochen haben.S. auch den Art. Adrian Fiamingbo.
— (Fabritius), Vater von Alpbons,Franz und Joseph. Ihm war (sagt F-orillo 1.4 l 8 -'> in seinen Compositionen eine gewisse Nüch-ternheit und Bestimmtheit eigen. Etliche nach ihmvon I. Callot und I. B. Cecchi gestochene histo-rische Blätter und Bildnisse führt 77 . an.
* — — (Franz), Fabritius Sohn, Brudervon Alphons und Joseph. Sein erster Lehrerwar sein Vater. Er zeichnete sich vornämlichdurch seine Bildnisse aus, von welchen man einigeder schönsten zu Florenz im Kloster Allerheiligen (vielleicht demjenigen, worinn er Priester war)findet. FioriUo I. 421.
— — (Hyacinth oder Diacynkh), des nachfol-genden Johann Baprista's ohn, ein Gold-schmied, welcher auch in Kupfer gestochen, undauf dem Berge Sinario den Einsiedler - Orden,mit dem Namen Fra Hilarion angenommen hat.7k7sc.
— — (Johann Baptista), Benedikt« undFabritius Bruder, ein geschickter, und besondersin der Dratharbeit berühimer Goldschmied zuFlorenz . Starb 165z. 7 l 7 §c.
— — (Joseph), ebenfalls Fabritius Sohn,und Bruder von Alphons und Franz, lernte d,eKunst bey seinem Vater, und zeigte darin groß-Gcschicklichkeit. La/ch»«ccr.
*-(H.) S. Bos.
— — (Philipp van den), ein Kupferstecher,von dem man eine Stadt Prag von 1613. kennt. 77 .
— — (S-), ein Künstler, dessen Namen sichunter einem Bildniß von Descartes findet, 77 .
— — ( ) ein vierter Bruder von Bene-
dikt, Fabritius und Ioh. Baptist» (wenn esanders nicht Benedikt selber ist), von welchemBaldinucci sagt, daß er von Jugend an vielesin der Kunst versprochen, aber in der Blütheseiner Jahre verstorben sey. *)
Boschaert,( ) ein sehr geschickter Blu-menmaler von Antwerpen , wird von Winkel-mann angeführt.
Bosche, (Ellas van den), ein Kupferstecher,von dem man, neben anderm, eine GeiffelungChristi, nach einem unbekannten Maler kennt. 77 .
Bosch er, (Joos), ein Kupferhändler, mitdessen Namen man, ohne einen andern (weder desMalers noch des Stechers) ein Blatt: Pyramusund Thisbö bezeichnet, kennt. 77 .
* Boschi, (Alphons), ein Maler dieses Na-mens (und aber sehr vermuthlich derselbe, welcherim Lexikon als Bildhauer angeführt ist), ein Flo-rentiner, Sohn des Malers Fabritius Boschi,und Bruder des unten folgenden Franz undJoseph, lernte bey Matthäus Rosselli, seinemmütterlichen Oheime. Er studirte des Peter Bere-tini Manier und verfertigte einige Gemälde fürdie Kirchen seiner Geburtssiadt. Er starb zu Rom '649. im 35. Jahre seines Alters. La/ch»«cciä'ec. 5. />. 1. 7 )ec. 4.
— — (Andreas), ein Maler, nach dessenZeichnung Mulinari eine Messe für die Seelen imFegefeuer gestochen hat. 77 .
* Boschini, (Marc). Sein eigentlicher Berufwar ein Handel mit Glaswaaren , falschen Perlen,Edelgesteinen, Rosenkränzen u. s. f. Die Kunstübte er bloß als Liebhaber. Er führte einenBriefwechsel mit dein Kardinal Leopold von Me-ticis. Einige von ihm geätzte Blatter führt 77 . an.
Boschlin, (Ioh. Jakob . S. Baeschlin.
* Boscoli, (Andreas). Von ihm sieht manein guies Gemälde, welches Johannes den Täuferpredigend vorstellt, im Theresianerkloster zu Rimini (FioriUo I. 399.) Sein selbst gemaltes Bildnißbefindet sich in der Gallerie zu Florenz . Ein Blattnach ihm, von einem Ungenannten, welches eineVerzierung für die Hochzeit der Prinzessin Christin«von Lothringen zu Florenz im I. 1539 vorstellt,führt 7 /. an, der diesem Künstler irrig das Ge-burtsjahr 1533 für 1553 giebt.
* Boscry oder Boscrie, ( ). I.Palte
hat nach diesem Baumeister die Kapelle und dasPortal des Jrrländer - Collegiums zu Paris ge-stochen. 77 .
Böse, ( ) ein Künstler dieses Namens
Wird im ldmsnncb äos kosnx - Hrrs von »803als ein damals in Paris lebender Geschichts- undBildnißmaler angeführt.
«) Die Filiativn der Boschi wäre somit: Benedikt, Fabritius, Johann Baptista, und vielleicht no» derletzterwähnte Jüngling ohne Namen, Gebrüder. Sodann Alphons, Franz und Joseph, des FabritiusSöhne. In wie weit Andrea» und Augustin (letztrer, gleich ihnen, ein Florentiner) tu »hnen gehörten,ist unbekannt.