Boucher.
wie wetteifernd, nach ihm geatzt und gestochenhaben.
»Boucher, (Ioh.) Auch Fiorillo (HI. iZZ.)bemerkt, daß man von diesem wenig bekanntenKünstler bewundernswürdige Werke in seiner Vater-stadt Bourges finde. Dabey hatte er das Ver-dienst, Peter Mignards Lehrer zu seyn. Es istder Abbe Maroües, der fünf von ihm geatzteBlätter kannte. Dieselben (wie es scheint) unddann ein von I. de His nach ihm gestochenes Bild-niß von A. de Heu, Herin. von Conty, führtL an.
* — — (Justus Franz), Franzens Sohn,
dessen auch das Lexikon am Schlüsse des Art. seinesVaters (aber irrig als eines Malers oder Stechers)gedenkt, war geb. zu Paris 1740, wiedmete sichder Baukunst, die er vornämlich in Italien studirte,und starb einigen Nachrichten zufolge 1731. Nach/f. hingegen müßte er um 1739 noch in Paris ge-lebt haben. Eben dieser Schrift ieller führt zweyvon ihm selbst geätzte Hefte, das eine von Vasen,das andre von Grabmälern, und ein Paar andrenach ihm von Deny und Janinet gestochene Blät-ter : Den Tempel der Minerva und die Ruinen desTempels von August (erstere in Röthelmanier) an.So hat auch Dupin nach ihm (oder dann nacheinem andern Franz Boucher, der ebenfalls um1770 zu Paris lebte) Kommoden, Schreibschränkeu. d. gl. geatzt. /l-Lc.
— — (Wilhelm , ein Goldschmied von Paris ,arbeitete in der Stadt Carca,um, wo er um 1250viele künstliche Sachen verfertigte. 6. ste K«-
— — ( ) ein neuerer Bildhauer zu Paris
UM i8oZ. strr
Boucherat, (I. B.), ein Maler von Turin .
A. de St. Aubin hat nach ihm ein Bildniß desKöniges von Sardinien gestochen, ^c.
Boucheron, ( ). Unter diesem Namen
findet man eine Folge von 24. geätzten Vasen,wahrscheinlich von einem Goldschmiede der um1740 zu Paris arbeitete.
* Boucher, (A. oderJ.) Ein Kupferstecher,der um 1712 zu Lyon arbeitete; wahrscheinlich der-selbe, dessen das Lexikon unter dem Artikel desBildhauer Bouchet kürzlich gedenkt. Von A Bau-chet führt L zwey Bildnisse des Pros. JohannRaymunds, und des Neapolitanischen Arztes I.
B. Vulpius, dann einen Allmosensammler, einenAusrufer, und einen Flötenspieler (letztre dreyBlatter, eben zu Lyon gestochen, und alle ohneNamen des Malers) an. Ein I Boucher hatnach Ruelle u s. f. gearbeitet. M>c.
— — (Elisabeth), eine Künstlerin, von deruns nichts anderes bekannt ist, als daß sie einBildniß des Künstlers A. van der Kabel, ohneNamen des Malers, und dann eine Folge von 12.Landschaften, nach ihrer eignen Erfindung, geätzthabe.
— — ( ) ein Geschichtsmaler zu Paris
schon um 1790, Schüler von David. Im I. V.erhielt er den großen Preis (die Aufgabe war derTod Kato's von Utika) und damit die Vergünsti-gung, die Pension der Maler bey der französischen Kunstschule in Rom zu genießen. Im /Zlmanackcle8 Lsanx-Arts vom I. 130z erschien er wiederals zu Paris angesiedelt. Bey der Ausstellungvon 1302 erhielt sein Cleobul und dessen Tochtervor der Bildsäule der Minerva, großen Beyfall.In der That zeichnete sich dies Gemälde durch einerichtige, sorgfältige Zeichnung, durch ein frischesEolorit und reinliche Ausarbeitung sehr Vortheil-haft aus. Einen Umriß davon s. in LandonsLunstannalen I. 69. Neben diesem Gemäldewird eine Arria und Pätus zu seinen beßten Ar-beiten gezählt.
Bouchon, ( ) wird im ^Imanacft äss
tBoudewytts. 107
Leaux-^rts vom I. iZoz unter diL damals inParis lebenden Bildnißmaler gezählt.
Bouchoy,'( ) ein Arzt und Pflanzenkun-diger zu Paris . Von ihm erschien ein Werk: OeLongusts äs Oore, ou Ueoueils äs r lsurs reu-nies er» kouguets pour les älffersns mois äs
1 'annes, unter seiner Aufsicht gestochen und colo-rirt.
B 0 uchu, ( ) ein Baumeister zu Paris um
rZoz.
Boucket, (Anna van), eine Kupferstechers,von welcher man drey Blätter: Die Samaritanerin,nnd die Geißelung Christi ohne Namen des Malers,und dann ein sehr seltenes Duodez-Bildniß desPrinzen Christophs, König Antons von Portugal Sohn (aet. 52.) nach Dumoustier kennt. L
Boucon, (M ), ein Liebhaber der SchönenWissenschaften und Künste zu Paris , der einebeträchtliche Kupfersammlung besaß. Sein Bild-niß, ohne seinen Namen, mit der Unterschrift:I/etnäe fut tou^'ourz etc. von de Troy gemalt,und von S Thomaffin und l'Epicie gestochen, istein sehr schönes Blatt. L.
Boucquer, (Anton), geb. zu Sarlat >66r.hat kleine Köpfe der Heiligen fürs ganze Jahr, inHolz geschnitten. L-rLau §ec. Lä.
— — (Peter), ein Goldschmied, welcher,
(s. v. Bouquer) zufolge, einige Blätter von Ar-beiten seiner Kunst in Kupfer geätzt hat.
Boud, (R.) Von einem Kupferstecher diesesNamens ist das Bildniß von H. Golzius in derSammlung von Hondius. Mrc.
— — (R. D ) Wohl der Obige, hat 1607ein Bildniß von Emanuel Metcrin gestochen, Lft
Boudan, (Alexander), ein Kupferstecher,Kunsthändler, und um 1650 Königlicher Kupfer-drucker zu Paris (derjenige dessen Bildniß Cl. leFevre gemalt, und theils selbst mit der Aufschrift:Iconopvla Uutetias, theils Js. Sarrabat nachihm in Schwarzkunst gestochen hat. führtvon ihm das Kind Jesus, das der Schlange denKopf zertrittst, ohne Namen des Malers an, dasaber auch (als bloß A- Boudan bezeichnet) vondem folgenden Anton Boudan seyn kann.
— — (Anton). Dieser und der folgende
— — (L ), waren^ebenfalls französische Kup-ferstecher und Kupferhändler des XV! l. Jahrhun-derts, welche theils selbst nach C. leBrun, P. Sevinu. a. gearbeitet, theils des A. Bosse, M Lasneu. s. f. für ihren Kunstverlag sich bedient haben.Von L> Boudan führt mehrere Bildnisse an.
— — S. auch sshonionr-Boudan.
* Boudard oder Boudarr, (Ioh. Bapt.)nennt ihn irrig einen Maler.
Boud er, ( ) Schüler der ehemaligen Aka-
demie der Baukunst zu Paris , nachher General-Inspektor der Künigl. Preussischen Hypotheken,gab im I. i?7Z ein Nraite pratigus äss OiZuszI2mo. ans Licht.
* Boudervyns, auch Baudovin undBauduin, (Anton Franz), geb. zu Dixmunde1676. (nicht 1660 wie das Lexikon sagt), glaubt,daß diejenigen sich irren, die (wie es auch dasLexikon thut) meinen, daß es der nämliche sey,welcher für van der LNeulens Werk so schöngearbeitet hat. Dagegen giebt er zu, das vierLandschaften, von einem (wie es darauf etwasunleserlich heißt) Andrien Fran^ois Baudvinssowohl gezeichnet als geistreich geatzt, von keinemandern als unserm Boudervyns herrühren. Undeben so glaubt er, daß zwey von C- le Vasseur1761 gestochene Blätter: Eine Vogel- und eineWildschweinsjagd nach van der Neer und Bau-den», den unsrigen angehen, welcher auch bisweir
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