nr Bouvay.
Nettigkeit, wahrscheinlich alle nach eigener Zeich-nung gestochen, da solche bloß mit seinem Namenbezeichnet sind. Rost VI. 199. führt einige, nochmehrere aber L an.
B 0 uvay , ( ) ein Genfer, studirte die Bau-
kunst zu Rom , wo er einen sehr schönen und genauenPlan von der dasigen St, Pecerskirche verfertigte,welchen man in der öffentlichen Bibliothek zu Genf zeigt. Er gab einen Kupferstich heraus, welcherdie Baukunst mit ihren Kennzeichen vorstellt. Bouvaybekam den Auftrag, den Bau der Königl. Kriegs,schule zu besorgen; starb aber in der Blüthe seinerJahre. Le » ebre»' /frstor>L /r'tteE>e äe
1 . II. p. Z 2 I.
Bouverie, ( ) ein Künstler dieses Namenszeichnete die Blätter zu dem Pcachtwerke: Uuins ok1754.
B 0 uvet, ( ) ein Baumeister zu Paris um
iZoz.
Bouvier, ( ) von Genf , lebte im I.
lZoz, und malte vorzügliche Migniaturportraite,meist in Email.
Bouvron, ( ) Kunstgärkner des gräflich
Golowkinschen Gartens zuMonchoix bey dem DorfeHarnekop; verfertigte von diesem großen und nachdem beßten engländischen Geschmacke eingerichtetenGarten einen großen Grundriß, der von Hauche-corne, französischen Prediger daselbst, ins Kleinegezeichnet, und von Glasdach in Kupfer gebracht,in Bernouilll's, kleinen Reisebeschreibungen Th. 1 .S. 205. zu sehen ist.
Borver, (Alexis). Nach diesem sonst unbe-kannten Maler hat W. Hollar das Bildniß einesenglischen Lords geätzt. Hkc.
— — (G.), ein Medailleur in England umlöZo. A§ 5 c.
Bowes, (Eduard), ein englischer Maler,nach welchem G. Glower, W- Hollar, D. Log-gan und W. Marshall Bildnisse gestochen haben,die in L verzeichnet sind; Loggan zumal dasjenigeeines uns sonst unbekannten Malers ArthursJackson.
B 0 rvIes, (Johann), ein Zeichner und Kupfer-stecher in England, nach welchem L. Sullivaneine Folge von 6 . englischen Aussichten gestochenhat. Von ihm selbst kennt man Blätter nachCimogli, Ger. Dow und — nach Raphael .
* —- —^ (Thomas), Zeichner, Kupferstecherund Kunsthändler zu London . Nach seinen Zeich-nungen haben die iin Lexikon benannten Künstler(er selbst nicht mit ihnen) an den dort angeführtenLondner-Aussichten gearbeitet. Dagegen hat ErBildnisse nach Kneller, u. a. gestochen. undMrc.
* Boybarrh, (Johann)., S. Bocksbarth
* Boy, (Adolph). Mehrere nach ihm gesto-chene Bildnisse, eine Folge von Emblemen (7. Bl )und eine Thesis, werden in angeführt.
— — (Carl Gottfried, des unten folgendenpsters des jünger» Sohn, ein höchst mittel-mäßiger Maler, welchen H. G. Hüsgen (S.124.) von dem die Notizzen über diese Künstler-familie entlehnt sind, gegen seinen Großvater,Peter den ältern, einen bloßen Schatten in derKunst nennt. Derselbe starb zu Frankfurt r? 8 o.set. 6 z.
— (Christoph), ein Wappen - und Bild-nißmaler zu Berlin , starb daselbst 1704. aet. 70.Aicolai.
— — (Gottfried), des nachfolgenden PetersSohn (derjenige, weicher im Lexikon als Bildniß-maler ohne Taufnamen angeführt wird -, starb zuHannover als dortiger Hofmaler mm 1750. A
B 0 y d e l l.
führt mehrere nach ihm von Bernigeroth, Ftitsch,Haid und Heumann gestochene Bildnisse an.
* Boy, (Peter von), Gottfrieds Vater, war(nicht von Frankfurt , wie das Lexikon sagt, son-dern) von Lübek gebürtig. Derselbe war auch inder Oet- und Pastellmalerey, und im Goldarbeitengeübt Die Äohmkirche zu Trier besitzt von ihmeine Monstranz, dergleichen vielleicht in der Chri-stenheit keine mehr zu finden ist. Der Churfürstvon der Pfalz machte ihn zum Bilder - Gallerie-Jnspektor. Er starb zu Düsseldorf 1727. Mrr.
* — — (Peter), der jüngere, des obigenSohn, und Gottfrieds Bruder, übte dieselbenKünste, wie sein Vater, kam ihm aber nichtgleich. St. 1742. aet. 62.
Boya, (Marian), ein Kupferstecher, geb. zuNeapel 1758; lernte bey Bartolozzi , und arbeiteteum 1736 zu London nach Cipriani, Couvay u. a.
Boyce, (Samuel), ein Gelehrter und Dichter.Man schreibt ihm ein geätztes Bildniß EdwardRüssel s, Grafen von Orford, zu. A.
Boyce au. S. Boisseau.
* Boydell, (Johann). Um i ?39 war erAldermann von London . In den Jahren 177zund 79. kannte man schon Verzeichnisse seinesKunstverlags mit den Preisen, letzteres als raison-nirter Katalog mit Urtheilen. Anfangs erschienenseine Blätter einzeln, oder doch Heftweise. Am Endsammelte er solche in Bände, welche um 1790bereits 4. große in Folio ausmachten. In dem-selben Jahr eröffnete er seine weltberühmte Gallerievon Gemälden zu einer neuen Ausgabe von Shake-spears Werken. Die erste Idee dazu war ein Jahrfrüher zufälliger Weise bey einem Gastmahl ent-standen, u.gieng zuerst von einer National-AusgabeShakspears aus, und darauf weiter zur Beförde-rung und Belebung der historischen Malerey fort.Noch eine Sammlung lieferte er bald hernach von60 Blättern, welche das Gemälde - Kabinet desGrafen von Ormond auf seinem Landhause Hough-ton in Norfolk (nachwärts an die Kaiserin Cathe-rina II. von Rußland verkauft) enthielten. In allediese, und noch spätere Unternehmungen hatte erin einem Zeitraum von 6 v. I. ein Capital vonZ50,c>c>c>. fl. verwandt Seine von ihm zugleichselbst gezeichneten und gestochenen Prospekte undLandschaftsstücke findet man bey A) angeführt.Dieser berühmte Mann starb im I. 1804. im 80.I. seines Alters, nachdem er sich kurz vorher durchdie Einnahme von einer großen Kupferstich-Lotterieund Verauktionirung seiner Shakespears-Gallerievor dem Bankerott zu sichern genöthigt sah. Aucherschien das letzte Heft der (in zwey Foliobändenvon ungeheuerm Preis enthaltenen) Kupferstichenach derselben erst nach seinem Tode. Jeder Sub-scribente erhielt (der Anordnung des Verstorbenenzufolge) dazu eine silberne Schaumünze, derenRevers immer des Abonnenten Namen trug. DerErbe aller seiner fahrenden Habe, und auch seinerStelle eines Aldermanns, war sein Neffe undvierzigjähriger Gehülfe bey allen seinen Unterneh-mungen , Jofias Boydeü. Man hielt ihm ein sehrfeyerliches Leichenbegängniß Desfenrl. sZachr.In seinen Bildnissen von Valentin Green undFacius ist der rechtschaffene Mann so wenig alsder unermüdeteKunstfreund kaum zu verkennen.
— — (Josias), Johanns Sohn, Maler undKupferstecher. Valent. Green und andre habennach ihm Bildnisse, Sittenstücke u. s. f. gestochen,deren einige in //. verzeichnet find. Hinwieder hatEr nach van Dyck, Maratti, Rcmbrandt, u a.für seines Vaters 8culptura lirirtanchki gearbeitet.Er muß vor seinem Vater gestorben seyn. L
— — — — Johann's Neffe. S. von ihmden vorstehnden Artikel Ob derselbe ebenfallsKünstler sey, ist uns unbekannt.