Band 
Zweyter Theil [1].
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126
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126 Brühl .

begleitet hat, kennt man von ihm noch einigeandre jn seinem Vergnügen geatzte Blatter.

Brühl , (Johann Benjamin). S. gleich untenAiclaus Brühl.

— — (Moritz, Graf von), Chursächsischerbevollmächtigter Minister zu London . Auch vondiesem Herrn kennt man eine kleine von ihm geatzteLandschaft. L

— — (Niclaus, und Johann Benjamins,Vater und Sohn, zwey mittelmäßige Formschneiderund Kupferstecher zu Leipzig ; arbeiteten meist fürdie Buchhändler zwischen 1720 und 50. Eben sonoch ein zweyter Sohn von Niclaus, der sonstden Advokatenberuf trieb, und von dem manmehrere Vignetten kennt. A.

— — ( ). Noch ein Künstler dieses Ge-

schlechtsnamens, studirte um 178c» auf der Aka-demie zu Cassel. Il^c. Ob dieser etwa mit G.Brühl derselbe seyn möchte, ist uns unbekannt.

* Brueil, (Johann). S. Bremst.

Brülow, ( ) Russischer Künstler im Holz-

stiche und Akademiker 1804.

Brüssel, (Ludwig van), ein niederländischerMaler; lernte in der zahlreichen Schule von FranzFloris . Er war auch ein geschickter Tonkünstlerauf der Harfe und der Guitarre.

Brug, (Niclaus). S. Brucker.

* Brügge , (Ans oder Hans). Dieser Ar-tikel'im Lexikon sollte anfangen: So verbessertvermander.

* — — (Gerard van), ein niederländischerMaler, nach welchem man eine Folge von 20.Blättern vierfüßiger Thiere, und dann ein Bildnißdes Gottesgelehrten Lbeod. Ubing kennt, welchesletztre van Gunst gestochen hat. Mein sel. Vatervermuthete, wohl nicht ohne Grund, daß der imLexikon enthaltene Marc Gerard mit diesemBrügge einer und derselbe sey. I.

Brüggen, (D- P) S. Brugghe.

* — — (Johann van der), Zeichner undStecher in Schwarzkunst. Die von ihm, ohneNamen des Malers geschabncn, und wahrschein-lich von ihm selbst gezeichneten Blätter, meist Sit-tenstücke, führt an; Rost dann (VI. 255-56.)sein eigenes Bildniß nach Largilliere, van Docksseines, nach van Dyck, und ein Paar Blätternach Teniers . Noch kennt man andre von ihmnach Bibiena , dü Chatel, Guido, P. Mignard,I. van Schuppen, I. van der Will, u. a. dieschon das Lexikon bemerkt. Heinecke und Rostgeben sein Monogramm.

— — — — der jüngere. So hieß, nachauch ein Kupferstecher, der in Wien gearbei-tet hat.

— — — — ein Blumenmaler, von wel-chem man in Beschreibung der Galerie zu Salz-dahlum zwey Stücke antrift. Er wird auch indem Artikel van Aal angeführt. Eberletn.

* Brügges, (Roger van der), geb. zu Brüs-sel. Sein Vater, welcher ihn zu van Eyck in dieLehre that, hieß eigentlich van der Weide. Da-her glauben einige, daß er mit Robert van derWyde Eine Person sey. Inzwischen könnte keinervon beyden Johann van Eycks Schüler seyn,wenn ihr Todesjahr (1529.) richtig, und nicht,wohl offenbar, um ein Jahrhundert zu frühe an-gegeben ist. zufolge kennt man nach unsermBrügges ein Bildniß der Prinzessin Maria vonBurgund von C Visscher, und eine Abnehmungvorn Kreutze von C- Cort (1565) mit der Unter-schrift gestochen.' bl. sto^erü kel^se inventum,was sich in der That Alles auf Robert van derw?de um so viel mehr reimet, da eben vonihm (der in Italien Salice hieß) behauptet wird.

Bru n.

er habe die vortreflich kolorirte Abnehmung vomKreutz auf Pietro di Montorio gemalt Jn denBildnißsammlungcn von Lock, Hondius undJansonius heißt er Üo^eru3 kruxeilensis. ImHintergrund dieses Bildnisses sieht man ein selt-sames kleines Gemälde, das so ganz mit Figurengedeckt ist, daß man durchaus keinen Grund er-blickt.

Brugghe, (D. P-), ein Kupferstecher, vonwelchem Srrurt sagt, daß er in der ManierRomains de Hooghe gestochen habe.

* Brugh, (Johann van). S- verbrugh.

*Brughl, (Johann Baptist), genannt derAbr Brughi. Er wird auch unter die Schülervon I. V. Gauli gezählt, und starb 1750 inhohem Alter. Die nach ihm gestochenen Blätter,meist aus der Legendengeschichte, und von unbedeu-tenden Meistern, führt /s. an.

— — ( ). Eben diesen Geschlechtsnamen

findet man auf einem kleinen angenehmen Kupfer-stiche in Boldertl's Osservaxiom sopra li Cime-teri «le 8. Nartiri etc. Mrc.

Brugl's, (Johann van). Vielleicht der Vatervon Hubert und Johann van E^ck BeyMonrfaucon findet sich, nach einem merkwür-digen Miniaturgemälde dieses Künstlers, ein Blatt,welches den König Carl V. von Frankreich aufdem Thron, und vor ihm seinen Maler knieendvorstellt, der ihm ein Buch überreicht; mit derUnterschrift: O. iz/r. istu-i opus pictum fuit

all prceceptuin ac ücrnorem i!>. ?rinc. Karoll keA.?r. Xt." s. z;. etc. Lt AoüauE äsxn'ctor i?e§rr prseciicti, kecit Iisric plcturam pro-pria sus manu. Fiorillo III. 85-

*BruHlor. S. Merellus, den Holländer.

* Brumpton. S. Brompton.

* Brun, (Abraham de). S. Brupn.

— oder Braun, (Augustin). EineHandschrift meines sel. Vaters vermuthet, daß ermit Arthur Braun dieselbe Person seyn dürfte.Sein Zeichen führt an, wo man auch mehrerenach ihm von Frans Brun, I. Gelle, A. Hogenrberg, W. Hollar und G. de Paß gestochene (Bild-nisse, Geschichte und Landschaft) findet.

* — — (Carl le). Sehr gute historische Nö-tigen über das Leben und die Werke dieses großenMalers findet man bey Fiorillo lil- 2io 32.„Le Brun " (sagt Rost VII. >86. wie es scheintnach einem Urtheil von watelet) »war ohneWiderspruch einer der größten Meister der franzö-sischen Schule; aber deswegen weder ein Raphael,noch ein Carrache. Sehr ruhmbegierig, ließ erkeine Gelegenheit vorbey, wo er sich auszeichnenkonnte; die größten Werke waren ihm die liebsten.Ob er gleich sehr correkt zeichnete, so sind dochseine Figuren bisweilen ein wenig kurz; ihremAusdrucke fehlt es oft an Abwechslung, und seineBewegungen und Drapperieu sind sich in einigenStücken ähnlich. Sein Kolorit ist weit besserals das seines Meisters Vouet , im Ganzen aberdoch nicht das beßte; denn man bemerkt darinnkeine (?) Kunstkenntniß des Helldunkeln. Am Endeseiner Tage erfuhr er noch alle Kränkungen, wo-mit er früher seine Wetteiferer (le Sueur und Mig-nard) zu überhäufen gesucht hakte Letztrer gabihm mit Wucher alle Unannehmlichkeiten zurück,die er durch ihn erfahren hatte, und ward darinvon dem Minister Louvois unterstützt, der um somehr mit Hitze dabey zu Werke gieng, da er inle Brun einen Günstling von Colbert verfolgte.Wer dann etwas recht Bitteres über diesen be-rühmten Mann lesen will, wird z. B. reichlicheNahrung finden bey des seltsamen A. Bosse's:^u lecteur, sur les csuses, gu'il crolr avoireues, 6e älscontinuer le cours «le 863 le^onsxsowetrsIsL st perspectives «lsllan« l'^eastsuü«