Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
127
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Brun.

«kc. et merme ste s'en retirer. Bekanntlich habendie geschicktesten Meister nach le Brun gestochen;und um den ganzen Umfang seines eignen sowohlals ihres Genie bemerklich zu machen, darf manNur seine Bataillen des Alexanders von G. Audran,seine Familie des Darms vor Alexander, seinCrucifix mit den Engeln und seine bußfertige Mag-dalena von Edelink nennen. Ein so gut wie voll-ständiges Verzeichniß aller nach ihm gestochenenBlatter bis auf 1790 findet man in /s. Die weni-gen von ihm selbst geatzten sind: Ein Brustbilddes H. Carl Borromaus, nach seinem Bruder,Gabriel le Brun; dann ein Kind, auf einem Kreutzeknieend, und: Die vier Tageszeiten.

Brun, (Carl le), ein Maler; arbeitete zuWien und zu Verona . D. III.

x. Zio.

— (C- le). S. Gilodi.

— — (Frans), (junior. Unter diesem Namen,ohne daß man etwas von einem 8enior wisse, führt/s. einen Kupferstecher an, welcher nach Alzen-bach, Aug. Brun, Sandrart u. a. dann auchBlätter ohne Namen des Malers gestochen habe,die bey ihm ve-zeichnet sind, und meist in Bild-nissen bestehen; wie z. B. das Familienstück desPrinzen Friedrich Heinrich von Nassau-Oranien,diejenigen der Feldherren Ferdinand d'Aval, undCarl Ludwigs Grafen von Aremberg, des Gottes -gelehrtcn Abr. Calovius u. a. woraus sich beyläufigdie Zeit, in welcher er lebte, bestimmen läßt.

* — — (Gabriel le), Bruder von Carl leBrun, geb. zu Paris um 1620. übte Malereyund Stecherkunst, aber beydes sehr mittelmäßig.Einige von ihm gestochene Blätter (meist nachseinem Bruder) dann ein Bildniß von Carl Fevretde Samt Mesmin (1657. dat.) führt Rost VII. i 83 -und an. Die Anekdote berrefend, deren auchdaS Lexikon kürzlich Erwähnung thut, erzähltIDilbelm Sterrler in seiner Selbstbiographie beyFusill II. 119 — 20. (nicht 160.) dieselbe also:„Dieser des Königs Maler, Carl le Brun, hatteeinen Bruder, doch nicht änderst berühmt, als daßer sein Bruder war, der ihn aber sehr neidetewegen seines hohen Glücks, und darum auchtrachtete ihm mit Gift zu vergeben. Es ist ihmaber nicht gelungen, obwohl er es zu meiner Zeitzum andernmal unterstuhnd, davon doch nur dessenWeib und Kind, aber ohne sonderbaren Schadenwas bekommen, worüber dann dieser Böswichtsich aus dem Staub gemacht.'' Temerkenswerthist übrigens, daß man das geätzte Bildniß einesgewissen Ludwig le Brun aus der Pikardiekennt, mit beygefügter Anzeige, daß derselbe wegententirter Vergiftung der Familie von Carl le Brunzu Paris hingerichtet worden sey. Handschrift!.Zusätze meines sei. varers; aber ohne Bemer-kung der Quelle.

* — (Horaz ). S. Bruni.

— (Jakob), ein Kupferstecher, von wel-chem ein mit Aacob Lalcosraphus

bezeichnetes Blatt kennt, welches das Grabmaldes Grafen Otto von Salms mit Figuren vor-

— (Louise Elisabeth le), geb. Vigee, Gat-tin des gleich folgenden Niclaus le Bruns, geb.1755 - nach andern 1758 eine berühmte französ.Geschichts- und hauptsächlich Bildnißmalerin. Umr? 8 o ward dieselbe zumMitgliede derKönigl. Aka-demie zu Paris , wo sie schon damals eine glän-zende Rolle spielte, erwählt. Sie gieng dann nachItalien, und weiter nach Rußland , wo sie, ebensowohl durch ihre Talente auf den dortigen Lieb-haber-Theatern, als durch ihre Kunst, ihr Glückmachte, das sie nun seit einiger Zeit wieder inParis genießt, wo sie neuerdings (iZoz. noch)sehr gutem Fuße lebte. In ihrem Attelierfanden sich damals sehr schöne Bildnisse; wie z. B.die des Rufs. Kais. und der Kaiserin; dann das

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ihrer eigenen Tochter; Lady Hamilton als Bacchan-tin und als Cäcilie, (eines derselben, oder sonstnoch ein Bildniß dieser berufenen Lady stand schoni795 auf der Kunstausstellung zu Dresden , undwurde wegen dem leichten, graziösen, und dochkraftvollen Auftrage der Farben sehr gerühmt -»das des letzten Pohln. Königs Stanislaus; das derletzten Königin von Frankreich , und der Mad düBarry. Die meiste Prärension machte dann ein«größere Composition: Amphion von Genien um-geben, das zugleich Portrait eines Prinzen seynsoll In der KK. Bildergalerie zu Wien sieht manvon ihr dasjenige der schon erwähnten KoniginMaria Antoinette , in ganzer Starur. Barcolozzi,Dan. Berger, Blot, Ficquet, I G. Müller, W.Pether, C. G. Schulze und P. Viril haben nachihr Blätter gestochen, von denen etliche in ver-zeichnet sind. In dem Petersburger Hofkalendervon 1304. wird diese Künstlerin Mitglied der Aka-demien zu Parma und Kopenhagen , und freyeEhrcnantheilnehmerin der Russisch - Kaiser!. Aka-demie der Künste genannt. Bey Gelegenheit ihresBildnisses, welches sie um 179c». (so wie AngelikaKaufmann , ein Paar Jahre früher das ihrige)für die Galerie zu Florenz gemalt, heißt es bey einerVergleichung von beyden in der Schrift: LDin-kelmann und sein Jahrhundert S. 313—19-„Angelika hat einen wahrern Ton des Kolorits inihr Bild gebracht, die Stellung ist anmuthiger,das Ganze verrath einen schönern Geist und rich-tigern Geschmack. Das Werk der le Brun hin-gegen ist überhaupt zarter, fieissigcr gemalt, auchfester gezeichnet; es hat em Helles, jedoch etwasgeschminktes Kolorit, weißlicht, blaulicyt, gerö,thet, u. s. f. Sie weiß sich zu putzen; der Aufsatz,die Haare, die Krause der Spitzen um den Busen,alles ist niedlich angelegt, und, man kann wohlsagen, mit Liebe ausgeführt; aber das hübschebacchische Gesicht, mit geöffnetem Mund, in wel-chem man schöne Zähne gewahr wird, sieht, mitallzu offenbarer Absicht zu gefallen, sich nach demBeschauer um, wahrend die Hand den Pinsel zumMalen aufsetzt. Vorzüge gegen Vorzüge gehalten,steht das Bild der Angelika, mit der sanftenNeigung des Hauptes, dem zarten gemüthlichenBlick, in Hinsicht auf Geist und Talent höher;wenn auch in Betracht dessen, was bloße Kunst,fertigkeit ist, die Waage nicht entschieden zu seinenGunsten sich neigen sollte.'' Im ^lmanacli äesöeaux-^rts von 1803. werden noch, neben demoberwähnten Amphion, eine: Juno die den Gürtelder Venus entlehnt, und: Der Friede, welcherden Wohlstand bringt, unter ihre besten historischenArbeiten gezählt. „Die Komposition dieses letz-ter»" (sagt Landon der davon eine Abbildung imUmrisse giebt, Kunsi-Annal. III. 2. 32.) „ist an-genehm und gut; und der Charakter beyder Göt-tinnen, besonders der letztern wohl dargestellt; dieKopfwendungen sind fein und lieblich, die Zeichnungrichtig, und das Kolorit sehr lebhaft. DiesesWerk war eines der ersten, welches der Künstlerineinen Namen erwarb. Es war ein Preisgemälde,dessen Belohnung ihr Platz in der Akademie war."

Brun, (Niclaus le), Gatte von Louise Elisa-beth , ebenfalls ehemaliges Mitglied der Akademie.Derselbe hat Heftweise eine Sammlung Blätterunter seiner Leitung nach Gemälden berühmterMeister stechen lassen, die er selbst besessen hatte.

— — — — Miniaturmaler und Kupfer-stecher zu Paris , arbeitete um 1630—47. MehrereMeister, wie Dambrun, Facius, Martini, W.Pether, N> I. Voyez und C. Voysaro haben nachihm Bildnisse, Geschichte und (unsittliche) Sitten-stücke gestochen, weiche eben sowohl als einig«von ihm selbst gearbeitete Blätter in verzeich-net sind.

— — — — ebenfalls ein Kupferstecher,arbeitete um 1750. für den Großherzoglichen Hofzu Florenz . Hkc.

In wi« weit die vorigen zwey, oder gar alle