Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
133
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B u m e l.

reiche Schaumünzen; unter andern das neue Rath-haus dieser Stadt. Haller.

Bumel, auch Bimel, (Michael). NachSrrurr ein Kupferstecher von Heiligenbildern.

Bumucci, (Anton), ein neapolitanischer Bild-hauer, der ini I. 1805 zur Restauration der Ruinenvon Pästum behülfiich war.

Bunburp, (Wilhelm), ein englischer Kunst-liebhaber, nach dessen Zeichnungen aber, zum Theilsehr berühmte englische Meister eine große Mengevon Blattern, meist römischen und satyrischen,bisweilen aber auch ernsthaften Jnnhalts, die eng-lische und andre neuere Nationalsttten betreffend,in Kupfer gestochen haben. Ein ausführlichesVerzeichniß derselben findet man in //. Von ihmselbst kennt man ein einzelnes geätztes Blatt, dieFigur eines Petitmaitre. Er lebte noch 1799.Damals bediente sich seiner die Oppositionsparthievornämlich, um das Volk mit carrikaturirten Vor,stellungen der Personen und Handlungen der Mini-sterin! - Parthey zu belustigen. Eines seiner Blätterdehnte sich bis zur Länge von sechs Fußen aus.Allgem. Zeir. 1799. S. 1007.

* Bunel, (Franz>, des im Lexikon angeführ-ten Jakob Bunels Vater, wird von Fiorillo(III. 120.) ein unbekannter, von //. hingegen ein,für seine Zeit, ziemlich berühmter Maler genannt.Wenigstens kennt man nach ihm ein Bildniß KönigHeinrich IV. von Frankreich (äst z^.) von AugustCarracci , und ein andres von dessen MutterJohanna Albrei; dieses ohne Namen des Malersund Stechers, welcher letztre T. de Lew ist.

* (Jakob), Franzen Sohn. ^s. setztsein Geburtsjahr wohl irrig 1588 (dreyßig Jahrespater als andre) an. Er übertraf seinen Vaterund Lehrer weit. Zu seinen beßten Arbeiten ge-hören seine Abnehmung vom Kreutze in der Kircheder großen Augustiner (AMr» -lmtiquit. nstion.1 '. III. XXV, p. Z 7 -) und eine HimmelfahrtMariä bey den Feuillantinern, zu Paris . »Indiesem letzter», in der That vortrcflichen Bilde"(sagt Florrllo III. 120.) » wo besonders die Figu-ren der Apostel viel Hoheit besitzen, sollte er eben-falls die Madonna in der Glorie malen; allein erschlug als Calviniste diese Arbeit aus, die hieraufvon la Forye ausgeführt wurde". Einige nach ihmgestochene Blätter, meist Bildnisse, führt Hemecke(l. c-.), und als selten die Trennung Heinrich IV mitMaria von Medicis an, wo der Heiland selberihre Hände zusammenfügt, ohne Namen des Malersund Stechers (von Lhom. Lew.)

Buniau, ( ). Nach einem Künstler dieses

Namens führt L eine Bathseba im Bade vonBenoit gestochen an.

Bunke, i ). Ein Künstler dieses Namenshat in Schwarzkunst das Bildniß des bekanntenweiblichen Chevalier d'Eo» gestochen, /s.

Bunno oder Buno, (Conrad), ein Buch-drucker, Buchhändler und Kupfcratzer zu Braun­ schweig oder Wolfenbüttel um 1650. Er arbeitetefür seinen eigenen Verlag. Man findet auch seinenNamen als Zeichner in Merlans Topographie,u- s. f. Christ führt sein Zeichen S. izö, und^ mehrere seiner Bildnisse (eines noch von 1693 )an. Irrig macht übrigens dieser Schriftstellerzwey Künstler aus Einem, und nennet den einen(dem er dann eben das Monogramm bey Christzuschreibt) schlechtweg C Buno.

Bunsen, (Jeremias). Ein Künstlerdieses Namens, studiere in der Zeichnungs-, Aka-demie zu Frankfurt am Mayn, wo er 1782. einenPreis erhielt, ^c.

Buoll, (Joh. Friedrich), ein Mechanikus zuKajserstul in der Schweizerischen Grafschaft Baden;verfertigte einen selbst gehenden Triumphwagen,den Conrad Meyer 1679. in einem Kupferstichevorgestellt hat. AF-c.

Burcard. iZZ

*Buonacorsi, auchBonacorsi, (Pet.),Perms del vag» genannt Derselbe war einVerwandter des Fattore. Dieser und Jul. Roma-nus hatten ihn bey Raphael eingeführt Bey derPest zu Rom um 152z. gieng er wieder nach Flo­ renz ; und eben diese Seuche trieb ihn neuerdingsnach Rom zurück. Mittlerweile war Raphael ge-storben, und nun arbeitete er gemeinschaftlich mitden beyden obigen an allen großen Werken imVatikan u. s. f. weiter fort. Bey der berufenenEinnahme und Plünderung zu Rom von den Deut­ schen (1527.) wurde er zum Gefangenen gemacht,und mußte ein großes Lösgeld bezahlen. DerMangel bewog ihn, jene vielleicht allzufreyen Zeich-nungen von den Liebrsgeschichtrn der Götter fürseinen Zeitgenossen Jak. Caraglius zu verfertigen,welche dieser in Kupfer brachte Seine vielenArbeiten bey einem ziemlich ausschweifenden Leben,verkürzten seine Tage; er starb eines Abends zu Rom ,als er eben mit einem seiner Freunde auf derStraße sprach. »Unter den Malern" (sagt Fio-rr'Uo I. lz-s. und z 8 o.) »welche einen Mittelwegzu treffen, und die Manier des Michael Angelo mit der des Raphael zu vereinigen suchten, behaup-tete er die oberste Stelle- vasarf nennt ihn,nach Bounaroti, den ersten Zeichner unter den Flo-rentinern, und den beßcen Farbengcber unter allendenjenigen Künstlern, welche im Vatikan nach denSkizzen und Kartons von Raphael gearbeitet hat-ten." Das bisher reichhaltigste Verzeichniß dernach ihm gestochenen Blätter findet sich in demN)lnk!erschen Katalog s. v. stet

3263-3303. welche größtenrheils von älternMeistern, und zum Theil von äusserster Seltenheitsind. Zu den wenigen neuern Stecyern nach ihmgehören Eduard Kirkell, Phil. Simmonneau undder Graf von Caylus.

* Lu 0 najurl, im Lexikon Bonajuri, (Cor-sinv). S. Lapo Gucci.

Busnamici, ( ) ein Civil- und Kriegs-

baumeister von Lucca - Baute um 1640 den See-hafen der Festung Maltha. Er wirb von Baldi-nuccr in des Alexander Algardi Lebensbeschrei-bung angeführt.

Bironamico, (Augustin). S. Tasst.

Buonanno, ( ). So heißt ein alter

Künstler, der im I. n 8 <r, die Thore von Pisa auSErzl goß. FiorrHo. I. 251.

* Bu 0 nar 0 ri. S. Bonarsri.

* Buonavilla S- Bsnaville.

Busnenove, (Joh. Baptist), ein Maler zuFlorenz ; lernte bey Peter Dandini. M-c.

Busneroy, (I), ein Kupferstecher, vonwelchem man Landschaften kennt.

* Bu 0 ni, (Guido). S. D. Guidobom.

Buonucci, (Anton), ein italienischer Bau-meister, der im I. >805 von der neapolitanischenRegierung gebraucht wurde, die Ruinen eines deralten Tempel von Pästum zu restauriren, der, vomBlitz getroffen, den Einsturz gedroht hatte.

Buossoni, ( ) ein guter Bildnißmaler;

arbeitete um 1760. zu Rom . ALc.

Buquer, (I.), nach diesem Zeichner hat I. lePautre geatzt.

* Burani, (Franz). Derselbe war ein Schü-ler von Spagnolet. /r- S- auch Buzzam.

*Burarri,auch Buprerre, (Carl) Unterdiesem letztem Namen führt denselben alseinen französischen Bildhauer an, und giebt dabeydie Plane des Capitals, als nach Michael Angelo's Zeichnungen von diesem Künstler 16^9. zu Paris gestochen für sehr selten an.

Burcard, (F. C.), «in Stempelschneider zuBasel . Haller.