C *
C
5 ***, (Mademoiselle ) Man kennt von ihrein im Geschmacke Cl Melan's geätztes Blatt, mitder Aufschrift: Ibemis rellemanrlaur In paix.
Cabassi, (Margaritha). S- Gabasir.
Cabbage, ( )ein englischer Kupferstecher,arbeitete um >770. Man kennt von ihm ein Blatt,mit der Aufschrift: le Isillenr Metkcxjiste, sur-pris en aäulcöre.
Cabott, (Johann Ermann), ein dänischerMaler, befand sich wahrscheinlich utn 1795—96.zu Rom , wo von ihm, mit etlichen Bogen italie-nischen Textes, erschienen: 8tuccbi stxurari äi unÄNkico Repoicro fttora llöllr: mure 61 Roms (IZ.
Bl. mit 21. Fig.) im Arabesken -Geschmack, undbloß in leichten Umrissen vorgestellt. Meist luftige,amnuthige Bilder der Phantasie, die Tapetenzeich-nern gute Ideen an die Hand geben konnten.Journ. d. bildenden Lknste II. 120.
Cabourer, (Friedrich), ein französischer Bild-nißmaler, nach welchem Nanteuil i66z. dasjenigevon Johann Fronto, Stiftsherrn von St. Gene-vieve, und Kanzlers der Universität, nach dessenTode gestochen hat. S.
Cacaulr, ( ) ein französischer Geschichtsma-ler aus dem letzten Vierthelle des XVlII. Jahrhun-derts , der sich durch ein großes, rz. Fuße langesGemälde einen Namen erworben, welches dasLebensende des Cato darstellt. Er hatte über zwan-zig Jahre zu Rom studirt, und sich daselbst zu einemgründlichen Maler gebildet. „Die Compositionseines Gemäldes" (sagt Fiorillo III. 519) „isteinfach und interessant; die Gruppen sind gut ver-theilt, ohne Verwirrung und überflüssige Personen,und verständig beleuchtet. Hält man diese Arbeitmit den vielen Produkten der neuen französischen Schule zusammen, welche durch grelle Coutrastevon scharfen Lichtern und dunkeln Schatten Effektzu machen suchen, so erscheint sie zwar nicht sobrillant; aber sie erinnert an die Werke der venetia-nischen Schule aus ihrer guten Zeit. Endlich hatauch dies Gemälde den großen Vorzug, daß es inkeiner bestimmten Manier gemalt ist, und auchdarin mit den zahllosen Werken erwähnter Schulekeine Aehnlichkeit hat." Ob unser Cacaulr dernämliche Künstler sey, der noch im ^Imanaok <Ie8Leaux-Lrts von 1303 als ein damals in Nantes lebender Bildnißmaler erscheint, ist uns unbekannt.
* Caccia, (Francesca und Ursula), Töchtervon Wilhelm Caccia, deren das Lexikon unter demArtikel ihres Vaters kürzlich Erwähnung thut.Sie waren ihm bey seinen Arbeiten behalfen, undwußten wohl das Körperliche, aber nicht den Geistder Kunst desselben nachzuahmen. Uebrigcnsmalten sie beyde, mehr als sonst andre ihres Ge-schlechts, nicht bloß Kabinetsstücke, sondern ge-wöhnlich im Großen. Ihre Arbeiten sind schwer,oder vielmehr einzig dadurch zu unterscheiden, daß.francesca die ihrige mit einem Vögelchen, Ur-sula hingegen mit einer Blume bezeichnete. Vonletztrer findet man Altarblätter, theils in dem UrserUnerkloster zu Moncalvo,^ theils zu Casale, und inverschiedenen dortigen Häusern kleine Stafelcy-Ge-malde mit blumenvollen Landschaften in PaulDrills Geschmacke; wie z. B- eine H. Familie imPallaste Natta. /.ausr II. 2. 362.
* — — (Wilhelm), geb. zu Montabone (nichtzu Novarra), und gest. 1625. Den Namen Mon-calvo erhielt er wegen seines langen Aufenthalts indieser Stadt. Wem er seine Bildung zu dankenvPte, läßt sich nicht wohl bestimmen, da man inseinen Werken bald den Charakter des Raphael,bald den des Andrea del Earto, verwebt mit denGrazien des Parmegianino wahrnimmt. Seinezahlreichen kleinen Madonnen athmen vollkommenden Geist der Schule» dieser Männer, und eine der-selben in dem Königl. Pallaste zu Turin scheint
Caccianiga. rz?
ganz aus den Handen des Andrea hervorgegangenzu seyn. Seinen Pinsel führte er leicht und mitvielem Geist; sein- Gruppen und Stellungen sindmannigfaltig und schön, und obschon er sie suchteund genau studirte, so verbarg er sie doch unterdem Schieyer der Grazie und der Natur. DaSHelldunkel wußte er meisterhaft zu behandeln. undgab daher seinen Figuren ein »«gemeines Relief.Seine Farbengebung a^er, wiewohl voll Anmuthund Weichheit, ist schwach, und gleicht derjenigen,welche die Vorgänger der Carracci , vorzüglichSabbatini, besassen; daher ihn auch Lanzi alsfast zuverläßig für dessen Schüler um so viel mehrhält, da sich so gut als beweisen läßt, daß er inBologna studirt habe; und hingegen diejenigenbestreiket, welche glauben, daß er sich in der Schuleder Carracci selber gebildet hätte Noch andrewollen auch Correggio's und da Vrnci's Manier inder seinigen erblichen. Unter seinen Fi esco-Arbeitenhalt man dir Kuppel der St Pauls - Kirche znNovarra mit einer Glorie reizender Engel in großemCharakter, unter denOelgemalden seinen St. Peterim pabstlichen Gewände in der Kirche des H. Kreu-zes, seine St. Theresia in dem Tempel dieser Hei-ligen zu Turin , und eine Abnehmung von, Kreuzein Novarra für die vorzüglichsten. Della valle(in der Vorrede zum eilstcii Bande seiner Ausgabedes vasari S. 13.) führt noch etliche andre, nachseinem Sinn von gleichem Werthe an. In einigenLandschaften, die man von ihm hat, schien er dieManier von Paul Brill nachzuahmen. Endlich be-hauptet erwähnter della Valle (I c) daß er sichauch in Sculptur und Architektur ausgezeichnethabe, und rühmt eine von ihm gebaute Kapelle zuMonte Crea, die zugleich mit seinen Malereyen ge-ziert war, worunter sich auch „Figuren ganz inRelief, und mit Farben übermalt", befinden sollen.Von seinen auch im Lexikon angeführten Töchtern,Ursula und Francesca, spricht oben ein eigner Art.Neben ihnen soll er auch (uns weiter unbekannte)Söhne, und mehr andre Schüler, wie z. B. GiorgioAlberino, und Sacchi aus Casale in der Kunst un-terrichtet haben Eine Biographie dieses merkwür-digen Mannes wird schon langst von einem seinergelehrten Mitbürger, Baldovi'no, erwartet. Fid-rillo II 929-34.
Caccianemici, (Franz), ein Maler zuBologna, welchen Vasari einen Nachfolger oderSchüler von Primaticcio nennt. Er starb ,542.(somit, obiger Angabe gemäß, sehr jung). InBologna sieht man noch einige, doch nicht ausserallen Zweifel gesetzte, Arbeit von ihm. /.ML« II.2- 44 -
* — — (Viücenz), ein Edelmann und Malervon Bologna , lebte um 153a. vasari, im Lebenvon Parmegianino, gedenkt seiner mit Ehren. Manhat ihn bisweilen, doch wie es scheint irrig, mitobigem Franz verwechselt. Ihm schreibt der neuetluicia cii llologna einen enthaupteten St- Johannin der dortigen Kirche St- Petronius zu; ein Ge-mälde, das sich durch seine Zeichnung, noch mehraber durch sein Kolorit ausnehme, und, heißtes, ganz in Parmegianin's Gschmacke seyn soll./.««Lr II. 2. 47. Malvafia glaubt, das mitV. C. bezeichnete Blatt einer Diana mit Hun-den, von welchem im Lexikon die Rede ist, seyvon ihm erfunden, und dagegen von Bonasonegestochen.
* Laccianiga, vielleicht Cazzaniga,(Franz), geb. zu Mailand 1700. Derselbe war zu-verläßig Pauls Sohn, der im Lexikon unter ssaz-zLniza erscheint; lernte zuerst bey seinem Vetter,Peter Eilardi, dann zu Bologna bey M. A. Fran-ceschini und F. Galli-Bibicna. Er arbeitete fürverschiedene Städte und Fürsten in Italien : nament-lich auch für den Turiner-Hof, und war Mitgliedder Akademie von St. Lucas zu Rom , wo er, inseinem Alter von dem Hause Borghese reichlich un-terstützt, 1731 verstorben ist. »EinMaler" (sagtLanzi I. 547 ) »dem es an nichts als an Geist
S