rZ 8 Cacciatore.
und Kraft fehlte/ die sich freylich durch keinen Fleißersetzen lassen. Inzwischen besitzt z. B. die StadtAncona von ihm vier Altartafeln, unter welchensich die Einsetzung des Abendmals, und eine Ver-lobung der H. Jungfrau durch ihr offenes, fröh-liches und angenehmes Kolorit so auszeichnen,daß man sie daran unter lausenden erkennen könnte.In Rom sieht man wenig Oeffentliches von ihm;wohl aber einige schöne Freskogemälde im PallasieGavotti und in dem Hans und der Villa Borghese .Piale hat nach ihm das Urtheil der Susanna, under selbst, nach einem seiner Gemälde zu Turin , denTod der Lucrezia, und, nach einem zweyten dortbefindlichen, einen uns unbekannten Gegenstand ge-stochen. /.auLr I. o. und /ÄLM II. s. n. A.
* — — S. Cazzamga.
Cacciarore, (Carl), ein Bildhauer von Car-rara; lernte bey Franz Schiaffino, und arbeitetezu Genua , wo er seines Lehrmeisters hinterlasseneWerke vollendete. Er blühete um 1765. Katti.
* Caccioli, (Joh. Baptista). /I. giebt, wohlganz irrig, sein Geburtsjahr in 1655. an. G. Ca-nuti hat sein Bildniß gestochen.
* — — (Joseph Anton), des obigen Sohn,der im Lexikon unter dem Art. seines Vaters er-scheint, starb nach seiner Rückkehr aus Deutschland ,in seinem Vaterland. Das Bildniß von F. Galli-Bibiena, an der Spitze seiner Theater-Architektur,ist von ihm gemalt.
Cacherö-Beaurepaire, (Madame),eineKünstlerin dieses Namens erscheint in dem iUmu-naed cles keaux-^rts von 1303 unter der Rubrikder damals zu Paris lebenden Miniatur- undSchmelzmaler.
Cachopin, (Jakob), ein Kunstliebhaber, denwir aber lediglich aus seinem Bildnisse kennen, wel-ches L. Vorstermann nach Vandyck gestochen hat. /f.
Cadagora, (Vivian). Ein Künstler diesesNamens, wird von einigen unter die Schüler vonClaude Lorrain , von andern hingegen bloß zu den-jenigen gezählt, welche ihn häufig zu besuchen pfleg«ten, um sich mit ihm über mancherley Gegenständeder Kunst zu unterhalten. Fiorillo III. 176.
Cadazza, (Vivian). S. Viviani.
Cades, (Alexander), ein Edelsteinschneider,der um 1304. wahrscheinlich noch in Rom lebte.Derselbe schien sich vornehmlich Pichlec zum Mu-ster genommen zu haben. Wenigstens nähertensich seine Arbeiten in Geschmack, Form und Be-handlung, den Werken dieses letztem. Winkel-mann und sein Jahrhundert. S. 358 .
— — (Joseph), ein römischer Maler, nichtunwahrscheinlich Battoni's Schüler, Mitglied derAkademie von S. Lucas, zeigte im I. l ?87 seineschon bekannte Geschicklichkeit in einem Altarbilde,welches für die Kirche zu Fabriano bestimmt war,und fünf Heilige, nebst der Jungfrau Maria unddem Jesuskinde, in Molken über ihnen schwebend,vorstellt; die Hauptfigur, und die schönste, ist derH. Klemens. Einen weit bequemern Stoff, seineStärke zu zeigen, gab ihm im nämlichen Jahre,nach Boccaccio, die Geschichte des Grafen Gual-lieri von Anguersa, welcher unerkannt als Betlerzu London vor dem Pallasie seiner reich verheira-theten Tochter Violante um ein Almosen bittet,und mit der erhaltenen Speise seinen Hunger stillt.Dieses Gemälde ist in allen Theilen, besonders inder Zeichnung und im Ausdruck der Köpfe, sowohl gerathen, daß es der Fürst Borghese in seineVilla Pinciana, wo nur die Werke der beßtenMaler unserer Zeiten eine Stelle finden, aufge-nommen hat. Wahrscheinlich ist es dieses letztreStück, von welchem die Schrift: winkelmannund sein Jahrhundert S. Ziz. sagt, daß mandarinn ein Talent für poetische Erfindung undfieiffiges Studium nach Naphael wahrzunehmen
Caffieri.
glaubte; daß er daher mit demselben schöne Erwar-tungen erregt habe, „welche aber" (wird hinzuge-setzt) »durch keine spätern Fortschritte gerechtfer,tigt wurden." Er soll schon vor mehrern Jahrengestorben seyn,' und einigen Nachrichten zufolge ei»uns unbekantes Blatt: Leonardo de Vinci's Tod, nacheinem dort ungenannten Künstler gestochen haben (?).
Cade«ckino,( )ein Maler von Mailand .Zu Brüssel zeiget man in dem Assembleesaale vierGeschichten von dem Leben Jesu, die man diesemsonst unbekannten Künstler zuschreibt. Mrc.
Cadet, ( )eine Miniaturmalerin zu Paris um 1790.
* Cadi 0 lr, (Johann). II. 250. nennt
ihn einen guten Landschaftsmaler, doch mehr inFresko als in Del; und dann als Stifter der Zei-chenakademie zu Mantua , deren erster Direktorer war.
* Cadore, ( di). S. Litian vecelli.
Cad 0 rln. E. Bolzetta.
* Caelho, (Alonso Sanchez). S. Coells.
Cäsar, (Carl von), war, zufolge der Hand-schriften meines sel. Vaters, ein Bildhauer zuDresden .
Caerham, ( )von einem Kupferstecherdieses Namens kennt man ein Blatt, betittelt:
Lre/arrr et «»France e» i6n.
*Cafa oder Caffa, (Melchior). Mariettegiebt l 6 zo. als sein Geburtsjahr an. Heineckenennt ihn einen Schüler von Bernini , und führtdrey nach ihm gestochene Blätter an.
Caffe , (Daniel), geboren zu Küsirin 1750.Er malte Anfangs schon aus sich selbst sehr ähn-liche Bildnisse, und vervollkommnete sich nachwärtsin der Kunst durch den Unterricht des HofmalerSchmidts zu Dresden , dann des damaligen dor-tigen Pros. Casanova, A. Grafs, und das Studiumnach Mengs. Er arbeitete vornämlich zu Dresden .Roller S. 1?. Meusel ll. sagt von ihm: d? 89 )»Seine Köpfe sollen, ausser der vollkommenstenAehnlichkeit, sehr viel Natur und Wahrheit haben."Wahrscheinlich ist dies der nämliche Künstler, der,als Bildnißmaler von Leipzig , auf den Kunstaus-stellungen zu Dresden von 180Z. und 1305. neuer-dings erscheint, wo er sich noch immer als eingeübter Pastellmaler und Nachahmer der Natur inMengsischer Manier ganz vorzüglich zeigte, undnamentlich auch seine Kunst, alle Arten von Atlasund Faltenwurf auszudrücken, sehr gerühmt wurde.
C affe els, (G. V.) Von einem Kupferstecherdieses Namens kennt /I. das Bildniß des Schis-matiker Lodowick Muggleton.
Caffiere, (Franz de). Von einem Malerdieses Namens wird in der Beschreibung der Galerievon Salzdahlum eine H. Familie angeführt.
* Caffieri, (Joh. Jakob). Von seiner Handist auch das Grabmal, welches die vereinigtenStaaten von Amerika dem bey der Belagerung vonQuebec 1775- umgekommenen General Montgomerierrichten ließen, wovon man eingestochenes Blattkennt, nnd hienächst eine Statue des H. Satyrusin der Kapelle des H. Ambrosius in der Soldaten-Spithalkirche zu Paris vom I. i? 8 c>. Ff. und
Sehr geringschätzig spricht Diderot (Lssaissur lu ?einture P.376) von diesem Künstler; wiez. B. von zwey Büsten von Lulli und Rameau ,welche er 1765. ausgestellt hatte, und die mannur dieser berühmten Namen wegen betrachtet/;und dann vollends von einem Triton (wahrschein-lich der Statue des Wassers, deren auch dasLexikon gedenkt), und von welcher er sagt: Wennman einen Diakon dafür stellte, der ihr den Kopsmit der Stola deckte, würde sie einem Besessenennicht unähnlich sehen, aus dem so eben der Teu-fel fährt.