i 4 c> Calandrucci.
verfertigte auch Bildnisse in Mosaik. Ueber«-Haupt arbeitete er schon mit größerm Fleiß undZartheit als ''eine Vorgänger, obwohl er noch nichtan die berühmten Verbessere dieser Kunst, F. undP P. Christofani reichte. Mmkelmann und seinJahrhundert S. 19z.
* Calandru cci, (Bapt.), welcher im Lexikonunter dem Artikel seines Vaters erscheint, warein Schüler von N. Provcncale. Neben andermhat C. Mass! nach ihm einen H. Niclaus gestochen,der die Dämonen austreibt. L
* — — — (hiacynth), wahrscheinlich
derselbe, den Fiorillo I. 186. cwohl irrig) Jakobnennt In Rom sieht man die Beweise seinerKunst zu St. Antonia der Portugiesen, und zuSt. Paolin della Regola; zu Palermo aber in derKirche St. Ealvador, wo man eine große Ma-donna mit St. Basilius und andern HH. findet.Lausr I. ZZg. Mehrere nach Hiacynth gestocheneBildnisse und historische Blätter aus der Heiligen-Geschichte führt an.
Cakani, (Cartaro). S. den Art. pstitot.
ssalano, (Gaetano), ein Künstler oder Kunst-liebhaber, lebte zu Parma im I- l? 95 - und halfmit verschiedenen Künstlern um diese Zeit dasFreskogemälde von Correggio in der dortigen Non-nenabtey wieder auffinden. Mw.
Calas. Unter diesem Namen hat l'Evequeeinen seine Pfeile schleifenden Amor gestochen. 7 /.
* Calau, (Benjamin), geb. zu Friedrichstadt in Holstein 1724; lernte bey seinem Vater, undgieng r?^3 nach St. Petersburg , wo sein ältererBruder Friedrich Kaiser!. Hofmaler war. Nachseiner Rückkehr ins Vaterland arbeitete er anfangszu Leipzig und Dresden , wo er aber seine Rech-nung nicht fand, und daher nach Berlin kehrte,wo er hingegen den Titel eines Hofmalers nebsteiner Kräng!. Pension erhielt, und 1735 gestorbenist. Ueber seine Erfahrungen in der bekannten(brodlo'en) Kunst des Wachsmalens wollte er eingrößres Werk schreiben, wurde aber durch denTod überrascht. Geyser hat nach ihm das BildnißI. I. Ebert zu Braunschweig gestochen, und I.G Unger ein Brustbild Friedrich II. in seiner neuenManier in Holz geschnitten. und
* Calcagni, (Anton), starb 1593 im 5?stenJahre seines Alters Sein Sohn MichelAngelus,war bey des Vaters Absterben mehr nicht alszwölf Jahre alt; gleichwohl zeichnete er schon sehrgut, und arbeitete mit gleicher Geschicklichkeit ingefärbtem Wachse. Er wählte aber hernach dengeistlichen Stand und ward Chorherr der Cache-dralkirche zu Rccanati, wo er 1667. im LöstenJahre seines Alters starb,
* Ealcar, auch «talcker und Balker,(Jacob), /s. giebt sein Geburtsjahr genau in1499. an. Nach Venedig gieng er 1536. welchesaber dort irrig auch sein Todesjahr heißt. San-drarr sagt: Er habe Raphaels und Titians Styl,so wie er gewollt, bis zur vollkommenen Täuschuugnachahmen können. Die Figuren zu der Anatomiedes Vesalius wurden ihrer Treflichkeit wegen langefür Vecelli's Arbeit gehalten. Die von Calcargezeichneten Holzschnitte der Künstler-Bildnisse indes vasari Vit« (je ?ittorl kamen nachher in dieHände des Buchdrucker Manoleffi zu Bologna , wel-cher davon bis auf fünferlei) Ausgaben verfertigte.
* Caldara, (Polydor), genannt de Cara-vagld. Seine Manier » 8Ar»6to oder ä 8Zrg(liozu malen, ist das, was wir heut zu Lage Grauin Grau nennen, und diente ihm und seinemFreunde Mathurino vortrefiich, die alten Bassori-lievi aufs Täuschendste nachzuahmen. Es wareine — güldene^ Zeit, wo man in Rom ganzeFanden von Häusern dergestalt von ihnen bemaltsah. Bey der Plünderung dieser Stadt 1527. hatteer das Unglück, seinen Freund durch den Tod zu
Caldara.
verlieren. In Messing erhielt er den Auftrag, fürdie Ankunft des von seinen Siegen über die Tu-neser zurückkehrenden Carl V. die Triumphbogen zumalen In Oel arbeitete er wenig. Doch führtvasari von ihm einen reizend colorirten Kreuz tra-genden Christus an; und in neuern Tagen kam derenglische Maler Gavin Hamilton in den Besitz voneinigen andern. Er wollte 1543. eben nach Rom zurückkehren, als er zu Messina ermordet wurde.„Wenn man" (sagt Füßli 1 .192—96.) »die nie-drige Geburt und Auferziehung Polydors in Erwä-gung zieht, und wenn man betrachtet, daß er vondem Stande eines Mäurerhandlangers in einerLehrzeit von kaum 7. und in einem Alter von kaum25 Jahren, nicht nur in Rücksicht auf Komposi-tion, Zeichnung und Ausdruck, der beste SchülerRaphaels geworden, sondern daß er sich, in dieserkurzen Zeitfrist, so erhabene Ideen für seine Erfin-dungen, ein so feines Gefühl für das Große sowohlals für das Leichte, Edle und Anmuthige in For-men und Ausdruck, zu eigen gemacht hat, daßmanche seiner Werke, selbst Raphaels würdigwären; so geräth man in Versuchung zu vermu-then, daß dieser ausserordentliche Mann, untergleichen Auferziehungs - und Gelegenheits - Umstän-den, seinem großen Meister wenigstens gleich ge-worden wäre. Keiner von Raphaels Schülernhat, so wie Polydor, das Studium der Antikenmit genauerer Rücksicht auf die Natur angewandt.
Da seine meisten Vorstellungen Gegenstände aus deraltgriechischen und römischen Geschichte sind, wosich der große Maler ganz in den Geist des Alter-thums zu versetzen suchen muß, und wo folglichdas Studium der Antiken vorzüglich erfordertwird, so wußte dieser große Mann sich sowohlbey der Erfindung, als auch bey der Zeichnung derFormen und Charaktere ganz in den Geist der Alten !zu versetzen, ohne daß man dieses Studium anders, lals nur in der Eleganz, Leichtigkeit und Gewandt-heit seiner Formen, und der genauen Beobachtungdes Kostüms bemerken konnte; da man im Gegen-theil in den Werken seines Mitschülers, des Ju-lius Romanus, die gar zu unbedingte Nachahmungder alten Statüen und halberhobnen Arbeiten, inden Formen überhaupt, besonders aber in denKopfwendungen und Drapperien leicht bemerkenkann. Polydors Figuren vereinigen daher dasleichte, weiche und gewandte Wesen der Natur,mit der Schönheit, Eleganz und Richtigkeit derantiken Formen, und geben mithin, im Ganzen be-trachtet, jenen seines großen Meisters wenig nach«
Die Charaktere seiner Köpfe sind groß, edel undanmuthsvol!; auch die Wendungen derselben sindungleich leichter und kontrastvoller, als die seinesMitschülers, des Julius Romanus. Er hat fastnichts mit Farben, sondern bloß auf Kalk Grauin Grau gemalt- Dem damaligen Geschmacke zufolgen, mußte er seine Kunst meistens an die äussereVerzierung der Palläste und ansehnlicher Häuserverwenden, die er mit Makereyen aus der altenGeschichte, auf Art der halberhobnen Arbeitenschmückte, und die Kunst daran bis zur Täuschungausübte Die Anwendung des Helldunkels istdarin auf den höchsten Grad getrieben; und es istzu beklagen, daß so vortrefliche Werke der Kunst,von Zeit und Witterung schon meistens zernichtetsind, und die noch übrigen das nämliche Schicksalhaben werden; ein Glück jedoch, daß manche derwichtigsten davon, durch gute Kupferstecher derVergessenheit entrissen worden sind." Hierauf zeigtFuMi 43 - der wichtigsten, nach ihm gestochenenBlatter an, und begleitet solche, nach seiner Weise,mit den richtigsten Bemerkungen über Maler undStecher. Die von Galestruzzi eben so geistreichals geschmackvoll geätzten, durften vielleicht allenübrigen vorzuziehen, und wieder unter diesen dieGeschichte der Niobe in fünf Blättern dasjenigeseyn, was den eigentlichen Kunstcharakter Caldara'sam Veßten darstellt. Das, unsers Wissens bis-her reichste Verzeichniß der nach ihm vorhandenenmeist seltenen Stiche aber, ist dasjenige, welchesder wmklersche Katalog in 6 i. Nummern, undüber 150. Blättern giebt-