Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
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Campi.

wahren Coloeisten, aber blöde in Licht und Schat-ten; kleinlich in der Zeichnung, und kalt im Aus-drucke; das Kind verkehre die Augen ganz jäm-merlich. Auch habe sein Sohn Anton selber ihnnicht mehr, als »einen für sein Zeitalter ordent-lichen (raLwnevols) Maler" geheißen, u. s. f.Sein selbst gemaltes Bildniß im Museum Floren-tinum hat Gregori gestochen.

* Campi, (Julius), geb. 1520. nach andernnoch weit früher. Die Anfangsgrüntze lernte erbey seinem Vater; dann wurde er Schüler desEojaro. Einige Zeit genoß er auch den Unterrichtvon Giulio Romano . » Mit Recht" (heißt es beyFioristo II. ^lo.) »kann man von ihm sagen,daß seine^ Werke zu Mailand, Lodi, Piacenza ,und vornamlich zu Cremona , einen größer» Ruhmverdienen, als sie besitzen." Alsdann wird vonihm vorzüglich seine Arbeit in der Kirche der HH.Pelagia und Margretha zu gedachtem Cremona vonCampi angeführt. Wenn es richtig ist, was eineHandschrift meines sel. Vaters sagt, daß er um1530. noch zu Rom und Mantua gearbeitet habe,so müßte Fiorf/ko's Angabe seines Todes in 1572.irrig seyn ^ 7 . führt mehrere nach ihm von C.Cork, G- Mantuano, B. Stefani und Ph. Tho-masiln nach ihm gestochene historische Blättter ausder geistlichen und Legenden - Geschichte an. Lanzi(ll. 357-61,) läßt sich über diesen Künstler, undbey dieser Gelegenheit überhaupt über den Kunst-charakter der Campi sehr weitläuftig und lesens-werth heraus. Unsern Julius insbcsonders betref-fend, sagt er neben anderm: „Den Grund desguten Geschmackes legte er unter Julius Romanus;von ihm lernte er Großheit der Zeichnung, ver-ständige Behandlung des Nackten, Reichthum undMannigfaltigkeit der Ideen, Pracht in der Archi-tektur , und überhaupt das Geschicke, alle Act vonGegenständen zu behandeln. In Rom dann siudirteer Raphael und die Antiken, und zeichnete, nebenanderm, mit wunderbarer Genauheit nach derColonna Trajana- Auch Correggio , und besondersTitian studirte er mit ausnehmendem Fleisse, »ndbildete sich dadurch einen mannigfaltigen Styl,der bald dem einen, bald dem andern feiner Vor-bilder ähnlich sah. So z. B- erkennt man denje-ni -,en von Julius Romanus in seinem St. Hiero-nymus im Dome zu Mantua , in seinem Pfingst-feste zu St. Sigismund in Cremona , und beson-ders in seinen Arbeiten des Herkules, in einemSaal des parmeianischen Schlosses Svragna, denman eine Schule des Nackenden nennen kann; soTitian's Styl in einem andern (dem größten) Altar-blatte in gedachtem St. Sigismund; so Correg-gio's, in einer H Familie bey St. Paul zu Mai-land , u. s. f. Indessen vernachläßigte er, so wenigals die übrigen Campi, über diesem Studium gros-ser Meister dasjenige der Natur nicht. Ueberallzog er sie zu Räch; aber mit Wahl. So seheman z B nur seine schönen Frauenköpfe, die erin der Natur, und zwar meist in der Natur seinesLandes wählte; was man an allen ihren Gesichts-rügen und Bewegungen, so wie an dem Bandihres Haarputzes erkennen kann, das noch heutean den Landtöchtern dieser Gegenden (vormalsauch an den Gtadtjungfrauen) überall zu erblickenwar. Das Colorit dieser Köpfe dann war meistPaulveronesisch; sonst aber Carraccisch, doch mitmehr Anmuth aufgetragen. Von den übrigenCampt (die sich eben in der Färbung und in ihrenKöpfen sehr ähnlich waren) unterschied sich Juliushingegen durch eine gewisse Große; in der Kennt-niß des menschlichen Körpers, so wie in derjeni-gen von Licht und Schatten war er der gelehrteste;auch in der Correktheit mußten ihm seine beydenBruder weichen. Nur Bernardin übertraf ihn."

* — — (Peter Paul, oder Paul), /s. führtnach diesem Bildhauer die von Mich. Sorallogedoppelt, größer und kleiner, gestochene Bild-säule von St. Peter Nolasco an.

— (Vincenz), wahrscheinlich der jüngste

Campora.

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von Galeazzo'S Söhnen, st. I5str. Derselbe warein unermüdeter Gefährte der Arbeiten seiner Brüder.

Er colorirte, wie sie, aber in Erfindung und Zeich-nung stand er unter ihnen. Aus seinen hinterlasse-nen Arbeiten zu urtheilen, wollte erAnronmchr alsJulius gleichen. Dahin gehören vier Abnehmun-gen vom Kreuze zu Cremona ; von welchen beson-ders diejenige im Dome gerühmt wird. Er schienmehr Erfahrung in kleinen als in großen Figurenzu haben. Sechs dergleichen Kabinettstücke vonihm, auf Schiefer gemalt, wurden nach seinemTode mit zoo. Dukaten bezahlt. Er soll auch sehrgute Bildnisse verfertigt haben. Seü es Talents,Früchte zu malen, gedenkt schon das Lexikon.Laur-i II. 362-65.

Campiciucchi, (Marcus), ein Künstler ausRimini , erhielt im I 1305. von der Kunst-Aka-demie zu Mailand einen Preis der ersten Klassewegen drey Gemälden. il/Lc.

Campigli, (Johann), ein italienischer Bild-niß- und Miniaturmaler; hielt sich um 1777. inPotsdam und Berlin auf. Aicolai.

* Campiglia, (Johann Dominikus". Eineziemliche Anzahl Bildnisse von ihm führt /s. undetliche andre Rost I V. 129. an. Hinwieder habenandre, wie z. B- M. A. Corsi, V Franceschini,C. Gregori, I. G- Jakobini, C Mogalli, B.Sgrilliw s. f. Heiligenbilder Titelblätter, Vignettenu. a nach ihm in Kupfer gestochen. Auch als Maler(sagt Lanzi 1 .267.) war er nicht ohne Verdienst,und sieht man von ihm in Florenz Verschiedenes,und sein eigenes Bildniß in der Galerie.

— — ( )> So nennt sich ein neuerer

Künstler, der an dem in 1805. zu Rom erschiene-nen Prachtwerke der 8okols ltslies artiü piclori«als Zeichner Antheil genommen hat. L-n.

* Campion de Tersan, (der Abt). Stattdieses Artikels im Lexikon lese man:

* Campion, (Carl), und sein Prüder derAbbö Lampion de Tersan, Kunstliebhaberund Stecher mit der Nadel und dem Grabstichel,geb. (welcher?) zu Paris um 1740. Die Arbeirendieser beyden Brüder sind nicht immer genau genugbezeichnet Rost VIII. 245. und ^ 7 . führen daherihre Blatter mit dem mehr und minder bestimmtenNamen an, wie jedes derselben bezeichnet ist. DieGegenstände sind sowohl Geschichte als Landschaf-ten und Bildnisse. Lctztre meist nach C N Cochin.Dann z. B. einen todten Christ, nebst Maria undEngeln, nach van Dyck; Abraham der den Jsaakliebkost, nach Rembrand ; eine Eva nach der Zeich-nung von Mantegna , Copie eines Stichs vonMarc Anton; die Landschaften ohne Namen derMaler, u. s. f. Carl muß noch 1769. gelebt haben,von welchem Jahr man eine» Sturm von ihmkennt.

— — (I. A) Einen solchen nennt(1739.)als einen neuern Kupferstecher zu Paris , ohne vonihm ein Blakt anzuzeigen.

— — ( ) Sohn. Und so einen andern,

der die Perspektive des unter Ludwig XIV. errich-teten Justizpallasies zu Paris gezeichnet und ge-stochen hat.

* Camp 0, (Jakob). S. wez-ermann.

* — — oder Campino, (Johann dell).Lanzi (I. 488 ) zahlt ihn unter die Sekte der Car-ravaggicr. Er starb als Königl. Spanischer Hof-maler.

» — — E- auch Campi.

Campora, (Fran;^, ein Maler vonRivarolain dem Gebiete Polcevera, im Genuesischen- Der-selbe studirte zu Neapel unter Solimena . Hernacharbeitete er zu Genua und in Verleiben Gegendfür verschiedene Kirchen historische Stücke in Oekund auf frischen Kalk. Man findet auch von chm

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