Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
162
JPEG-Download
 

i6r Carlone.

wie Grlandi meyne, solches zwar seine vollkom-mene Richtigkeit hat, aber daher rührt, weil dieserSchriftsteller ihn mit Johann Bapt. Casöne ver-wechselt.

Carls ne, (Markus), Maler, Kupferätzer undKupferstecher, geb. um 1750- zu Rom , wo er um1775-1780. blühete. Derselbe hat, nach den Zeich-nungen von F. Smugliewiz,, einem Maler ausPohlen, alle antiken Freskogemälde der Bäder desTitus gestochen, welche eine Folge von 60. Blät-tern in sehr groß quer Fol. ausmachen. JedesStück hat eine besondere Einfassung von Arabesken.Don ihm sind auch die antiken Gemälde in denBädern des Constantins, 12. Blätter, welche inbesagtem I. i? 8 o. zu Rom erschienen sind. RostIV. 257. Eben so soll er auch Zeichnungen zu A.Ambrogi's Ausgabe des Virgils gemacht haben.TITrc.

— — (Niklaus), des Joh. Andreas Bruderund Schüler. Fiorillo II. gor. meint vielmehr,er sey seines Vaters Schüler gewesen. „Der-selbe war der schwächste aus der Familie" (sagtLanzi II. 2. 335.); »nicht, daß es ihm an Talen-ten gebrach, sondern weil er auf dem einmal er-reichten Punkte stehen blieb." Er malte in der KircheSt. Philippi Neri, und in der Kirche del Guastatou. s. w. und starb blind 1714. jm 70. Jahre seinesAlters. IV. L II. ro2.

* — — (Taddäus), geb. 1543 TlTec. *)

Carlos, (Don). S. Carl III.

Carlstee 11, (F.)> Nach einem Maler diesesNamens führt 77 . ein von S. Thomaffin gestoche-nes Bildniß König Carl XII. von Schweden an.

Carl ton, (T ), ein englischer Maler, nachwelchem T. Beard zu London das Bildniß desBischof Johns von Glocester gestochen hat. 77 .

* Carilsuche, das man irgendwo auf Blät-tern finden muß, bedeutet nach 77 . Carl Loch.

Carmandino, (Guido), undGbereo vis-conre, bauten 930 die Kirche St. Maria delleVigne zu Genua . 7 ?atti.

Carmeli, (Frater Simon da), ein Laybruderdes Minoriten-Ordens, malte ein Abendmal Christimit sehr verständiger Architektur, für die KircheMadonna begli Angioli zu Voltri . 7 ?attr.

* Carmigli ano. S. Carigliano, oder viel-mehr, nach dem dortigen Renvoi, Blasius Berri./175c.

* Carmona, (Manuel Salvador, auch bloßSalvador), geb. zu Madrid um 1740. Er kamjung nach Paris , und machte dort solche Fort-schritte, daß er schon 1761. in die Akademie ge-langte. Sein Aufnahmsstück, Susanns im Bade,nach Santerre, war so vortreflich ausgeführt, daßman die ersten Drücke mit 100. Livr. bezahlte.Alsdann (später als das Lexikon sagt) kehrteer in sein Vaterland zurück, wo er im I. 1793.noch lebte und fortfuhr, neue Beweise seiner Talentezu geben. Wir sühren hier einzig von ihm an:Die schönen Bildnisse der Maler Fr. Boucher undColin de Vermont, beyde nach Roslin; seine Copievon Edelinks Magdalena nach le Brün; seinenjugendlichen Johannes den Täufer nach Mengs(dessen Schwester seine Gattin war), und mehrerePlatten zu der schönen spanischen Ausgabe desDonquixotte. Rost. Auch 77 . führt ein Paarseiner Blätter, und dann die mehrern Meister an,nach welchen er gestochen hat.

Caroli.

* Carmontel , (L. C. de). Eine Handschriftmeines sel. Vaters nennt ihn einen bloßen Kunst-liebhaber; 77 . hingegen: Zeichner und Lehrer in derMathematik bey dem Hause Orleans . Derselbezeichnete sehr geistreich und mit großer Leichtigkeitvornämlich Carrikatur, und besaß dabey das Talent,das Charakteristische jeder Person zu fassen, ohnesie damit lächerlich zu machen. Ebenfalls 77 . führteine ziemliche Anzahl derselben (zwischen 1759. u.64.dat.) an, unter welchen sich verschiedene angeseheneund berühmte Personen (wie z. B. Franklin, Mo-zart ), Rameau u. s. f.) befinden. Mehrere dieserBlätter hat besonders de la Fosse gestochen, und77 . wünschte 1789. (wo, wie es scheint, Carmontelnicht mehr lebte), daß jener das Verzeichniß vonallen, mit den wahren Namen ihres Gegenstandsgeben möchte. Eine andre späterhin erhaltene Hand-schrift sagt von ihm: Daß er hauptsächlich durch aufPapier en Transparent gemalte Landschaften, dieman an das Fenster stellte, sich Ruhm erworbenhabe. S. auch den ff. Artikel.

— — ( ). Eine Handschrift meines sel.

Vaters nennt ihn einen Kunstgärtner, nach dessenZeichnungen I. C. de la Fosse den Plan und dieGärten des bey Paris gelegenen und dem Herzogvon Chartres gehörigen Schlosses Monceaux aufiz. Blättern gestochen habe. 77 . hingegen schreibtdiese Zeichnungen (nicht unwahrscheinlich) demobigen L. C. de Carmontel zu, und spricht nurvon 12 Blättern, welche verschiedene Künstlergearbeitet hätten.

Carnevale , (Fra Bartholome). S. Cor-radim.

* — — (Dominikus). Derselbe arbeitetemehr in Fresko als in Oel. Geschätzte Arbeitenvon ihm in letztrer Gattung sollen sich indessen nochzu Moden«, wie z. B- eine St. Epiphania im her-zoglichen Pallaste, und eine Beschneidung im Hauseder Grafen Cesi befinden. 7 )a»L- II. 263.

Carnizero, (Anton). So nennt /V. einenMaler zu Madrid , der für die schöne Ausgabevon Donquixotte mehrere Blätter gezeichnet, undnach welchem Juan Mozedo Fejana das Bildnißvon Don Joseph de Villaciosa, und dann: Diegefangnen Jndier (für ein Gedicht bestimmt), ge-stochen habe.

* Carnulo, (Simon da). Eine Altartafelvon ihm sieht man in der Franziskaner - Kirche zuVoltri , welche zugleich die Einsetzung des Abend-mals und die Predigt von St. Anton vorstellt.»In den Figuren" (sagtLanzi II. 2.28z.) »be-merkt man noch die Trockenheit des Zeitalters.Dafür soll es in den Fernen und in der Perspektiveso vortreflich seyn, daß der berühmte AndreasDoria solches um jeden Preis (doch vergebens)für den Eskurial erhandeln wollte."

* Caro, (Lorenz). S. Cars.

Carscci, (Peter). 77 . will, dem Abbe Ma-rolles zufolge, einen Maler dieses Namens kennen,nach welchem man ein (von ihm ungenanntes)Blatt besitzen soll.

*— — (Philipp), soll, nebenanderm, auchnach den Carracci's gestochen haben. 77 .

Caroli, (Peter Franz), geb. zu Turin 1633.Nach einer Reise, die er nach Venedig und Florenz unternommen hatte, setzte er sich in Rom , undward hier zum ordentlichen Professor der Akademieernannt. Er wiedmete sich der Malerey und Per-spektive, und hat das Innre einiger Basiliken inmeisterhaften Blättern dargestellt. Seine Gemälde

*) Der Stammbaum dieser Carlone wäre somit folgender: Taddäus, und Joseph (dessen im Lerikon selbstebenfalls Erwähnuim geschieht). Taddäus hatte zwey Söhne: Johann und Johann ZZaptista. Josepheinen: Dernard Tommaso. Johann Baptist« drey: Johann Andreas, Nikiaus und Jakob. D>esealle waren Lombarden, und seßhaft zu Genua .

Diego und Carl dann waren Schweizer aus dem Comascischen, Sohne eines ungenannten Bildhauers.

Ob endlich der Römer Markus (der einzige vielleicht noch lebende), von einem der Obigen abstamme, >stuns gänzlich unbekannt.