Caron.
dann find schön colorirt, und von einer kostbarenVollendung. wareler. Auch Fiorillo (l 208 )gedenkt dieses Künstlers, von dem wir hingegenin den wirklichen Quellen keine Spur gefundenhaben, so daß wir kaum daran zweifeln, daß derName merklich mißschrieben seyn muß.
* Caron, (Anton). IV. nennt ihn auch einenBaumeister. T. de Lew hat, neben andern,, seinBildniß, und Gisbert Vänius (1600.) HeinrichIV. zu Pferd gestochen. Er starb r 599 - 78 - Iahtalt. HVrc.
— ein neuerer Kupferstecher diesesNamens von Neapel , lebte daselbst um 1770. undarbeitete, neben andern,, an Hamiltons Alterthü-mern. H. und
— — (Felix), ein übrigens unbekannter Kup-ferstecher , von dem wir einzig ein Brustbild vonSt. Paul (i 78 r.) kennen.
* — — (Niklaus). V 5 . nennt ihn PapillonsSchüler.
— — (Mademois.), eine Malerin, nach wel-cher W ein von Houbracken gestochenes Bildnißdes Corsen-Generals Pascal Paoli anführt.
* Laroselli, (Angelus'. Seine meiste Arbeitbestand entweder in Bildnissen, oder dann inkleinen Stafeleygemälden, worinn er den Stylvon Michael Angelo , nur mit mehr Grazie undZartheit nachahmte. Dieser Künstler hatte dasEigene, daß er, ohne irgend einen vorläufigenEntwurf, seine Ideen sofort aufs Tuch brachte.Dafür sind seine Figuren äusserst regsam, seinColorit saftig, und das Ganze immer wohl ausge-arbenet und fast geleckt. Auch die Manier des Carrravaggio und Andrer ahmte er bis zur Täuschungnach. Eine St. Helena von ihm hielt man für einenTikian, und selbst der große Pouffin zwey seinerKopien nach Raphael den Urbildern gleich. Fürdas hohe Alter, das er erreichte, scheint er weniggemalt zu haben. Law-st l. 487—88
* — — (AntoiV, den IV. nach seiner nachläs-sigen Weise Caroserri nennt. Einige geben seinTodesjahr in 1651. und sein Alter auf 78 an.Derselbe legte sich ausschließend auf die Nachah-mung des Carravaggio. Indessen besaß er zugleichdas Talent, ältere Meister, und zwar von dengrößten, so täuschend zu cvpiren, daß er damitselbst Poussln betrog, der eine seiner Arbeiten demRaphael zuschrieb. Er wurde daher von einigenverläumdet, als ob er die Absicht hatte, seineCopien für Originale zu verkaufen, wovon ihnaber Passer, vollkommen losspricht, und ihn einenvöllig uneigennützigen Mann nennt, der an nichtsanders gedacht, als an die Vergnügungen derLiebe; was dann Schnld an dem wenigen Glückwar, das er mit seinen schönen Talenten machte.Noch schrieb man ihm eine vorzügliche Gabe, andrezu unterrichten, zu. P. A. Pazzi hat nach ihm eineAlte gestochen, die einem Mädchen einen Briefbringt. FioriUo I. , 88-89 IV.
— — ( ) des obigen Sohn, übte um
163z. die Malerey zu Rom , wo er in mittelmas-sigen Glücksumständen lebte. IHrc.
* Car 0 si, ( ) dessen im Lexikon uuter dem
Namen seines Vaters gedacht wird, hieß JohannÄnron. Derselbe wird auch in Beschreibung derKirche St. Maria della Rotunda angeführt. IlVrc.
Laror, ( ) ein Kupferstecher, den VV
nach Strutt, und von ihm ein Blatt: St.Franzisk mit dem Kreuz in der Hand anführt.
* Caroro, (Johann), dessen im Lexikon unterjenes Namens gedacht wird, nennt Lanz, H. 462Z7. einen Schüler und mittelmäßigen Nachahmerseines Bruders, dafür aber einen wackern Bau-meister und Zeichner alter Gebäude; der danebenvie Ehre genoß, des großen Paul Veronese Lehrer
Carpi. 163
zu seyn. Sein Bildniß findet sich auf einer geo-graphischen Karte in einer Beschreibung von Verona ,und in Medaillon mit einem Reverse in dem Buchedes Jul. Torriani.
* Caroro, CarortS, auch Caroti undCarorri, (Johann Franz), des Obigen Bruder.Lanzi II. 237. nennt ihn einen berühmten Bildniß-maler und guten Componisten in kleinern undgrößer» Werken, worinn er bisweilen harmoniöserund edler als selbst sein Meister, Mantegna , er-schien. Sein schon im Lexikon angeführtes Gemäldein der Sakristey St. Thomas zu Verona wurdelange für Raphaels wirkliche Arbeit gehalten Auchkennt man gute Landschaften im Geschmacke seinesZeitalters, von ihm. Er soll besonders viel fürdie Visconti zu Mailand , und für den Hof zu Mont-ferrat gearbeitet haben. Fiorillo II. zs
* Carpaccio, (Viktor), A. Baratti hat seinschon im Lexikon bemerktes Leben und Martyrtodder H. Ursula auf neun Blättern gestochen. AuchI. Leonardis hat nach ihm gearbeitet; wie z. B.Apoll und Marfias, den betrunkenen Eilen, u. a.Von dem Urbilde des erstem (der Geschichte der H.Ursula) bemerkt Zanerri, daß das Volk noch aufden heutigen Tag solches mit Vergnügen und Er-staunen betrachte, und schließt daraus, daß derKünstler die Wahrheit in seinem Herzen getragen.Noch führt Lanzi II. 50.) über ihn und von ihmVerschiedenes an, und nennt neben andern» seineReinigung im Tempel, zu St. Job in Venedig , woer den Johann und Gentile Bellini nicht weichendürfe. Freylich fehle es bisweilen dem Fleisch ander gehörigen Warme, und seine Conture dürftenzarter seyn; was aber mehr dem Zeitalter seinerBildung zuzuschreiben sey Er lebte noch ,520.
Carpenrier, (C. le), ein französischer Zeich-ner und Kupferstecher, der, nach VV um 1739. zuParis arbeitete. Wahrscheinlich der nämliche, vonwelchem eine Handschrift meines sei. Vaters sagt,daß er nach Berghem,.Patel u. a. gearbeitet habe.Ob dies etwa der nämliche sey, der in neuernTagen als Landschaftsmaler zu Rouen auftrat,und unten, als Lecarpenrier erscheint, ist unsnoch unbekannt.
— — (F. Damianus), ein Kunstliebhaber,Benediktiner - Ordens, nach dessen Gemälde manein Bildniß des Kardinal Infamen Ludwigs, vonN. Billy gestochen, kennt.
* — — (Matthäus le). Im I. I? 58 - gab ergeatzte Zeichnungen für die Baute des Rathhanses zuRouen anö Licht. Dann hat Loyer auf fünf Blätternden Plan und Aufriß des Platzes Ludwig XV. dasilbst, und le Mire eine Statüe nach seinenZeichnungen gestochen. Er starb zu Paris 177z.
und IHrc.
— — S. auch Lecarpenrier.
* Carpenriers, (Adrian). /V. nennt ihnersten Maler des Monsieurs.
Carpi, (Hieronymus ), auch Girolimino, und(was minder bekannt ist) nach seinem wahren Fami-liennamen Hieronym. Grasfi (s. Guarini Ckiessüi sserrara p. 256.). Einige zanken sich über dasGeißhaar: Ob er da oder de Carpi geheißen habe ?Wahrscheinlich fällt das von bey ihm ganz weg.Bey Garofolo gieng er um 1520. in die Schule.Dann studirte er auch nach Raphael; doch warseine Manier meist des Correggio's seine, mit einerBeymischung von der des Parmegianino. Vonden Werken des erster» copirte er bald Alles, wassich davon in Parma und Modena fand, so daßFiorillo il. 228 und 529. sich für überzeugt hält:Daß von den vielen angeblichen Wiederholungender Bilder von Allegri, welche ihm selbst zuge-schrieben werden, die meisten von Carpi sind;und daß derselbe den Geschmack an den Werkendieses göttlichen Meisters weit mehr verbreitet habe,als es selbst die eigenen Schüler dieses letzter»X-r