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nicht gethan hatten. Lern?» (II. 2. 239—^0.) hin-gegen scheint zu glauben, daß er fich in Manchem,wie z. B. in den leicht anliegenden Drappcrien,besonders aber in seinen Köpfen mehr den Par-megianino zu seinem Vorbild gewählt habe. Seineauch im Lexikon angeführten Gemälde zu St. Sal-vator (eine Madonna mit St. Rpchsis u. a. Hei-ligen) und eine St. Epiphania zu St. Martin inBologna nennt er Arbeiten die dem Beßten aus-er römischen und lombardischen Schule gleichen.Selbst -er große Titian empfahl ihn dem HerzogeHerkules II. von Ferrara , für welchen er, theilsallein, theils in Gesellschaft seines Lehrers Garo-falo, Vieles hauptsächlich in Fresko malte. Zu«rsterm gehört Verschiedenes in dem kleinen Pal-laste; zu letzterm die Logen in dem großen, mitden Bildnissen dex Herzoge (1536.), deren Lebhaf-tigkeit eben so sehr als die Schönheit der Neben-werke von Perspektiven, kleinen Landschaften u.s. f. allgemein bewundert wird. In dem Stylseiner Figuren hatte er, nach ihm, Niemand seinesGleichen. Sein Colorit betreffend (bemerkt Baruf-saldi) wurde er in den Schatten, mit zunehmendemAlter, immer dunkeler. Seine Oelgemälde warenäusserst selten. Daß er auch in der Baukunst er-fahren war, bemerkt schon das Lexikon. In derVorrede zu Grraldl's Trauerspiel: Orbeccke(?er-rsr. 1547.) dann liest man, daß die Architekturund Malerey der dafür zugerWeten Szenen eben-falls von unserm Künstler herrührten, der, wieschon das Lexikon bemerkt, auch die Baukunst übte.Vasari, der ihn 1550. zu Rom kannte, giebt seinenTod schon in 1556. an. Nach seinen Cartonswurde noch Verschiedenes von seinem (einzig be-kannten) Schüler Hipp. Costa zu Mantua angeführt.Mehrere Schriftsteller, wie z. B. Falerri (6s belloLicamdrico 4. Venst. 557. p. 88.) Eiraldi (6slleco8e 61 k'errara 8- klrevr:. 556.) und Eanani inder Vorrede des seltnen Werkes: NusculorumIiumalli corporis pisturatg 6Issectio, reden mitgroßem Lobe von ihm. Noch kennt man, nacheiner Zeichnung von ihm, eine sitzende Madonnamit dem Kinde und mehrern Aposteln von Scac-ciati, und den Streit des Marsias und Apollo,nach einer seiner Skizzen, von Oesterreich .
* Larpi, (Hugo de). In einem von Tirabo-schi angeführten Contrakte dieses Künstlers nennter sich selber: ki^Io 6sl Lonte ^llonsa 6e ?Ä-nicko, Pfalzgrafen und Notars, dessen Familiezu Ende des X V. Jahrh, von Parma gezogen war.Wie Rost (III. 69.) meint, geb. zu Rom umi 486 . Als Maler ordnete man ihn zur Klasse derSchüler Raphaels; und erst, da er als solcher keineglücklichen Fortschritte machte, scheint er sich aufdas Formschneiden gewandt zu haben. Was immerüber die Geschichte der sogenannten Kunst, in Hell-dunkel zu schneiden, schon vielfältig erzählt undgestritten worden, bleibt so viel ausgemacht, daßHugo der erste war, der solche in Italien geübt hatte.Soft (1. c.) und A., dann der Mnklersche Katalog(der sich überall durch genaue Beschreibung und rich-tiges Urtheil ausnimmt, und in Absicht auf die Zahlder reichhaltigste ist) führen die Blatter an, die nachihrer Meinung zuverlaßig von ihm nach Parmesan,Raphael, Nossi, Salviati und Pierin del Vaga ,geschnitten worden, und oft um so viel schwerervon denjenigen zu unterscheiden sind, welche Ant.da Trenta, Andr. Andreani u. a. in gleicherManier gearbeitet haben, da solche meistens wederden Namen des Malers oder Zeichners, noch den-jenigen des Stechers trugen. Für sein erstes Blattwird die Eibylle mit dem ihr vorleuchtenden Kinde,nach Raphael (ohne Carpi's Namen), und für seinMeisterstück, in vier Farben, der Diogenes vor demFasse, den Hahn zur Seite, nach Parmesan undmit Hugo bezeichnet, gehalten.
— —, (I.), ein Maler, von dem wir nichtsanders wissen, als daß er um 1700. zu Amsterdam gearbeitet habe.
- — — (Thomas). Von ihm wissen wir,
so wenig als das Lexikon, nichts weiter, als daßsolcher des Hieronymus Vater und erster Lehrer war.
Carpinettl, ( ) ein portugiesischer Kup-
ferstecher ; arbeitete um 1760. Nach ihm kennt mandas Bildniß des Sebastian Jose de Carvalho eMello, Marchese de Pombal, nach PellegrinParodr.
* Carpr 0 ni, (Julius). Sein Engelsturz inder Kirche St. Michael zu Venedig ist mit vielemFeuer componirt, und in einem großen Geschmackegezeichnet. Seine beßte Arbeit muß man indessenin den Pallästen zu Vicenza suchen, wo er seineschönsten Jahre verlebte. Meist malte er nur imKleinen; die Figuren in der Größe, wie die Has-sano. /.LMLr II. 170. Mehrere von ihm selbst ge-ätzte Blätter sind mit einer leichten und geistreichenNadel, in Guido s Manier ausgeführt; nur zeich-nete er die Umrisse weniger sicher, und zumal dasNackte minder korrekt wie dieser. Hingegen bemerktman fast in allen seinen Erfindungen eine gewisseSittsamkeit, und auf allen seinen Gesichtern denAusdruck der Gutmüthigkeit. Soft IV. 17-19-welcher eben so wie //. das Verzeichniß aller be-kannten Aetzarbeiten dieses Künstlers, letztrer auchdasjenige verschiedener, nach ihm, von andern(wie z.B. von B. Boffi, I. de Leonardis, Mechau ,P. Michieli, Monaco , I. C. Müller und Richter)gestochenen Blätter giebt. Im Gantkatalog vonBrandes werden: Die scherzenden Amorine,Silens Lustbarkeiten und der geschundene Marsiasvon Leonard!, so wie ein Bacchanal von Mechau schön genannt.
«tarpser, (Peter), ein deutscher Baumeister,Welcher lediglich durch sein Bildniß, von Steingemalt, und von Bemigeroth gestochen, bekanntist. S.
* Earpus. Von diesem antiken Edelstein-schneider sagt Murr S. 46. »Er scheint sich Sostrastus zum Vorbild gewählt zu haben, dessen Schülerer vielleicht war; steht aber in der Zeichnung undAusführung weit unter ihm." Murr kennt nochvon ihm einen Herkul und Dejanira in Karniol,ebenfalls aus dem Kabinette zu Florenz .
Earr, ( ) Baumeister aus Dork, ein Künst-
ler der sich um 1765. durch Geschmack und Wis-senschaften rühmlich bekannt machte. Das Land-gerichtshaus dieser Stadt ward nach seinen Rissenaufgerichtet, welches alle andern im ganzen Landeübertrift. Volkmann Th. IV. S. 131.
— — ( ) ein englischer Kupferstecher, von
welchem Strurr eine in 1663. gestochene Land-charte kannte.
* Earracci, (AntoiV, Augustins natürlicherSohn, war von einer gewissen Jsabella in Venedig 1583 . (nicht 85 - wie das Lexikon sagt) zur Weltgebracht, und von Tintorett aus der Taufe geho-ben. //. glaubt, daß der Beyname Gobbo de»(arracci nicht (wie das Lexikon meint) ihm, son-dern P. P. Gobbo gegeben worden, da Anton zwarviel an Leib und Gemüth litt, aber, soviel bekanntsey, keineswegs übel gestaltet war. Dagegen soller den Namen Tognerro (wohl Diminutiv vonAnron) getragen haben. Zu Rom arbeitete er mitvielem Feuer, schweifte aber dort in der Liebe miteiner gewissen Rosanna Leonina von Meffina sosehr aus, daß ein früher Tod ihn dahin raffte.Durch Lanfranco verführt, soll er sich als einenoffenbaren und gefährlichen Feind von Domini-chino erklärt, und eben so mit Badalocchi gegenLudwig Carracci (seines Großvaters Bruderssohn)gemeinschaftliche Sache gemacht haben. Rom undBologna besitzen verschiedene vortrefliche Arbeitendieses Künstlers. FiorrHo II. 524. L kennt,neben dem im Lex. angeführten historischen Blattenach ihm (Th. III. 677. und 729.) noch zweyandre, und noch darüber drey Landschaften, von»Grafen Caylus geätzt. Eine Madonna, welcherder junge Johannes Früchte anbietet, nebst dem