Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
168
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i6g Carrara .

Michele in Bosco, bey Bologna. Diese, so wieeinige seiner vornehmsten Stafeleygemälde, nebstden beßten Stichen nach denselben werden ebenfallsvon Füßli (I. c. 124—32.) sehr richtig beurtheilt.Das reichste Verzeichniß aber, aller nach ihm ge-stochenen, und einiger weniger von ihm selbst ge-ätzten und mit dem Grabstichel beendigten Blatterfindet sich abermals bey Heinecke 111. 618—27.letzt« auch bey Rost (III. 246—47 ), der davonrichtig urtheilt: »Obgleich dieselben nicht denWerth derer von Augustin und Hannibal haben,so sind sie doch mit vieler Sicherheit vorgetragen,und alle Aussentheile seiner Figuren meisterhaft ge-zeichnet, so daß sie von Kennern ebenfalls sehrhochgeschätzt werden". Auch nach Ludwig dürftenein Paar neuere Blätter im winklerschen Katalogenthalten seyn. Noch müssen wir hier, am Schlüsseder Artikel, welche zumal von den drey eigentlichgroßen Lichtern unter den Carracci handeln, be-merken: Daß von ganzen Folgen von Blättern nachdenjenigen Werken, welche entweder einen odermehrere derselben zu Urhebern haben, sich das ge-naueste Verzeichniß ebenfalls bey Heinecke (1. c.614—iZ.) findet; worunter die Galerien Farnese,die Gemälde im Pallaste Magnani zu Bologna ,und in St. Michele di Bosco, dann die sogenantenAusrufer von Bologna , und einige Hefte Land-schaften vornehmlich gehören. G- endlich hierüberauch Fiorillo (II 522—23.1 dem wir noch über-dies die unten stehende Stammtafel der FamilieCarracci zu verdanken haben *). Was über Au-gustin, Hannibal und Ludwig gründlich Ge-dachtes und vortreflich Gesagtes in der SchriftWinkelmann und sein Jahrhundert zerstreut zufinden ist, s. dort S. 167. u. ff. 170.176. 182. 193.202. 214. 217. 220. u. ff. 364. Dann bey Lanzi:von Anton II. 2. 90. von Augustin I. 86. 472.II. 332. II. 2. 72. 83- u. f. f. Von Franz II 2 90.Bon Hannibal I. 471. 614. II. 331. II. 2. 72-85«u. s. f. Von Ludwig I. 2i4- 447 472. I I. 2. 70.8t. u. f. und endlich von Paul in der Vorrede S- X.

Carrara , (Johann). Nach einem Künstlerdieses Namens hat R. Sadeler ein Bildniß ge-stochen. Mrr.

* Carrari, (Balthasar und Matthäus). AuchLanzi II. 2. 30. kann das Gemälde von ihnen,dessen das Lexikon gedenkt, hauptsächlich seinerGrazie wegen, nicht genug rühmen, so daß eseinem daneben stehenden von L. Longhi kaum weiche.Auch befinde sich auf demselben das Bildniß einesdieser Maler, in der Figur von St. Peter, undRondinello's seines in derjenigen von St. Bartho-lome'. Sie lebten um 1511. der vielleicht ihrMeister war. vasäri gedenkt nicht einmal ihresNamens.

* Carravaggio, (Franz). Vielleicht warderselbe von der Familie da praro. S« im LexikonFranz dal praro.

— — (Peter Paul), ein Baumeister zu

Mailand ; ist als Lehrmeister von Cesür Fioribekannt. HLc.

* — — s. auch Polydor Caldara und M. A.Merigi.

* Carre', auch Carree, (Franz). NachA. starb er 39« Jahr alt. Sein geätztes Leichen-gerüst des Prinzen von Oranien ist von 1664.

") pinzenz, der Schneider.

Ludwig. Paul.geb. iLLZ.

Des Pauls (Ludwigs Bruder) gedenkt auch das Lerikvn.wissen, nicht Künstler.

Carree.

* Carre', (Heinrich), Franzens Sohn.weyermann giebt sein Todesjahr in 1628- an.Houbraken hat nach ihm das Bildniß von W.Brakel gestochen. A.

* — — — — Heinrichs Sohn, der imLexikon unter seines Vaters Art. erscheint. Nach//. arbeitete derselbe zu Leyden gemeinschaftlich mitseinem Bruder Abraham; und beyde hielt man fürvorzüglich geschickt, flammändische Gemälde zucopiren. Das Blatt: In Uarckande äe poissonz»ist nicht (wie sudelt) nach ihm, sondern nachMichel C. gestochen.

— — (H.) So nennt sich ein Kupferstecherauf einem Bildnisse Jak. Franz Chereaus, inTuschmanier.

* — — (Jakob). Nach Fiorillo III. 191.wiedmete er sich ausschließlich dem Bildnißmalen.

* — — (Michel). Franzens jüngerer Sohn.E. Kirkel hat nach ihm in Zeichnungsmanier eineLandschaft mit Vieh, und Beauvarlet eine Fisch-händlerin gestochen. Don ihm selbst kennt man einegeatzte Landschaft, ebenfalls mit Vieh (im Hinter-gründe den Vesuv ) nach einem ungenannten Maler.

und der Winklersche Katalog, welcher (exunAue leonem) besser als der H. von Heineckeselber wußte, daß dasGemald von erwähnter Fisch-händlerin sich in — des letztem Kabinette befand.

— — (Niclaus). Von einem Kupferstecherdieses Namens kennt man ein Blatt zu Ehren desKardinals von Richelieu von 1631.

Carree auch Carre', ( ) So nennt schon

Basan (seo. L6.) einet! (1781.) jungen Künstler,der mit Farben und lavirt nach Freudenberger,Prevost u. a. gestochen habe, und von dem ernamentlich: le stetour des Ekamps und: la 6a-lan^oirs anführt. Ohne Zweifel ist dies der näm-liche Carree der im I l8c>3- neuerdings erscheint,und damals unter der Leitung des Malers le Barbierdes ältern, ein Blatt in Crayon-Mauier: Christus,wie er lyit seinen Jüngern das Abendmahl halt,in Figuren von Halblebensgröße geliefert hat,welches Landon (Annal. II. 223—24.) eines derbessern unter den neuern in gedachter Manier kennt,„ die sich " (wie er nebenbey bemerkt) »zum Vor-theil der Schüler in der Zeichenkunst wieder täglichvermehrten, welche sonst, seit der Wiederherstellungeines bessern Geschmacks, die ehemals durch ganzEuropa verbreiteten, nach dem Styl eines le Meine,Boucher u. s. f. ausgefertigten Blätter erwähnterArt nicht mehr ohne Nachtheil zum Nachzeichnengebrauchen konnten. Eben so vermuthen wir, daßein, ebenfalls von Landon (1. c. I. 28?) ange-führter, hier wohl durch Druckerfehler Correegenannter Künstler, von welchem er zwey, gleich-falls in Crayon-Manier, nach der Zeichnung ronMademois. Bouillard, mit Anmuth, Leichtigkeitund Kraft gestochene jugendliche Kopfe «die Auf-merksamkeit, und die ruhige Freuds kennt, kein andrerals unser Carree sey, den die Handschrift einesFreunds Carre', und Schüler von Janinet nennt«Und endlich ist es wohl alles der nämliche Carree,der ganz unlängst 1806.) ein Blatt: Belisar (dasStudium, welches David seiner Zeit von dieserFigur in Rom gemacht hatte) nach der Zeichnungvon Bonvalet gab.

Anton, der Fleischer.

Augustin. Hannibal. Ioh. ülnlvn.geb. 1557. geb. izös. j

Anton Franz

geb. - 58 Z. geb. 1595.

Iah. Anton (Franzens Vater) war, so viel wir