Band 
Zweyter Theil [1].
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174
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174 Castelfraneo.

nach welchem C. van Daten das Bildniß von I.G- van Enden gestochen habe, und dem dann Lebenfalls jenes Schäferpaar zuschreibt.

* Castelfraneo, (Horaz da). Floristo Ist109. nennt ihn einen von den schätzbaren Künst-lern, die den Litian nachahmten, zu dessen Zeitener lebte, dabey aber mehr als andre zugleich einNaturaliste war. Nur wenige aber gute Fresko-arbeiten von ihm, siehet man zu Venedig .

Lastellacci, (Augustin), ein Maler vonPesaro, Schüler von Cignani , der aber selbst inseiner Vaterstadt wenig bekannt war. Lau«» II.s- 193.

* Castellamonre, (Amadeus Graf von).Andere (gläublichere) Nachrichten schreiben dieZeichnungen zu dem im Lexikon angeführten Werkeüber den Pallast der Venerke bey Turin dem G- F.Baroncello, und die Kupferstiche dem G. Lasnierezu. Akc.

Castellan , c ) Schüler von C. Daten-clennes. Schon auf der Ausstellung zu Paris von1300. sah' man von ihm eine Aussicht der StadtAthen und ihrer vornehmsten Gebäude, vom Ein-gänge in die akademischen Gärten genommen. OhneZweifel derselbe, der im ^imanacti äes steaux-t^rts von iZoz. unter der Rubrik der damals inParis lebenden Landschafts » Marine- und Archi-tekturmaler angeführt wird. Fiorillo III. 533-glaubt, daß er zu denjenigeu neuern französischen Künstlern gehöre, welche mit der Zeit sehr vielleisten werden. Landen hingegen (Annal. 1.145.)urtheilt: Daß er seinen Mitschülern Berlin undChauvin bisdahin nur von Ferne folge, und seinTalent noch großer Ausbildung bedürfe.

* Castellani, (Joh. Bernhard). Derselbearbeitete noch um 1563.

— — (I. Maria), soll, nach den Zeichnun-gen von P. Beretino, anatomische Tabellen gesto-chen haben. Mrc.

* — — (Julian). S. Castellazzo.

Castellanus, (Vmcenz). Nach einem Künstlerdieses Namens hat W. Hollar 1651. das Bildnißdes Kupferstecher und Kunstverlegers Franz vanWyngarde geätzt. 2st

Castellar, ( ). So nennt einen Ma-

ler, nach welchem Voye's der jüngere: 1e petirlavorl, und: la l'ourterelle ctierie gestochenhabe.

«fast ekle, (M. F- A.), ein Künstler zu Paris .Nach feiner Zeichnung hat P. C. l'Eveque (1765.)den Schauspieler le Kam in der Rolle von Gengis-Kan gestochen, /st

* Castelli oder Castello, (Bernard), geb.zu Albaro, einer Vorstadt von Genua . Seinenzweyten Lehrer, Luc. Cambiaso, ahmte er zumLauschen nach, suchte die nämliche Leichtigkeit zuerlangen, und verfiel auch in die gleichen FehlerDaßer nämlich, um geschwind zu arbeiten, die Naturverabsäumte, und sich einzig seinen Ideen über-ließ. Er war ein geschickter Zeichner, aber manie-rirt. Mit einem überströmenden Genie, das abernicht von genügsamer Urtheilskraft geleitet ward,gefiel er sich in großen Zusammensetzungen, inwelchen man große Fehler um so viel leichter ver-bergen kann. Sein Farbenton war gut. wareletund Levesque. Fiorillo (II. 880.) bemerkt (imgeraden Gegentheil vom Lexikon) daß Er die dama-ligen Dichter seines Vaterlands für ihre Lobsprüchemit ihren Bildnissen und andern Arbeiten von ihmgelohnt habe. Wie dem immer seyn mochte —die Verbindung mit denselben hatte hauptsächlichden Vortheil für ihn, daß sie ihm zu seinen Kunst-werken die schönsten Ideen von Allegorien u. s. f.gaben. Dieses that besonders der große LyrikerChiabrera; daher man auch in seinen Gemäldenmehr als gemeine Gelehrsamkeit, und eine große

Castelli.

Mannigfaltigkeit der Erfindungen antrift. Ueberfünf (nicht zwey) verschiedene Ausgaben des Lassomit Kupfern nach C. Zeichnungen s. L und Fio,riüo I. c. 88r. Im I- 1604. begab er sich nachRom . Sein Bild für die Vatikans - Kirche,Petrus der auf dem Wasser geht, wurde durchFeuchtigkeit jenes Gebäudes zerstört, und hieraufvon Lanfranco erneuert. Man kennt ein kleinesBlatt darnach von Callot . Eine H. Vinzenz Fer-rerius von ihm findet sich in St. Maria Minerva,andres im Pallaste Bentivoglio auf dem Quirinal ,u. s. f. Hauptsächlich aber ist Genua voll von sei-nen Arbeiten, die man deswegen nicht minderschätzt, da man ihnen eine gewisse Unverlcgenheit,und eine gewisse Grazie nicht absprechen kann.Ueberhaupt arbeitete er nur mit allzu großer Fer-tigkeit; daher denn freylich Vieles aus seiner Handhervorgieng, dem es durchaus an genauer undfleiffiger Vollendung gebrach. In Rom (sagtLanzi II. 2. 299.) wo man damals mehr Kraftin der Kunst suchte, und an Vasari's und derZucchari's Geschmack einen Eckel gewonnen hatte,an deren Farbengebung so wie an ihre Eile seineWerke nun wieder erinnerten, fand er daher wenigBeyfall. Noch bemerkt Fiorillo (1. c. 882—83)über ihn: „Castelli vereinigte zwar viele Eigen-schaften in sich, die sonst in dem Grade seltenbeysammen angetroffen werden, ließ sich aberdurch Eifersucht zu mancherley Schritten verleiten,die ihm wenig Ehre brachten. So nahm er ander Verfolgung des Paggi warmen Antheil, ver-band sich mit der diesem vortreflichen Künstler ent-gegen arbeitenden Rotte, und drang mit Strengeauf Erhaltung der alten Statute, welche wederihm noch der Kunst Ruhm verschafften. Er sollauch sehr gute Bildnisse gemalt haben. Mehrerenach ihm gestochene Blätter (so z. B- eineEmpfäng-niß Mariä, von sieben verschiedenen Meistern;die von C. Galle soll ein schönes Blatt seyn)findet man bey L S. unten valerius C.

* — — (Castellino), Bernards Verwand-ter. Seine Kompositionen waren nüchtern, wiedie seines Meisters Paggi. Auch war er meistcorrekt und elegant. So z. B. in seinem Pfingst-fesie auf dem Hauptaltar des H. Geists-Kirche zuGenua . Indessen erwarb er sich doch durch Bild-nisse den größten Ruhm — noch mehr als durchChiabrera's und Marino's Verse, denen er auchdie ihrigen gemalt hatte. I-ausr II. 2. 314. Ober nicht in dieser letzter» Stelle in Bernardverwechselt wird?

— — (Christian Gottlob), geboren zu Dresden 1741; lernte nach seines Vaters Tode bey demTheatermaler Müller. Er malte mit Beyfall Opern-Dekorationen und Landschaften mit Oel- und Was-serfarben. Bester. Er starb 1799.

* — — (Christoph). Nach Lanzi II. 237-soll dieser Name, den ihm vasari giebt, irrigseyn, und er vielmehr Caselli, auch Christophvon Parma, und il Temperest» heissen, und,nach Ridolfi, ein Schüler von Johann Bellino ge-wesen seyn. Eine Tafel von ihm im Saale derConsortiali zu Parma (welche von der im Lexikongenannten verschieden seyn dürfte, doch sich eben-falls von 1499. datirt) wird sehr schön genannt,und überhaupt dieser alte Künstler von Grap-paldo lie xartibllg soclium hoch gepriesen.

— — (Fabrizius und Granello), zwey Söhnedes nachfolgenden Johann Baptist«'«, welche ermit sich nach Spanien nahm, und deren das Lex-nicht gedenkt. Letztrer mochte jedoch, wie Rarstmeint, bloß sein Skiefsohn (von Joh. Bapt. Gattinin erster Ehe mit Nic. Granello erzeugt) gewesenseyn. Wie aber dem immer seyn mag , beyde wer-den von verschiedenen Schriftstellern (wie z. B vonvelasco, und dann von dem P. Samt There-fiano und dem P. Mazzolani Girolamino inihren Beschreibungen des Eskurials-, als geschickteMaler und Gehülfen ihres Vaters gerühmt, undzumal wegen der Mannigfaltigkeit, Bizzarrerie (?)