Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
175
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Castelli.

und dem schönen Colorit ihrer Werke hochgepriesen.Lmr« H. 3. 269.

* astel 1 1, (Franz), der Flamänder. SeineArbeit war fein und gefeilt. Ein Altarblatt vonihm stehet man in St. Rocco zu Rom .

I. 459 -

* — — (Johann Baptist). Für die KöniginMargaretha von Oestreich mußte er (1599) dasSchweißtuch kopiren, welches in St Bartholomäozu Genua aufbehalten wird. In Marino's undAndrer Gedichten wird seiner oft mit Ehren ge-dacht. Frorillo I. 873 -

— (Joseph Anton). Lanzi II. 475 .nennt nicht JoP. Mama, sondern Joseph Ma-riani seinen Lehrer.

— — (Lorenz), ein Maler zu Florenz , lerntebey Vincenz Dandini. Ikkc.

* — — (Niklaus). ttappellkm's Sohn,

stand zur Zeit, da Soprans schrieb, in großemRuf. Er lebte noch um 1663. II. 2. 314.

*— — (Salvius), nach welchem C> Bloemart,zufolge, ein Heft antiker Statuen gestochenhat, ist der unten folgende S. Lastellucci.

* — — (Valerius), der einzige von Bern-hards Söhnen, welcher in der Kunstgeschichte einewirklich ehrenvolle Stelle behauptete. Schon alsKnabe verrieth er eine leidenschaftliche Liebe fürdie Kunst, und besuchte die Schule des Sarzana .AIs er sich, nach seinen Reisen gen Mailand undParma, wieder in seiner Vaterstadt Genua nieder-ließ , malte er mit ungerheiltem Beyfall eine großeAnzahl Bilder, welche, wenn man ihre mechanischeAusführung betrachtet, spielend aus seinen Handenhervorgegangen zu seyn scheinen. Aus dem Styledes Correggio und der Procaccini, verbunden miteiner ihm eigenthümlichen Grazie, bildete er sich(sagt Lanzi 1 l. 2. 309-10.) eine Manier, welcheman ganz die seinige und einzig nennen kann.Wenn er nicht immer am korrektesten war, so ent-schädigt er dafür durch das Wohlüberlegte in seinerKomposition; durch sein Colorit, sein so schönesHelldunkel; durch das Fröhliche, Leichte und Aus-drucksvolle jeder seiner Pinselstriche. Auch in Freskoarbeitete er sehr gut, gefallt selbst neben einemCarlone, und erscheint z. B. in St. Martha zuGenua noch grandioser, als dieser u. s f. , Zuseinen vorzüglichsten Werken werden eine Empfäng-niß Maria in Madonna de Gerbino, eine TaufeSt. Jakobs in St. Jakob della Marina zu Genua ,und, neben dem Sabiner-Raub im Großherzogl.Pallaste zu Florenz , noch ein andrer im PallasteBrignola zu Genua gezahlt. Wahrscheinlich istdas erstgenannte dieser Gemälde von //. irrigseinem Vater Bernard zugeschrieben worden. (S.oben dessen Art). Ein schönes Blatt nach ihm:David und Bathseba, von H. Hudson in Schwarz-kunst geschabt, nennt der Gantkatalog von Bran-des. Rarer giebt sein Todesjahr schon in 1657.an. Fiorillo II. 908—9.

*LasteIlini, (Jakob). Derselbe arbeiteteum 167z. LamM II. 2. no.

Cafte! l 0, (Jakob), wird in pinellr's Katalogals ein Künstler angeführt, welcherFrüchte, Vogel,Fische u. s. f. gemalt hat.

* Castellucci, (Peter), des nachfolgendenSalvius Sohn, dessen im Lexikon unter dem Artikelseines Vaters gedacht wird, malte ebenfalls inCorwna's Geschmacke, erreichte aber Salvius nicht.

I. 26z.

* — — (Salvius), geb. in Arezzo ; ein

wackrer und fertiger Nachahmer des Cortona , undeiner der beßken Coloristen, die aus dieser Schulehervorgegangen sind Seine vorzüglichsten Werkefinden sich in dem Dom und andern Kirchen seinerVaterstadt In dem Stadthause daselbst siehetman auch ein Freskogemälde, (Madonna unter den

Castiglione. 27A

Schutzpatronen von Arezzo ) von ihm. Indessenmalte er besser in Oel. l. 262—63. Auch

Rom besitzt von ihm einiges von Belange. Fio-rillo I. 440.

Lasti, (Hannibal), ein Künstler nach welchemC. Ciamberlano gestochen hat.

* Castiels, (Franz von). Derselbe ist viel-leicht mit dem obgcdachten Joseph Franz tastestdieselbe Person.

tastiglia, (Marc Anton) So nennt A. einenKünstler, nach welchem A Clouet eine St. Mar-garetha im Brustbilde gestochen hat.

* CastIgIi 0 ne, (Franz). Lanzi II, 2. 329.bemerkt zwar auch daß sich in V-ankua Nacyah-mungen seines Vaters best den, die sich der Kunstdieses letztem nähern Nachher setzte er sich zuGenua , wo er Thierstücke malte, welche mittel-mäßige Kenner für Johann Benedikrs Arbeithalten.

* — — (Johann Benedikt), wegen feinemeigenthümlich schönen Colonr Gregberro genannt.In van Docks Schule (während desselben Aufent-halt in Genua ' übertraf er fast alle, die sich dortzu gleicher Zeit mit ihm bildeten Indessen bemerktdie Schrift: KVinkelinann und sei:: Jahrhun-dert (S. 178) sehr richtig, daß in seinen Werkennichts zu finden sey, was uns namentlich anseinen Meister erinnerte Wohl aber, unermüdetim Studium der Natur, brachte er es dahin, ihreWerke, vorzügl'ch aber, nebst dem Menschen,Haus- und andre zahme Thiere auf das Täu-schendste nachzuahmen Zur Szene seiner Dar-stellungen wählte er also meistens Gegenstände,wo er Gelegenheit hatte, dergleichen anzubringen;als: Die Erschaffung der Welt, Noah's Einzugin die Arche und Ausgang aus derselben, dieWanderungen der Patriarchen, Karavanen noma-discher Volker, und vorzüglich von Kaufleuten,die mit verschiedenen Gattungen von Vieh han-deln. Unter den welschen Städten hielt er sicham längsten in Venedig auf, um die Werke desBaffano, dessen Geschmack so sehr mit dem seini-gen übereinstimmte, zu studiren Eben so besaß erein ausgezeichnetes Talent, Bildnisse zu verfertigen.Ueberhaupt bestehen seine Arbeiten meistens inStafeleystücken An öffentlichen Orten findet manWeniges von ihm; dennoch wird eine Geburt desHeilandes in der Kirche St Lukas zu Genua füreines seiner Meisterwerke gehalten; von jenen hin-gegen eben ein Eingang in die Arche, und JakobsReise in das Land Haram. Das Lexikon rühmtdas Zärtliche seines Piuselstrichs; andre vielmehrdas Freye desselben. Fiorillo !I. 90z. „In allenFächern" (heißt es bey Wareler und Levesque)„hat er schöne Wirkungen des Helldunkels, einelebhafte und geistreiche Toccirung und eine feurigeFarbe Nach idealischer Schönheit, nach Eleganzder Formen, nach jener Reinigkeit des Umrissesund jenem Adel des Charakters trachtete er nicht,in welche strenge Kunstrichter das Wesentliche derhistorischen Malerey zu setzen pflegen, ... Inseinem besondern Fache konnte er darum nicht min-der sicher seyn, alle Stimmen zu vereinigen; siesind beseelt von dem Geist seiner Lusche, glänzendvon dem Reize seiner Farbe, munter gemacdtdurch seine launigten Kopfputze und Bekleidungen,und interessant durch den eignen Charakter seinerKöpfe, so wie durch die pittoreske Manier, mitwelcher er dieselben behandelte." Etwas anderscharakterisirt ihn Lanzi II. 2 327—29. In Ver-gleichung mit Baffano, nennt er ihn den vr'rgilunter den bukolischen Malern, der Wiesen undWälder mit der Fruchtbarkeit seiner Erfindungenverschönert habe; sagt, daß er in der Zeichnungdas Schlanke geliebt; daß sein, überhaupt sehrfröhlicher Farbenton bisweilen ins Rotklichte ge-fallen, u, s. f. In den von ihm selbst geätzten Blat-tern hiernächst kann man ihn amBeßren mit allen den-jenigen vergleichen, welche am meisten Geist in ihre