Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
177
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Catenaro.

im Brustbilds vor/ der ein großes Buch in derHand hält.

Catenaro, (Ioh. Bapt.), ein Maler, derzu Madrid und London gearbeitet hat. Man kenntnach ihm die Bildnisse: Georg I. von England,mit emblematischen Figuren von G- Vertue, undLukas Giordanv's, von einem Ungenannten »gesto-chen; dann eine Landschaft, mit einer Weibspersonund fünf Kindern, und Apoll von Amorinen um-geben, staffirt. A.

* Cateni, (Ioh. Camillus). Er lernte einigeJahre zu Rom bey Herkules Ferrata und arbeitetein seinem Vaterlande unter I. Baptist Foggini./V§c.

Laresby, (Marc), ein Engländer, machteReisen in Carolina, Bahama und Florida . Erbeschrieb die Naturgeschichte dieser Länder, undgab sie l?zl. und 174z. mit 165. selbst geatztenKupfern zu London ans Licht.

Carhala, ( ) ein Baumeister zu Paris ,

lebte im I. iZoz. In den Zonales 6es -Irts etMnukactures parA. O'rer//:, 1 . XIII. zg. findetsich von ihm ein Aufsatz: blouvells maniers, 6stsbriguerles tulles et 6s les Uisxoser 5ur Iss toltseto. (4. p.)

* Ca theiln, (L. I.), hieß Ludwig Jakob,Stecher mit der Nadel und dem Grabstichel, geb.zu Paris 1739. (nicht 36. wie mehrere sagen).Derselbe war ein guter Schüler von le Bas, undzeichnete sich unter den neuern französ. Kupfer-stechern sehr zu seinem Vortheil aus. Rost (VIII.264—66.) führt von ihm eine ziemliche AnzahlBildnisse sowohl als historische Blatter, auch einigeLandschaften, bald alle nach neuern Meistern an.Irren wir uns nicht, so dürfte sein Ludwig XV. stehende Figur nach Vanloo, eine seiner vorzüglich-sten Arbeiten seyn. Seit 1779. war derselbe Ein-verleibter der französischen Akademie, und lebtenoch um 1803- Mit einem anderm französischen Kupferstecher, Charelin, ist er nicht zu verwechseln.

* Larholicus. Ein Beyname, dessen sich,wie einige behaupten, alle Stecher von KatholischenHeiligen - Bildern bedienen sollten; welchen wirindessen einzig bey denjenigen der Gebrüder Blau-ber gefunden haben.

* Lari, (Pascal). Lanzi I. 458. nennt ihn,wahrscheinlich recht gut, einen Ermüdeten, aberbisweilen schwerfälligen Praktiker.

Latillon-Monrauron, (Stephan), Ju-welicrcr in Diensten des Herzogs von Orkansum 1636.

* Latini oder Cattl'nl, (Ioh.), Zeichner,Kupferstecher und Kupferätzer, geb. zu Venedig um1730. Schüler von Faldoni. Neben seinen Köpfennach Piazetta (deren das Lexikon erwähnt), welchewohl in Pitteri's Manier, aber nicht in dessenGeiste gearbeitet sind, kennt man von ihm mehrereBildnisse, sowohl von seiner Zeichnung als nachandern, welche Rost IV. 212—13. anführt; fernerverschiedene antike Statuen, die sich zu Venedig finden, u. a.

Larlet, (Thomas), ein mittelmäßiger Kupfer-stecher, der von Srrutr lediglich als solcher an-geführt wird.

Eaton, (P.), wird als ein Künstler angeführt,nach welchem Daniel Basselli in Kupfer gestochenhabe. TkFrc.

Latreux, ( ) ein Maler, den der Abt von

vilarolles anführt, welcher von ihm einigeKupferstiche besaß, wie sich A. hierüber unver-ständlich genug ausdrückt.

Lars, (I.), ein niederländischer Maler, welchersechs seiner eignen Landschaften, in kleinem Format,«n Kupfer geätzt hat. Neben dem kennt man von

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oder nach ihm zwey Aussichten von Amsterdam ,und zwey Landschaften von I. G- Prestel in braunerTuschmanier.

* Lattalani, (Anton). Was man im öffent-

lichen Pallaste zu Bologna von ihm sieht, ist inFresko. II. 2. 102.

* Carramara, (Paul, auch Paoluccio).Lanzi I. 647. setzt seine Lebenszeit in 1713.

* Cartaneo, (Danese). Derselbe lebte immermit seinem Lehrmeister in so gutem Vernehmen,daß ihm dieser alle seine antiken und moderne Modelletestamentlich hinterließ. Cattaneo starb 157z. zuPadua in hohem Alter. Er war zwar ein guterBildhauer; aber deßwegen nicht der beßte unterseinen Mitschülern. In der Baukunst war ercorrekt, groß und prächtig, und verdiente hiermitdas Lob eines vortreflichen Meisters. Mn.

* — — (Franz Constantin). Lanzi II. 2.261.) nennt ihn Lonstanzo Carranio, und machteine sehr bürleske Beschreibung von seinem mar-tialischen Charakter und Aussetzn, wie man anseinem Bildniß bemerken könne. Er malte daherauch vorzüglich gerne Soldaten, Schergen u. s. f.was sich doch mit einem Schüler des sanften Guidoso wenig zu vertragen schien. Seine Ideen ent-lehnte er oft aus den Blättern von Dürer und Lukasvon Leyden, und bildete sie dann vollends nachseinem eigenen, nicht geringen Genie, mit großemFleiß und Studium aus. Köpfe und Harnischemalte er vorzüglich gut. Wirklich guideschischsind dann einige seiner Altarblätter; wie z. B. seinSt. Anton in der Pfarrkirche Carls, und sein Abend-mal im Refektorium von St. Sylvester zu Ferrara .Von seinem Kunstcharakter urtheilt die Schrift:Winkelmann u. s. Jahrhundert (S. 288.) sehrrichtig: „Seine selbst erfundene Werke zeigen keinaußerordentliches Talent, und tragen noch Spurenvom Geschmack des Rusconi, ja selbst des Bcr-nini an sich. Viele Antiken hat er nicht übelrestaurirt, und das Fehlende andern ohngefähcähnlichenÄntikcn nachgeahmt, mit mehr Sinn undSorgfalt, als vor ihm sonst gewöhnlich zu geschehenpflegte. In diesem Fache besaß er unläugbareVerdienste, die einer ehrenvollen Erwähnung werthsind."

* Carrapane, (Lukas). S. Earapane.

* Carton, (Carl), ein englischer Maler, nachwelchem Valentin Green und Jukes die alte Kirchevon Norwick in Aquatinta-Manier in Kupfer ge-bracht haben. S. im Lex. den dort nachgewie-senen Artikel: Ed. Durch.

Lavaceppi, (Bartholome und ), zweyBrüder. Bartholome, der altere, lernte bey Ste-phan Monnot. Von ihm giebt eine unsrer Hand-schriften, die, wie wir besorgen nur allzu richtige,Kunstcharakteristik, wenn sie ihn:, „Einen römi-schen Bildhauer nennt, der verstümmelte Statuenfür einen geringen Preis einkaufte, dann, gut oderübel ergänzt, wieder theuer an vermeinte Kunst-kenner absetzte, und durch diese Altflickerey selbstreich ward." Uebrigens war er (was wir auseigner Erfahrung wissen) ein gutmüthiger Mann,der sich durch lange Erfahrung, und hauptsächlichdurch seine Bekanntschaft mit Winkelmann, vielehistorische Kunstkenntnisse erworben hatte; und der-selbe, der diesen letzter» auf seiner unglücklichenReise nach Deutschland begleitete, dann, nachdessen Tode, sich einige Feit zu Potsdam aufhielt,und die günstige Gelegenheit hatte, Friedrich desGroßen Brustbild sehr ähnlich zu meißeln. Inte-ressante Notizzen von seiner Reise, namentlich auchdas verhängnißvolle Schicksal des sei. Winkel-manns betreffend, findet man in dem zweytenTheile seines auch im Lexikon angeführten Werkes:Sammlung von Sraruen, u. s. f. Zwischen1760. und 70. fällt die Zeit, da er im größtenFlor war. Indessen starb er, in hohem Alter,erst gegen das Ende des Jahrhunderts. Was aus