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Werke brachten, vorzüglich aber mit della Bellannd Rembrandt. Sein Zeichen ist das verschlungeneL. und 6. Rost IV. 27—30. welcher am meistendieser Blatter (an die 70.) anführt; von denenz. B. die Auferweckung Lazarus , und die vierGelehrten, welche ein Grabmal beym Fackelscheinebesuchen, sehr schöne Nachtstücke sind, so wie derKapuziner, welcher das Grab des H. Hieronymusentdeckt, eines der seltensten ist. Von den, nichtsehr zahlreich, nach ihm gestochenen Blattern dannführen nebst den Gantkatalogen von Brandesund Winkler die meisten an, wovon die Aussetzungdes jungen Cyrus von Boydell zu den vorzüglich-sten gehört. Endlich bemerkt Algarotti (OpereIV. 62.) daß andre Künstler, besonders Zanetti,Blatter nach Castiglione's Ideen geliefert haben.
Castiglione oder Eastilhoni, (Joseph),ein Jefuiter - Layenbruder, malte auf dem Haupt-altar der Kirche St. Jgnatius zu Genua das Bild-niß dieses Heiligen. Eben derselbe machte mit demP. Attiret, als Missionair, eine Reise nach China ,und zeichnete zu Pecking zwey Gegenstände ausder Geschichte der Eroberungen des Kaisers Kien-!ong, welche nachwerts in Frankreich von Cochingestochen wurden. Dann kennt man nach ihm vonKlauber zu Augsburg einen Salvator Mundi ,u. a. L.
* — — (Salvator). Lanzi II. 2.329. nenntihn einen ziemlich guten Nachahmer seines Bru-ders. Man kennt von ihm ein einzeles geätztesBlatt: Die Auferweckung Lazarus , nach seinesBruders Zeichnung, welches daher selten ist.
Castle, ( ) ein Baumeister zu Dublin ,
baute um 1725. das dortige Parlamentshaus.Volkmann.
Castoldi, (Joh. Peter de). S. Crespi.
Castros, ( ) ein französischerBildnißmaler.
I. Picart hat 1638- nach ihm gestochen.
Castrina, (Barthol. Machadus), ein Bild-hauer zu Lissabon . Nach seiner Ritterstatue KönigJoseph I. (welche Barthol. Costius in Erz gegossen)hat I. O. Silva ein großes Blatt gezeichnet undgestochen, welches nachher von einem Ungenanntenauch ins Kleinere gebracht wurde. Ein drittesBlatt von der nämlichen Bildsäule mit dem amPiedestal derselben angebrachten Medaillon desMarquis von Pombal, gab Georg Machado. Einviertes kleines, wieder von einem Ungenannten,soll sehr schlecht seyn. Und endlich findet maneine, bey Anlaß der Aufrichtung dieser Bildsäule,von einem gleichfalls anonymen Künstler gegra-bene Schaumünze. ^f. nach Murr .
Castro, (Cosmar de), ein Kapuziner, Maler,nach welchem der Abt von Marolles ein Blattanführt.
— — (Felix de), ein spanischer Maler, nachwelchem M. Sorello 17^. ein großes Blatt:Die Verkündigung, gestochen hat. I.
— — (Johann Baptist), wird von KoehlerLh. XVIII. S. 10z. unter die alten Medailleursdes XV. Jahrh, gezahlet.
— — (Joseph de^, ein Maler zu Madrid um1730, gab die Zeichnungen zu dem Bildnisse desCervantes, so wie zu einigen Blättern der Pracht-ausgabe seines Donquixotte. ^ 5 c.
-- —, (L.). Ein Geschichtsmaler, arbeitetevermuthlich in England. Nach ihm hat I. Smitheine Dame mit einem Mönchen, ein junges Mäd-chen im Hut, das singt, und einen jungen Mannin einer Pelzmütze, mit einem Glas in der Hand(letztres indessen nur mit I. 8mitk exc. bezeichnet)in Schwarzkunst geschabt. L. Oatal. äe SrarrLÜL et
Caralas, ( ) wird im Almanach lles
Catena.
keaux-^rts von iZoz. unter den damals zu Paris lebenden Baumeistern angeführt.
Caraneo, (Peter), wird unter die Baumeisterdes X VI. Jahrh, gezählt. Man hat von ihm: IIquatro primi Ulbri lli ^rcliitettura. Venex. 1554.I'ol. Adelung.
* Carapane, (Lukas). Lanzi II.369. nenntihn jung um 1585- Derselbe copirte viel nach denWerken der Familie Campi; und zwar vermittelstseines fertigen Pinsels nicht übel. Wenig Erfahrnemüssen noch jetzt seinen Styl für sehr originellhalten. Bisweilen ahmte er auch den Gambaranach; so z. B. in einer Pieta in St. Gepolchro zuPiacenza . Andre Male vielleicht den Carravaggio,— wenn er dunkel seyn wollte. Zu seinen beßtenArbeiten gehört seine Enthauptung Johannis inSt. Donato zu Cremona , wo übrigens der Effektbesser als Zeichnung und Ausdruck gefallen. Ermalte auch in Fresko; aber minder gut, als in Del.
Cararin, ( ) ein italienischer Kupferatzer
von welchem man das Leichenbegangniß KönigHeinrich des IV. zu Paris , auf 16. Blatter ge-stochen, findet, ^c.
* Laras», ( ). C Raimond Thoman hat
seine Gruppe: Herkules u.Omphale , gestochen. L
Carel, (F.), ein deutscher Zeichner lebte seitdem I. 1803- zu Berlin . Auf der Ausstellung dervereinigten Kunstfreunde zu Weimar im I. 1802.fanden sich von ihm drey Zeichnungen, zwey mitAquarell - Farben, welche das sogenannte Wild-kirchlein im K. Appenzell, und den Luzerner-See zwischen Stanssiad und Küßnacht vorstellen;die dritte endlich eine lieblich poetisch erfundenegetuschte Scizze sey. »Diese Zeichnungen" (sagtGoethe als Rapporteur dieser Ausstellung) «haben»uns, was gewiß zum Ruhm des Verf. nicht»wenig sagen will, an Geßners Geist und Gaben»lebhaft erinnert. Herr Catel arbeitet aber schon»jetzt mit geübterer Hand und bedeutendem Zügen."In den neuesten Tagen übte er meist für die Buch-händler, und zumal für die Almanache einen Geistund eine Kunst, welche etwas Großem wohlwürdig wären. Mrr.
* Catena oder Carrena, auch van Cae-re na, (Vincenz). Zanettr in seiner Abhandlung:äell' Ori^ine 6 l alcune srti principali appre 88 o iVenexiarn unterscheidet unter den venetianischenMalern des Zeitalters, wo die Kunst sich vonNeuem belebte, drey Klassen: Die standhaften An-hänger der allen Weise; dann diejenigen, welcheaus eignem Antriebe sich von der ursprünglichenKälte und Steifheit entfernten; endlich die, welchezu den Zeiten des Giorgio Barbarelli lebten. Vonunserm Careena kann man sagen, daß er allendiesen drey Klassen angehört habe. »Es waraber" (sagt Fiorrllo II. 17—>8) «keine plötzlicheVeränderung der Manier (indem die erste immernoch in der zweyten und dritten durchschimmert),sondern ein allmäliger Fortschritt in der Kunst; sodaß man von ihm z. B. eine Madonna in demHause Pesaro bewundert, die mit den beßten Ar-beiten des Giorgione und Titian wetteifern kann."Andre, ebenfalls schöne Arbeiten von ihm, dochim ältern Styl, sieht man zu Venedig in St-Maurizius, St. Simeon, und alla Charita. Merk-würdig ist es (beyläufig zu sagen), daß unter die-sem Bilde der Name des Künstlers in deutschenCharakteren steht. Noch bemerken wir von ihm,daß derselbe große Reichthümer zu einem Vermächt-nisse hinterließ, um davon ein Gebäude zu Ehrender H. Sophia zu errichten, wo die Maler ihreVersammlungen halten könnten, welches noch heu-tiges Tages als Gilde, zwar nur für die sogenann-ten Flachmaler, Vergolder, Jlluminirer und Mas-kenhandler besteht, indem die eigentlichen Künstlersich davon getrennt, und ein besondres Kollegiumgebildet haben. Das Blatt von Vorstermann nachihm (dessen das Lexikon gedenkt) stellt einen Mann