r84 Cely.
Cely, ( Graf von), ein franrösischee Malerund Kupferstecher, von welchem man das Bildnißdes (Kinder-) Arzts Joseph Raulin , mit 1770.datirt, kennt.
* Lennini, (Bartholome). Er lernte beyPeter Tacca, und arbeitete in Diensten des RittersBernini . Man findet ihn auch von Baldinucci ,nebst einigen andern florentinischen Bildhauern, indes Clariffim. Fancelli Lebensbeschreibung angeführt.
* — — (Cennino di Drea, auch della Colle).Im Spithal von St. Bonifazio zu Florenz siehtman von ihm eine ziemlich gut colorirte Madonnamit verschiedenen Heiligen, die aber (wie Lanzi I.6r. bemerkt) doch eben weder Neid noch Erstaunen,zumal über einen Künstler erweckt, der selbst vonden Farben geschrieben hat. Eben auch Lanzi l. c.führt Einiges aus jener Handschrift unsers Cenninoan, deren schon das Lexikon Erwähnung thut.
Lenny, (Cosinus). S. den Artikel Mich.Luchenm.
* Lentelli, (Carl). S. Iah. Merlini.
Lents, (Joh. Maria). S. Cerva.
Leracchi auch Lerracchi, (Joseph), einrömischer Bildhauer; arbeitete schon um r? 8 o. zuWien , wo er auf Befehl des Kaisers das schönemarmorne Brustbild des Fürsten Wenzel von Kaunitzverfertigte, welches in dem güldnen Kabinette desBelvedere aufgestellt wurde. Auf gleichen Befehlmeisselte er die Büsten der Feldmarschalle Lascyund Laudon. M'colai Reisen IV. 513 Im Jahr1788 - ließ der Kardinal Riminaldi das Brustbild desMetastasio von ihm verfertigen, und stellte solchesins Pantheon. Von demselben hieß es damals, essey ganz im Geschmacke der Antiken gebildet, unddabey von besondrer Aehnlichkeit. Bald hernach(r? 89 -) gieng er auf einige Zeit nach Mannheim ,wo er das Brustbild des Churfürsten Carl Theodor ,in alter römischer Feldherrntracht, sehr geistreich undfieifflg bossirte. « Dieser Künstler" (heißt es in derSchrift: Winkelmann und s. Jahrh. S. 356.)« arbeitete auch mehrere Jahre an einem sehr großennach Holland bestimmten Monumente, welches inder Anlage wenig Gutes zu versprechen schien, undwahrscheinlich auch unbeendigt blieb." Späterhindann modellirte er, in Mailand , die colossale Büstedes Ersten Consuls Bonaparte, welche aber (nachFernorv's Urtheil) gegen die nachherige von Ca-nova, wie Holzschnitzer-Arbeit aussah, und seithervon Pfeifer gestochen wurde. Hierauf trieb ihn,wie es scheint, ein unruhiger Geist nach Paris ;dort verwickelte er sich in eine der zahlreichen Ver-schwörungsgeschichten, und starb unter der Guillo-tine. Noch sah man von diesem unglücklichenManne auf der Weimarschen Kunstausstellung von1804. eine Büste des sel. Winkelmanns. Mrc.
* Lerano oder Lirano, ein Beyname vonI. B. Crespi.
* Cerceau, (Jakob Androuet du), führtmehreres von und nach ihm Gestochenes, nebenanderin auch Hefte von Ornamenten von SusanneSandrart, mit ziemlicher Flüchtigkeit an.
— — ( ) Nach einem andern Künstler
dieses Geschlechtsnamens hat E. Gantrel das Bild-niß des Wundarzts D. F. Fournier gestochen. Mrc.
* Leresa, ( ) hieß Carl. Derselbe starb
1679. im ?c>. Jahr seines Alters. Lanzi II. 194.nennt ihn einen beliebten fleißigen Maler von un-muthigem Colorit, und schönen Ideen von Ge-fichtsbildungen, und der sich noch die bessere Zeitder Kunst zum Vorbild müße genommen haben. InSt. Gaeta zu Bergamo finden sich von ihm einPaar Gemälde, worinn man nichts von Manie-rismus bemerke.
Cerini, (Andreas). So nennt L um 1790.einen neuern italienischen Kupferstecher, ohne übri-gens etwas von seiner Arbeit anzuführen.
* — — (Joh. Dominicus). S. Cerrini.
Cerva.
* Lerini, (Peter), ein Künstler, nach welchem,wie /s. behauptet, G. M. Paluzzi 12. BlätterLaubwerk, in Form von Frisen, gestochen hat.
Lerise, (Johann de la). Einen Künstler diesesNamens, welcher Thesen gestochen habe, führt Lnach de Marslles an.
Lerizier, ( ) Von einem französ. Kupfer-
stecher dieses Namens kennt man ein Bildniß vonNicl. Poussln. Mrc.
* Cerquozzi, (Michel Angelus), genannt
delle Baraglie oder della Marca. Baldinucci giebt sein Geburtsjahr in 1600. au. Nachdem erin verschiedenen Schulen gewesen, blieb er endlichbey der Nachahmung des Peter Laar stehen. « Inder That" (sagt Fiorillo I. 175.) brachte er esin dieser burlesken Art Malerey sehr weit. NachPasse« bemühete er sich in der Folge, auch ineinem ediern Styl historische Gegenstände auszu-führen. Allein die lauge Gewohnheit hatte ihmjenen niedrigen Geschmack zu sehr zur Gewohnheitgemacht, als daß er ihn ablegen konnte. Einesseiner vorzüglichsten Werke: Masaniello, dem einHaufe Lazzaroni Beyfall zuruft, findet sich zu Rom im Pallaste Spada." Lanzi I. 520. bemerkt über iihn: Obgleich seine Bambocciadcn eben so spaß-haft als Laars seyen, so wären denn doch Gegen-stände sowohl als die Physiognomien seiner Personenvon ganz andrer Art; jenes seine ultramontanisch,dieses seine hingegen italienisch, meist aus demLeben des niedrigen Mannes entlehnt. Beydehatten ein saftiges Colorit; aber der erste malte dieLandschaft besser; der zweyte geistreichere Figuren.Einen interessanten Artikel über ibn s. auch beyWarelee und Levesque. Bey L findet man ,etliche nach ihm gestochene Blätter, neben andermvon Schlachten für Gtrada äs 6eUo Oalllco an-geführt. Hinwieder wird dort bemerkt, daß dasUrbild von einem Blatte: Okantre uvec le rommel-pot etc. von Dolivas gestochen, fälschlich ihm zu-geschrieben werde, und von Livens gemalt sey. ImI. 1777. entdeckte man ein vortrefliches Gemäldevon diesem Meister bey einem Tapezierer zn Paris ,welches die Brunnenkur bey Aqua acetosa nahe beyRom, mit unzähligen Figuren vorstellt. Der zBesitzer schlug ein Anerbieten von 500. Louisd'or !dafür aus. Msc. j
Lerra, (Dominicus della). So nennt um ^,790. einen neuern Kupferstecher zu Neapel .
* Cerrini, (Johann Dominicus). In Ge-
mälden , die ihm Guido ausbesserte, wurde er bis-weilen für diesen seinen Meister genommen. Andre-male folgte er dem ältern Scaramuzzi. I. !
491. A. führt etliche nach ihm gestochene Blätter, !dann auch ein von ihm geätztes an, welches eine H.Familie mit drey Heiligen vorstellt, und von ker.
(?) ^noooa 1.1661. bezeichnet ist.
— — (Lorenz), ein Maler zu Florenz ; lernte !bey Christoph Allori. Er malte kleine Bildnisse aufKupferbleche und einige historische Stücke für Privat-personen. Dieser Künstler folgte aber lieber demHofleben als der Kunst, und der Cardinal Joh. Carlvon Medicis machte ihn zu seinem — Kleiderbe-wahrer. VaMur-cci, und I. 24z.
— — S. auch Le«'«,»'.
Leres sind. S. Cassianr.
* Cerva, (Joh. Baptist della). Seine Ge-mälde sind sehr selten. „ Wenn" (sagt Lanzi II.451.) «dieselben alle seiner Tafel zu St. Lorenz >"Mailand gleichen, welche Christus vorstellt, wie erSt. Thomas und den übrigen Aposteln erscheint, sogehört er zu den beßten Künstlern der Schule vonGaudentius Ferrari; so auserlesen und seelenvollsind seine Köpfe, so lebhaft und wohl ausgespendetist sein Colorit, so überraschend ist das Ganze unddie Harmonie desselben. Er und sein MitschülerLanini bildeten im Verfolg zwey abgesonderteZweige der mailändischen Schule, da nämlich er