Cerva.
in Mailand blieb, Lanini hingegen die Kunst inVercelli fortpflanzte.
* Lerva , (Ioh. Maria). Er wird auch Lenrogenannt.
»Lervelli, (Fried.). Derselbe arbeitete schonum 1663- In der Schule St- Theodor zu Venedig siehet man eine Geschichte dieses Heiligen von ihm,und bemerkt darinn den Styl, welchen nachhersein berühmter Schüler Sebast. Ricci angenommen,aber freylich noch veredelt, dann aber auch seineArbeit auf— besser gegründetes Tuch gebracht hat,als solches der arme Cervelli vielleicht zu thun nichtvermochte. Lau«:» II. 161.
* CevVettl, (Felix). Derselbe war wahr-scheinlich ein Schüler des Ritters Beaumont.Lanzi ll. s. 381. scheint ihn für einen sehr mit-telmäßigen Künstler zu halten.
* Levvi, (Bernhard). Derselbe starb jung
1630. an der Pest. Im Dome und andern Kirchenzu Moden« sieht man schöne Arbeiten von ihm,welche denen seines Mitschülers, Lucas da Reggio ,wenig weichen dürfen. II. 275.
Lern ei, (Carl). So nennt //. einen Maler,von oder nach welchem man ein Krucifix kenne,das: I-uäovico lurlauettc» sul kante Bretter!zur Unterschrift führe.
* — — (Jakob). Nach diesem Künstler, dendas Lexikon unter dem Artikel Fab. Ceruti anführt,hat L. Zucchi das Bildniß des Malers BonaventuraRossl, und A. Speck das Brustbild einer MaterDolorosa gestochen, /k.
* — — (Michael Angelus), dessen das Lex.
ebenfalls im Art. Fabius Ceruti gedenkt, wurde zuden Zeiten Clemens XI. für einen guten Praktikergehalten. I. 555. 8. v. o-r-ttti.
* Lesare, (Peter). So nannte man etwaden Cesar pronri.
Lesaree oder Lesare,, (Johann). So nennt^ einen Maler und Philosophen, dessen seltenesBildniß Saenredam gestochen habe.
Lesarei, (Seraphin). So nennt Lanzi I.460. einen Maler von Perugia , der aber dortwenig geachtet sey, und um 1554. gearbeitet habe.
* Cesari, (Joseph), genannt Josepin, auchJoseph Pin, d'Arpinas und l'Arpino , geb. zuRom 1570. nicht 60. wie P. Refta und Lanziirrig meinen, und gest. 1640. oder 42. Derselbewar der Sohn eines geringen Farbenklecksers undVotivtafeln - Malers. Einige machen ihn zumSchüler des Roncagli. Als ein Knabe von »3.Jahren malte er eine Fa^ade, die für dies Alter inErstaunen setzte. Voll Eifer es weiter zu bringen,begab er sich in Dienste bey den Malern, die imVatikan arbeiteten; diesen rieb er die Farben, undmachte ihnen die Palette zurechte, ward aber baldihr Nebenbuhler und Mitarbeiter. Ein Domini kaner , Jgnaz Danzi, stellte ihn dem Pabste Gregor XIII . vor. Ein großes Werk in der Kirche Trinitade Monti setzte seinen Ruhm fest. Auch Sixt V. and Clemens VIII. fuhren fort, ihm Beschäftigungzugeben. Sein wichtigstes Merk waren die schon imLexikon angeführten Gemälde, im vaale der Con-servadori auf dem Campidoglio, woran er, frey-lich mit langen Pausen, in die 4 «. I- arbeitete;daher man auch in den letzten das Feuer vermißt,das man in den frühern bewundert. Unter den ss.Regierungen Pauls V. und Urbans VIII. wurdeer nur noch gebraucht, um Cartons zu malen, diehernach in Mosaik gebracht werden sollten. ZuNeapel malte er in der Karthause. „Lesart"(sagt Fiorillo 1.167—63.) „hatte viel Feuer, undleine Werke fallen daher durch eine gewisse tumuk-tuarische Lebendigkeit sehr in die Augen. Auchwaren das seine Lieblingsgegenstände, wo er freyesFeld hatte, ein großes Gedränge von Menschen,Pferden, u.s. f. anzubringen. Dabey beobachtete
Cesio, rg§
er die Natur im geringsten nicht; daher war seineZeichnung fehlerhaft, und sein Colorit matt. Dessenungeachtet hatte er sich durch die Kühnheit seinerKompositionen den ersten Rang unter den dama-ligen Malern in Rom zu verschaffen gewußt. Denersten Stoß bekam sein Ansetzn, oder vielmehr dasseiner Anhänger, der Manieristen in Rom überhaupt,von M. A. Merigi, der auf einmal mit der ganzentgegengesetzten Methode einer sklavischen Nachah-mung der Natur auftrat, die dann durch einglänzendes Colorit noch gehoben wurde, und ebenso sehr Lesari's Wuth, als die BewunderungRoms erweckten." „Hauptsächlich aber waren esdie Carracci , welche ihn, und die ganze Partey dersogenannten Idealisten völlig um ihren Ruf brach-ten." Etwas anders urtheilt Lanzi von ihm, undfindet, daß er z. B. in seinen Gemälden im Lateran ,in der Kirche von St. Chrysogonus u. s. f. zugleichin einem großen Charakter gezeichnet, und vor-treflich colorirt habe; und namentlich führt er dannvon ihm eine Anbetung der Könige vom J. 1594.an , welche sehr schön seyn, und sich zu Osinw beydem Grasen Simonetta befinden soll. Mehrerenach ihm, guten Theils von alten Meisterngestochene Blätter mit geistlichen Geschichten,dann aus der Mythologie, u. s. f. führt 7 /. an.Unter den neuern bemerken wir einen Messias unteeden Bütteln, nach einem Gemälde in der Wiener-Galerie, von S. G. Fiessinger gestochen, eineAudromeda von Perseus befreyt, in Schwarzkunstvon Pichler, und eine Confirmation des Cister-.zienser - Ordens durch Urban VIII. nach einerHandzeichnung, von I. Lh. Presiel in ZeichnungsrManier.
* C esariani, (Cesar), geboren »483, starb
1542—43. Am End seiner Schrift über den Vitruv nennt er sich: Sisarani. Derselbe hat auch inMiniatur gemalt, polen, hat sein Leben beschrie-ben. II. 420.
* Leschk'n,, (Johann). Mit Verlauf derJahre soll er an Ruf und Kunst merklich abgenom-men haben. La»xr II. l. ,34.
Lesci, (Vinzenz), den durch ein DruckfehlerLen, nennt, war ein Kupferhändler zu Neapel ;ob selbst Stecher, wissen wir nicht. Aus seinemVerlage hingegen kennt man: Einen schreibendenGt. Hieronym in der Höhle, 6. k. k. bezeichnet,als öb das Blait von Guido wäre, welches dochvon einem Ungenannten nach Vespas. Strada ge-stochen ist.
Lescorvltz. S. Lescowitz. Eine Hand-schrift meines sel. Vaters hat diese Nachweisung,wo denn aber der nachgewiesene Lescowitz nir-gends zu finden ist.
* Lesio, (Bartholome). Einige setzen seineGeburt in 1556. und seinen Tod in 1627. Erstudirte zuerst (nicht die Grammatik, wie Fio-rillo 1l. 642. sagt) sondern bey Ant. Grammatik«;nachher bey Nosadella, u. s. f und wählte sichvornämlich Tibaldi zu seinem Vorbilde. Ausserdembesuchte er die Akademie des Baldi, und maltewetteifernd mit den Carracci . Jm J. 16,9. wurdeer zum Zeichenmeister der Akademie der Ardenti zuBologna , welche nur aus Adelichen bestand, ge-wählt. Um so viel thätiger bewies er sich wahr-scheinlich (wie von ihm erzählt wird), die Klasseder Maler, die schon früher (> 595 .) ebenfallsdurch seine Vermittelung von andern gemeinenHandwerkern getrennt ward, »um vollends auchvon den übrigen, wie z, B. von den Wollwebcrn,zu sondern. Als Künstler war seine Manier ge-fällig, und gehörte er vorzüglich zu denjenigen,welchen es gelang, mit dem Feuer der Erfindungein genaues Studium der Natur zu verbinden.Fiorillo I. e. „Diese" (glaubt zumal Lanzi II.2. 57 - 53 .) „mußte ihm das Meiste darreichen;er selbst that nur wenig hinzu. Aus jedem Alterwählte er sich die schönsten Formen; seine Stel-lungen waren gemäßigt; die Falten feiner Drap-
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