Chatanier.
Ehatanier, ( ) ein französischer Kupfer-
stecher' von welchem wir nichts anders als einBildniß des Priesters I. A. Dolier kennen,
Ehareau oder Chasteau, (Ludwig Carl),ein Kupferstecher, geb. zu Paris 1757. lernte beyN. Poncc, und arbeitete nach Zuccareüi u. <uführt von ihm zwey Blatter nach Gegenständenaus der Neuen Heloise: le prämier Kaiser deI'smour, nnd: il sppligua sur ma maln uu Kaiser (Mit 0. M Mo inv.) an.
Cyaudel» rgr
scheint also, wie bey den Engländern so oft, bloßMonsieur zu bedeuten.
Chat etain. S. auch Lhatelr'n.
Charelee oder Chastelee, ( ) ein um
1790. von L genannter neuerer Künstler zu Paris /der für St. Hon Vo)g^s pittoresgue (je 8icilser de Asyles und für die Nsblesux pittoresquesde Ia8uisse mehrere, nachwerts von Desmoulins ,Dombrun, Nee, Queverdot u. a. gestochene Blat-ter gezeichnet hatte. Msc.
— (Niklaus), Stecher mit der Nadelund dem Grabstichel, geb. um 1630. zu Paris ,wo er zu Anfang des XVII. Jahrhunderts ar-beitete. Man halt ihn für einen Verwandten -esnachstehnden Wilhelm. Rost VII. 288 89-führtvon ihm verschiedene Blatter, nach P. van derBerge, Santerre, B. Paruzzi und L. Silvestre,dann auch ein Bildniß von Boucherat, nach « 5 ha-reau's eigener Zeichnung an. Eines der erstge-nannten: St. Hieronymus in der Wüste, nachPeruzzi, welches er gemeinschaftlich mit L'. Su-rugue für das Kabinet Crozat gestochen, laßt unssicher vermuthen, daß es derselbe sey, dessen auchdas Lexikon unter dem Art. Wilhelms gedenkt,und ihn noch 1750. als lebend anführt.
- (Wilhelm). Nach Rost (VII. 285 )lernte er dieGrundfätze seiner Kunst schon zu Paris ,und vervollkommnete sich dann in Rom . DieserKünstler ist vornämlich durch seine Blätter nachPoussin bekannt, die meist bloß mit dem Grab-stichel, indem Geschmacke vonBloemaert, Poilly,und seines Meisters Grütert gestochen, aber ebendeswegen dem Charakter des Malers nicht voll-kommen angemessen sind. Man kennt diejenigenweniger, welche er stark vorgeätzt hat, und indenen man gewisseParthien, mit Geist und in einemsehr guten Geschmacke behandelt, findet, so daßman wünschte, daß er immer diese mehr malerischeund freyere Manier befolgt haben möchte. Ueber-Haupt setzt die Stuffe seiner Kunst, für einen Mann,der eigentlich als Flößer Dilettant«: nach Italien gekommen war, achte Kenner in wahres Erstau-nen. Bey seiner Rückkehr nach Paris fuhr er inmehrern schönen Arbeiten, welche einige Kunst-richter unverdient heruntergesetzt haben , unermüdekfort. Auf den Platten besonders, welche von ihmzu Rom erschienen, nennt er sich öfters: 6u!IIieI-mus Cssteilus, dallus. SeineBlätter, allenachgroßen Meistern, führt Rost 1 . c. an, und bemerktals eines der vorzüglichsten seinen Tod des Germa-nicus nach Poussin , 166z. (also in seiner beßtenZeit) gearbeitet. Auch Fußli I. ?r. 157. 246. 279.II- 163 r?6. 177. 173. und 269. führt von ihmmancherley Blätter nach Albaui, Verrettini, Ann.Carracci, Ciro Ferri und Romanelli an; doch ohnesolche, was den Stich betrist, näher zu beur-therlen.
Chareaubourg, ( ) ein Miniaturmaler
von Nantes. Auf der Pariser - Kunstausstellungvom I. XIII. sah man von ihm ein männlichesMiniaturbildniß (Kniesiück) in ziemlich großemFormate, das wegen seines wahren und gründ-lichen Colorits sehr gerühmt wurde. iVmMe/ies liesIV. izo.
* Charelain oder Ehasielain, auchCv arelin, (Johann Bapt. Claudius', Zeichnerund Kupferstecher. IV. sagt, daß derselbe, nach-dem er einige Zeit zu Paris gearbeitet habe, nachrondon gegangen, dann aber wieder in sein Vater-land zurückgekehrt sey, und führt verschiedene,«Heils nach seiner eigenen Zeichnung von ihm, theilsandre nach ihm, von Benazech, R. Houston,Mason, H. Toms und A Walkers gestochene Blät-A Zunz verschiedener Art, doch meistens Land-ichastcn und Prospekte an.
Charelin, ( ) ein Geschichtsmaler zu Paris um 1790. Msc.
— — ( ) ein Kupferstecher zu Paris ,
Schüler von k. l'Empereur, der nach D. Leniersgearbeitet hat.
— — S. auch Lharelain.
Charillon, (Andreas Martin), ein jungerBaumeister zu Paris, Schüler von Percier , erhieltim I. 1804. (damals 25. I. alt) den zweytenPreis im Fache der Baukunst, wofür die Aufgabeein, an einem der vier Hauptpunkte des Reichsam Meersufer, oder an einem großen Flusse zuerbauender Kais. Pallasi, mit allen erforderlichenUmgebungen gewesen war. Mensel ArchivIV. 169.
— — (Claudius). So nennt A) einen Künsteler, unter dessen Namen man eine (sopeZr-ipIiiekranhoise, oder Vorstellung der Städte, Schlösser,u. s. f. in Frankreich kenne.
* — — (Ludwig von). Sein Geburtsortheißt, St. Menehould . Er malte in Email undGouache, und war Stecher mit der Nadel unddem Grabstichel. Der Minister Colbert bedientesich seiner (nebst Nie. Robert und Albr. Bosse) zumMalen der berühmten Sammlung von Pflanzenin Miniatur auf Pergament, welche im Königl.Kupferstichkabinette aufbewahrt wird, und schonunter Gaston von Orleans (Bruder Ludwig X 1 II.>angefangen, in neuern Zeiten aber von Aubry undMadin. Basseporte fortgesetzt wurde. Auch alsStecher hatte er sein Verdienst; doch darf manihn nicht als Muster empfehlen. Er ätzte sil'nePlatten stark vor, und wußte seine Entwürfe wohlanzulegen, verstand aber nicht, sie sanft zu ver-schmelzen, noch ihnen einen harmonischen Accordzu geben, oder sie mit gefälligen Strichen zu been-digen. Einige seiner Blätter, meist historischenJnnhalts, fast alle nach großen Meistern, führtRoft VII- Z22. an. Die sieben Sakramente nachN. Poussin , die Gemälde des Dominichino in derKirche St Carlo de Catenari zu Rom , und dievon den Carracci in dem Pallaste Magnani zuBologna gemalte Geschichten des Romulus, wer-den unter seinen beßten Arbeiten gezählt.
Kb es derselbe Künstler sey, der noch im I. r 8 c >5für das XXXI. Heft des Nusee kran^ols eineStatüe des Merkur nach Jngre's Zeichnung ge-stochen hat (hingegen im ^Imgnacb lies kssllx-^rrs von 180z. unter den damals in Paris leben-den Kupferstechern nicht erscheint), ist uns unbe-kannt.
— ^- ( ) zufolge des -Vmanacb des
Lsaux-. 4 rts de I'^n 1305. ein damals zu Paris lebender Miniaturmaler.
Cbarry de !a Fasse, ( ). So nennt
der Ganlkatalog von Brandes einen, uns sonst ,unbekannten Künstler, nach welchem Helman zweySeeports - Szenen: I'lmmersion und le Deportd'une Oaisse conigue dans In rsde de LkerbonrAi ?85 et 86. gestochen habe.
* Lbavannes, k^Peter). Derselbe hat aucheinige Landschaften geatzt.
Eh auch er. S. Gaucher.
Chauder, ( ) Maler und Bildhauer,