Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
207
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C lerc.

auf die Stecherkimst zu legen. Colbert gab ihmWohnung im Louvre, und ei» Fahrgeld von i8«o.Livr. Seine Kunsicharakteristik im Lexikon ist ausDandreBardon genommen, welche auch warelerund Levesque anführen, und sodann, eben so wieRost Vll- 506—7. hinzusetzen: »Dieser Künstlerwar in Allem stark. Die Landschaften, die Ge-baude, das Wasser, sind in seinen Stichen mitgleich ausgesuchtem Geschmacke behandelt. SeineManier zu bekleiden ist einfach und schön, dieFormen seiner Figuren sind zierlich und richtig,die Köpfe edel und ausdrucksvoll; wenige Nadel-züge deuten den Charakter mit ausgesuchter Fein-heit an. Er hatte sich nach le Brun gebildet,scheint aber eben so sehr Raphacl und die Antikenzu Lehrern gehabt zu haben. Die nüchterne (snv-mte)Manier des ersiern auf den Maaßstab von le ClercsArbeiten angepaßt, verliert dadurch das, was sieFehlerhaftes haben konnte, und behält nur dengroßen Styl der römischen Schule. Sein Stichbestand oft in einem einzigen Striche; er hatte nichtden Reiz der spielenden Nadel von la Belle, aberdafür jene verständige Sicherheit, die den cdelnIdeen zukam, welche er darstellen sollte. Diebcßre Nvritz von seinen Werken sowohl von seineneignen zahllosen Blättern, als von dem was nachihm gestochen worden, ist unstreitig der: (Xw-I0AU6 rnisonno cis I'Oeuvrs cis Heb. /e ( 7 er-c, pavA. cie 2. Vol. 8- stsrls 1774. der zu-

gleich sein Leben enthalt, und dann der systematischnach den Materien gereihcte bey )V. der sich desnähern Details wegen immer auf den ersternbezicht; so wie endlich Rost i. e. 503—15. eineAuswahl des Wichtigsten enthalt. Sehr treffendsetzt Dandrö Bardon seinem Urtheil über leElerc hinzu: »Sein Einzug Alexanders in Babylon,seine Akademie der Wissenschaften, seine biblischenGeschichten, die Hebung der Steine zu dem Frontondes Louvre — kurz alle seine Werke stellen Zusam-mensetzungen dar, welche weit größer erscheinen,als das Kupfer, worauf er sie gebildet hat, undimmer einspricht die schöne Ausführung seinenedeln Gedanken." Le Eierc hatte die Tochter vonVanden-Kerkove, Königl. Farmer bey den Gobe-lins geheirathet, und in dieser Ehe rZ. Kindergezeugt; neben andern drey Söhne, die sich eben-falls der Kunst gewiedmet, und von welchen derälteste

,* Eleve, (Sebastian le), der sich als Malerrühmlich ausgezeichnet hat (und nach welchem eben-falls Mehreres, Bildnisse und Geschichte, gesto-chen worden, das bey /(. zu finden ist) u. im 1.1757nach andern erst 176z. im 80 —87. I- seinesAlters verstorben ist. Nach FioviUo lil. 257.gehörte derselbe zu denjenigen Schülern von BonBoulogne , welche die von ihm entworfenen Bilderausführten.

. — — (Thomas). So nennt //. um 1790.einen neuern französischen Maler, nach welchemmehrere Bildnisse und Costüme s Stücke von ver-schiedenen Meistern, wie Bonnet, Demanchy,lai. Demonchy), Ieanne Denn»), Elluin und I.Janinet, gestochen, bey //. verzeichnet sind.

- — ( le), Vater und Sohn, französischeGlasmaler, arbeiteten gegen das Ende des XVII.Jahrhunderts zu Paris . Der ältere malte die Chor-fenster der Kirche St. Sulpice und vermuthlich dieAnster ,'n der Kirche des College de quatreNaljons. 1*. I. l). 17. *)

Clerk. 207

* Elerlsseau, (Carl Ludwig), geb. zu Paris »7l8. (a. K. 1720.) bildete sich aber in Italien .Als sich (heißt es in der Handschrift meines sel.Vaters) die Kaiserin Catharina II. von Nußlaudvorsetzte, einen Pallast erbauen zu lassen, der inAllem dem Pallaste der ersten römischen Kaiser gleichen sollte, wandte sie sich zur Auswahl einessolchen an die Baumeister Ihrer Akademie, die Ihrdann unsern Künstler vorschlugen, worauf Sie ihnzu Ihrem ersten Baumeister erklärte und die Aka-demie zu Petersburg denselben zu ihrem Ehren-Mitgliede annahm. Wann solches eigentlich ge-schehen sey, ist uns unbekannt. Neben der neue»Akademie zu London , hatte ihn auch diejenige derMalerey und Bildhauerkunst von Paris zu ihremMitgliede aufgenommen. Im I. 1762. kannte ichdiesen vortreflichen Künstler in Rom , wo er vondem sel. Winkelmann, seines sichern Geschmacks,u. der genauen Darstellung der Denkmäler alter Bau-kunstwegen, ganz anders als der in seinen Blatterneinzig auf malerischen Effekt losarbeitende Piranestgeschätzt ward. Zu seinen vornehmsten Arbeitengehören: Die von ihm, gemeinschaftlich mit demenglischen Architekte Robert Adam und dem MalerAnton Zucchi gemessenen und gezeichneten: Ruinsok rüs kulaos ok tks Lmperor Oiooletian st 8pa-Istro in Oalmatia. I'ol. 1764. wozu Dom, Cunegodie Kupfer gestochen hat; dann seine Hnrigustes äsla Vrance, wovon aber, unsers Wissens, leiderblos der erste Theil kol. stsris 1773 (nicht 1728.wie der Druckfehler bey //. sagt) erschienen war,der auf 42. von C. R- G. Poulleau vorlreflich ge-arbeiteten Blättern die Alterthümer von Nismesdarstellte. Noch führt von ihm an: EinigeBlatter zu dem Werke von Oppinorr; eine Fort-setzung der im Lexikon bemerkten italienischen Alter-thümer , welche Cunego nach ihm zu ätzen anfieng,von Zocchi, und eine Landschaft mit Ruinen vonConti. Von ausserordentlicher Schönheit, und mitbezaubernder Leichtigkeit tockirt waren dann seineGouache-Gemälde; nur behauptete mau, baß erselbst durchaus keine Figuren malen konnte, und sichzu dem End während seines Aufenthalts in Rom von 1760—70. der Beyhülfe seines Freundes Zucchibedienen mußte. lFiorillo III.4oi.) Zwey solcherZeichnungen wurden aus der Sammlung von Ma-xime um — zog. Livr. verkauft,

— — (Robert), wird von FlorM«) (III.-joo.)ebenfalls als ein Künstler neuerer Zeit angeführt,der sich durch architektonische Arbeiten, Landschaftenund Ruinen einen dauernden Ruhm erworben habe.Ob oder in wie fern derselbe mit Carl Ludcwig inVerwandtschaft stuhnd, ist uns unbekannt. Wenig-stens glauben wir, daß letztrer ohne Leibeserbenverstorben war.

* Elevk auch de Clerk, (Adam). So hießder im Lexikon ohne Taufnamcn enthaltene Bildnißrmaler. Im I. 1673. ward derselbe als Hofmalernach Berlin berufen, und starb daselbst 1705. Auchzu Kassel hatte er eine Zeit lang gearbeitet. Etlichenach ihm von S. Blesendorf, I. Hainzelmann undJ..I. Sandrart gestochene Bildnisse führt an.

— — (Carl), ein gelehrtes Mitglied der Aka-demie der Wissenschaften zu Upsal . Von ihm kenntman: Icones inseetorurn vsriorum etc. ^r. in-4.Holmiss 750. (sl. kiab. zy.). Da er niemand fand,der dieses Werk nach seinen Begriffen gehörig illurminiren konnte, so that er solches selbst mit größterGeschicklichkeit und Fleiß, und entließ kein Exemplar,

*) Die Filiativn der Künstler ke Llerc ist im Grund nicht sehr verwickelt.

>. Die beyden, John»» von Nancv und Johann der Formschneider, und dann der Maler G. L. Heinrichund Thomas, (welche der einzelne Heinecke anführt) bestehen für sich selbst.

2 . Loren; war des berühmten Sebastians Vater

3- Sebastian hatte drey Söhne: Sebastian, Ludwig Augusiin und Renedlkt rltclaus.

4- Jakob Sebastian dürfte (doch ungewiß) ein Sohn von Benedict Niclans seyn.

5- cS. L. der Stempelschneider, vermuthlich (doch ungewiß) Barer Davids von Bern , und seines Bruders,des Stempelschneidcrs Isaac, dessen im Lerikon, in diesen Ausätzen aber keine weitere Erwähnung geschieht.

6- Johann Friedrich, Davids Sohn. Ob vielleicht Anfangs gedachter Thomas dessen Sohn >eyn dürste, istuns unbekannt.

7- Anton, Vater und Sohn, welcher letzt» wahrscheinlich mit dem von Heinecke angeführtenA. Eine Person ist.

8. Die beyden zuletzt, ohne Taufnamen angeführten Glasmaler, Baker und Sohn.