ri 4 Collaert.
V nach Barocci . Nach datiren sich die Blatterdieses Künstlers bis 1564. Sein Zeichen führtRost l. 0. nach dem Abt Marolles a«, was hin-gegen nach der neuen Ausgabe C. van Man-der« bezweifelt, und solches vielmehr AlaerrClassen zueignen will.
Collaert, (Carol.) s. v. wilb. Collaertwill ein Blatt: St. Wilhelm in der Andacht kennen,das diesen Namen trägt.
* — — (Johann oder Hans), des ObigenSohn, geboren zu Antwerpen um 1540. lernte dieAnfangsgründe der Kunst bey seinem Vater, undmachte nach dessen Beyspiel eine Reise nach Rom ,wo er einige Zeit arbeitete. Nach seiner Rückkehrhalf er theils dem erstern bey seinen mannig/altigenArbeiten, theils lieferte er selber eine beträchtlicheAnzahl eigener Blätter, und zwar, wie schon dasLexikon sagt, in besserm Geschmacke als sein Vatrr.Er muß sehr alt geworden seyn, da seine Stichevon 1555—»622. datirt sind. Seine Zeichen (welcheaber andre «Lock, und wieder andre Herm.Coblenz zuschreiben) führen F. und Rost V. 96.an. Die Blätter nach seiner eigenen Erfindungfinden sich bey beyden, bey jedoch vollständiger.Dahin gehören: Die Geschichte des H. Franciscusin i6.Bl.; ein leidender Heiland mit dem Rohrstabe;ein Leichnam; dann Marcus Curtius ; der Friedeund die Menschenliebe, u. s. f. Aus der Unter-schrift seiner ^rchetz,p. artitic. Lullarium mnu-rlum ctc. erhellet, daß er einen Sohn hakte, wel-ches ohne Zweifel vergleich folgende Wilhelm ist,der erwähntes Werk nach seinen Zeichnungen ge-stochen. (Ein zweytes, ähnliches Werk: bloniliumLullsrum inLnriumhue Icones, von 1581. heißtsein Opus extremurn, was obiger Angabe vonseiner Lebenszeit zu widersprechen scheint). Vonseinen Arbeiten nach andern (von welchen Rost l. c.98—ioo. mehrere anführt) werden besonders dieBlätter nach Rubens von Kennern sehr,gesucht.Drey andre nach Lamb. Lombard führt.süßli I V)36. zg. und 40. an, und nennt besonders: Moses,der das Wasser aus dem Felsen schlägt, ein seltenesBlattt
— — (Wilhelm), ein Kupferstecher zu Ant werpen um den Anfang des XVIl. Jahrhunderts;ist vermuthlich Johanns Sohn. „ Er wird " (sagteine meiner Handschriften) „unter die sogenanntenKleinen Meister gezählt"; woran wir jedoch zwei-feln. Seiner Arbeiten nach Johanns Zeichnungenist oben gedacht. Dann kennt von ihm eineHeimsuchung Elisabeths, ohne Namen des Malers.
* Collandon, Collaudr'n, auch ssalan-
don, ( ) A. kennt unter dieser letzter« Be-
nennung, und mit dem Taufnamen D- einen Ku-pferstecher, der eine kleine Landschaft nach A. vander Kabel gestochen habe.
Collberg, (Joh. Friedrich), Königl. Preussi-scher Bauinspektor zu Fürstenwalde in der MarkBrandenburg. Schrieb 1792. (8. Berl.) eine Ab-handlung über die Ausmittelungsgründe, Größeund Anlage der Unterthanengebaude, auf die Ver-fassung der Unterthanen in der Mittelmark gegründet.Mit 4. Kupfertafeln und den nöthigen Bauan-schlägen. Mensel gel. Deutsch!. I.
«tolle, (I. de). Von einem Kupferstecher diesesNamens kennt man eine schlechte Copie von I. G.Wille's: Ollres reciprokes, nach Dietrich.
— — (Peregrin de). So nennt einenKupferstecher von Venedig , der für den Verlag vonNicl. Cavalli mehrere alte und neuere Kupferstichecopjrt habe. Ob dies der nämliche Künstler sey,der, unter dem ähnlichen Namen Pellegnn «tolle,nach einem G. Jacoboni Hirtensiücke gestochenhaben soll, ist uns unbekannt-
* — — (Raphael del). Dieser alte Künstler,der meist in seinem kleinen Geburtsort, Borg» dj St. Sepolcro, arbeitete, ist bey Weitem nicht nach
sollet.
seinen Aeckr'slistken bekannt. So spricht z. B,LanZi l. »int wahrer Bewunderung von
den Bedanken ugd »der Ausführung zweyer seinerdortigen GeMälve; siner Auferstehung in der KircheSt. Rochus. Mb eitner Himmelfahrt der H. Jung-frau in<8t. FraMce^lo ausser der Stadt; eben sovon einigen andern zu Cagli , Castello, Gubbio ,Pessro und Perugia, , welche er acht raphaelischnennt. Überhaupt verbreitete er in den dortigenGegenden den besser Geschmack in der Kunst, sodaß sich unter Ihm eine blühende Schul« bildete,von welcher eini ge 3 öglinge ihn vielleicht an Genienoch übertrafen, fti „er aber an Grazie und zarterAusarbeitung i^iy Gleich kam. Unter Raphael ar-beitete er in d«r FeMestna, unter Jul, Romano indem Saal odn Konst antin. Dann kennt man auchLandschaften von jhy» (/.amM1. c. und 426.); undendlich wird er unber diejenigen gezählt, welche,nach IiaphaM Zeichnungen, oder Kupferstichennach ihm, auf das sogenannte unächte Porzellän zuUrbino Masten((§»§!'illo 1 .702.), und der vielleichtdurch die Mruensäh nlichkeitmit dem großen Eanziodie eigentlich eOeiege aheitgab, daß nachwerts diesemselbst dergleichen Mbeit beygemessen wurde. Auchvon der Befehciideiih'kit und Uneigennützigkeit unsersKünstlers führt ein Paar edle Beyspiele an,und bemerkt endljck , daß man nach rgz6, wo er,bey GelegenhM d«« Ankunft Carl V. zu Florenz ,nach BrvnstnoA'ichnung, die Cartons zu Tape-ten für de" KwMcrzog Cosinus I. verfertigte,keine sicher« Ewnr 'mehr von ihm findet; so daßes noch migewtß iih, ob er, wie einige behaupten,um 1546. avch öxlcht habe; wohl aber desto zuver-läßigec HMnecke «irret, der ihn 1530. im 40. I.feines ÄlstvE fielen läßt. Ebenfalls führtdann nach ihn, dst., irrig mit Raphael von Urbinobezeichneten vier I,«ahrszeiten, von Gisb. Venius,und Christs der seinen Aposteln erscheint, sowohlvon N> le Suc»r >» Helldunkel in Holz geschnitten,als von dem Kraft«« von Caylus, nach einer Zeich-nung von kell geätzt an.
* Lall «an, (Meter). S. Colloe.
Cdllen » us, (Hl.). So nennt einen Maler,Nach welchen, L. Äisscher das Bildniß Joh. Syl-viiis, einttz Gewichen von Amsterdam , gesto-chen hat.
* Lolienschltzg, (Stephan). S. «tolben-schlag.
«toll es ni, (H>Vronymus), ein wenig bekannter,aber deswegen pichst minder vortreflicher Künstlervon Bergamo- M die Mitte des^ XVI. Jahrh.Seiner wi«'d sich«« um 1532. Erwähnung gethan.Als oerselbe sah, daß ihm bey gewissen öffent-lichm Arbeiten fr<«mde mittelmäßige Künstler vor-gezogen wurden, suchte er und fand sein Glück andem Königl. Pvrt««g. Hofe. Vor seiner Abreisemalte er noch «p e m Haus al Fresko ein Pferd (?)mit per Sryschrifi!: Xemo kropbeta in kstris.Dann sieht My >«« der dortigen Galerie Carrara ein DelgeBälde: Die Verlobung der H. Sacharins,was jedermann f^c einen Titian halten müßte,we«M nicht der ausdrückliche Name unsers Künst-lers, mil der Jawohl 7555. darunter geschriebenstichnd«. lll. 1. 104.
Colle ei, (I. ^-.). So nennt //. einen Maler,nach welchem H. S. Thomassin das Bildniß vonN> D»val, Seftetair des Herzogs von Maine ,und Desrochecs dasjenige des Doktors der Sor-bonne, C- Vnikast^e, gestochen habe, woraus sichungefähr seine Lebenszeit bestimmen läßt.
«tolkeer, ( ). kennt eine mit
üel. «t sc. ber«icht«ete Aussicht von Richemonk inEngland.
* Lolletr (I nigo, und P.). Don Jnigd(st. 1780.) welche^, andre auch Johann nennen,sagt gevade pv Widerspruch mit dem Lexikon,daß derselbe Herrchen, aber mit besserm G«,fchMack (Und ssstzl geringerm Geiste?) nachs^