Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
225
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C o r n e l i.

Eine Hager, von Abraham verabschiedet, nach P.da Cortona, ist fälschlich mit Ann. Carracci be-zeichnet. Füßli I. 67. nennt dieses, und noch einandres Blatt: Das Kind Moses auf dem Nil ge-funden (gleichfalls nach Cortona's Zeichnung) mitGeist und Leichtigkeit geätzt; eben so acht mytho-logische Glatter (diese nun wirklich nach Ann. Car­ racci ), von welchen Marierre sagt, daß sie schonzu seiner Zeit äusserst selten gewesen, und man nichtwisse, wo die Platten hingekommen seyen. EinenSt. Andreas von ihm hat erwähnter Mariette mitdem Grabstichel beendigt. Was hinwieder andrenach ihm gestochen haben, findet sich ebenfallsziemlich ausführlich bey

Corneli, (Oriens). So nennt //. einenKupferstecher, der nach Lucas Penni ein 1576.dalirtes Blatt: Die Schöpfung der Eva gestochenhabe, welches indessen das Eigene hat, daß solcheszur Rechten mit Oor/re/i kecit, zur Linken

hingegen mit Len. ä/o/am kc. bezeichnet ist.

Lornelio. Unter einer von Moncornet ge-stochenen Landschaft (sagt//.) liest man: Oo--«e/iokecit.

* Cornelis, (Cornelius). Um sich in derKunst zu vervollkommnen, gieng er in die Schulezu Antwerpen . Er malte im Großen und im Kleinen,Geschichte, Porlraite und Blumen. Von seinemGemälde von der Schützengesellschaft zu Harlem ,sagt Descamps: Man könnte es Bildnissenennen, von dem Genius der Geschichte entworfen'',und rühmt dann daran, neben den übrigen Voll-kommenheiten, noch besonders das ganz vortreflicheColorit. S) setzt sein Todesjahr in 1637. und führteine beträchtliche Anzahl nach ihm gestochenerBlätter, theils Bildnisse, theils geschichtlichen geist-nnd weltlichen (meist mythologischen) Jnnhalts an;und hiernächsi ein von ihm selbst gestochenes, sehrseltenes Blatt: Eine Ruhe in Egypten, wo dieH. Jungfrau unter einem an Bäumen angeknüpftenTeppiche fitzet, ohne Namen des Malers undStechers, sondern nur Mlt A'ommeL Äater-AL exc.unterzeichnet, und von 159z. datirt.

Cornelissen, (Anton), ein niederländischerKunstliebhaber, dessen Bildlich L. Vorstermann nachVandyck gestochen, und Susanne Sylvestre (i?c> 9 )im sechzehnten Jahr ihres Alters copirt hatte. //.

* Cornelisz oder Cornelissen, (Jakob),von Oostsamen, was eigentlich, wie//. nicht un-richtig zu bemerken scheint, bloß Jakob, CornelsSohn bedeutet, seinen Familiennamen hingegennoch im Dunkeln läßt; was denn folgenden Um-standes wegen von einiger Bedeutung seyn mag.Carl van Mander nämlich eignet die schon imLexikon angeführten Paffions- und etliche andrenach seinen Zeichnungen in Holz geschnittene Blatterihm selber zu. Hinwieder kennt//.' ähnliche Blätteraus der Leidensgeschichte, welche mit einem ganzandern Monogramm, als einem das auf Corne-lissen deuten könnte, und namentlich mit demjenigenMonogramm bezeichnet sind, was sonst gewöhnlichJohann walrhern von Assen zugeschrieben wird,von dem man hinwieder vermuthet, daß er mitWernher von Gssanen Eine Person seyn möchte.Endlich behauptet//. daß Cornelissen, von seinemGeburtsorte her, eben auch den Namen Gssanen(wohl Gost-Zaandam, gemeint. Zardam oderlsardam) getragen habe, u. s. f. Aus welchemallem wir übrigens bloß den Schluß ziehen, daßderselbe nicht unwahrscheinlich zu derselben Familie>vie die genannten van Assen und von Gssanen zuzahlen seyn dürfte. Heinecke, ohne sich hierübernaher zu erklären, führt dann unter der Rubrikunsers Cornelissen alle diejenigen Blätter an,welche mit erwähntem, gewöhnlich dem van Assenzugeeigneten Monogramm bezeichnet sind, derenwir eigentlich oben unter dem Artikel dieses letzten:hatten gedenken sollen; und wobey noch (wennnämlich van Manders Behauptung, daß Corne-"ssen selbst in Holz geschnitten habe, begründet seyn

Cornolo. 22S

sollte) das Allerseltsamste dieses ist: Daß eine neueAuflage der mit van Assens Monogramm bezeich-neten Platten in I 55 l. zu Brüssel mit dem Titelerschien: Historik Lüristi pktielitls etc. ste/ürestÄper Aac. < 7 o,--re/^, was freylich sonst wohl eherbloß von Zeichnung verstanden werden, und soleicht damit vereinbarlich seyn möchte, daß vanAssen erwähnten Passion u. a. m. nach Cornelissen,seinem Mitbürger von Gssanen, geschnitten hätteDiese letzter» (iz. Bl.) sind im winklerschen Ka-talog naher beschrieben. S. auch unten Cornille.

* oder Cornelius, (Lambert), einKupferstecher, dessen das Lexikon unter dem obigenArtikel von Jacob C. gedenkt, soll auch in Frank­ reich gearbeitet haben. //. der von ihm ein Bildnißdes Astronomen Tycho Brahe's kennt.

(Theodor oder Dirk), Jakobs Sohn.Sein Bildniß findet sich in der neuen Ausgabe vonvan Mander, von Ladmiral gestochen.

* Cornelius. Unter diesem bloßen Namen(sagt schon das Lexikon) sey auch obiger LamberrCornelisz bekannt.

( ) ein Künstler gebürtig von Düssel­ dorf

. Auf der Weimarischcn Kunstausstellung von1805. sah man von ihm zwey Zeichnungen, welchebeyde den Herkules vorstellen, wie er in der Unter-welt auftritt. Die eine groß, kräftig und mitvkelern Fleiß in Sepia ausgearbeitet» die anderekleiner, bloß Umriß mit der Feder und leicht ausge-tuscht, welche letztre mehrern Beyfall erhielt, undvon dem Künstler selber der erstem vorgezogen wurde,an welcher man zwar Lebendigkeit und Ausdruckder Köpfe, mit Geschmack angelegte Gewänder,und weiche gefällige Behandlung des Ganzen lobens-werth, dagegen aber Manches in der Zeichnung,und noch Mehreres in der Anordnung, Bewegungund dem Verhältnisse der Figuren gegen einanderunrichtig fand. von Goerhe.

Cornely, (Andreas). So nennt //. einenitalienischen Bildhauer (wohl eher Bildschnitzer),nach welchem A. van Wcsterhout eine Karossein drey Blättern gestochen, und der hinwiederselbst, nach I. B. Lenardi, geätzt habe. //

Corner, (Peter). Und so nennt Ebenderselbeeinen Maler zu London , nach welchem I. Simondas (seltene) Bildniß B. Ziegenbalgs, dänischenMisslonairs in Indien um 1717. in Schwarzkunstgeschabt habe.

C 0 rnia, (Fabio delle). So nennt der Gant-katalog von Brandes einen uns sonst ganz unbe-kannten Kupferstecher, und führt von ihm einseltnes historisches Blatt an, welches Minerva ,Mars, eine Muse, einen alten Mann mit Schau-münzen und einen Amorin vorstellt, und (woherdann der Name Cernia?) D. /aür'o LÄr m'»kec. unterzeichnet ist.

* Cornille, (Johann), ist (sagt die Hand-schrift meines sel. Vaters) wahrscheinlich JohannCornelisz, dessen das Lexikon unter dem Art. JakobCornelisz gedenkt, und ihn aber mit diesem für EinePerson hält). Derselbe (fährt dann erwähnte Hand-schrift weiter fort) ist als einer von Johann ScoreelsLehrmeistern bekannt (was indessen das Lexikon auchvon einem Wilhelm Cornelisz am Schluß gedach-ten Artikels von Jakob C. sagt).

* Cornina, (Mag.) So nennt //. einenMaler, nach welchem S. Valdor das Bildniß desArztes H. Corvinus gestochen habe. Wahrschein-lich ist aber hier von Magdal. Corvina die Rede,welche auch das Lexikon kennt.

Cornish, ( ) So nennt eben derselbe

einen sonst unbekannten Künstler, mit dessen Namenein Bildniß des D. Carls Rose bezeichnet sey.

* Corniole. S. Corgnivole.

Cornolo, (Simon da). S. Carnulo.

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