Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
226
JPEG-Download
 

sr6 CornU .

* Cornu , (Johann), der Bildhauer. P. (wohlB) Picart hat nach ihm eine Bildsäule gestochen,welche Amerika (wohl Afrika ) vorstellt, welches letztreeine seiner Arbeiten in den Garten zu Versailles war.

* ( ) So nennt einen Maler,

nach welchem I. Daulle das Bildniß des AdvokatenCarl Hugo Sonnoir kennt. (Das Lexik, hat einenGeschichts- und Landschaftsmaler Cornu, eben-falls ohne Taufnamen, der am End gar wohl derunsrige seyn dürfte).

* Corona, (Leonhard da). Lanzi'II. i. 15z.)rühmt von ihm eine Verkündigung zu St. Johannund Paul, und noch mehr ein andres Altardlatt zuSt. Stephan in Venedig , welches durch eine ge-wisse Große ganz an Titian erinnere. Von seinerKreuzigung in St. Bartholomeo hingegen sagtenseine Tadler, vielleicht nicht ohne Grund: Er habedarinn den Tintoret eher copirt als nachgeahmt. Ermachte bisweilen Modelle in Kreide, woran erdann Licht und Schatten zu studieren pflegte.

* Coronaro. Ein Beyname von Jul. Calvi .

Coronelli, (Fr. Mncenz). So nennt derN)inklersche Katalog einen sonst unbekannten vene-tianischen Künstler, und führt von demselben ein infreyer Manier geatztes großes Blatt an, das mit:

/^r»ce»x:o Kororre/ü Win. Lonu. Losmoßralo«lells 8erenissimg Kepudlica unterzeichnet, undvon höchst barokkem Jnnhalt ist. Oben sieht manein Wappen mit drey Vasen; über demselben diepäbstliche Krone. In der Mitte, als Hauptfigurdie H. Jungfrau mit einem Speer, womit fie denArm des zu Bode» gestürzte» Mahomeds durch-bohrt ; unter ein Grupp unverständlicher Emblemen.Zuverläßig ist es derselbe Künstler, von welchem1716. zu Venedig eine: Koma antioa e möllern»mit Kupfern erschien, worin er sich ebenfalls Cos-motzrako publico nannte, und erwähntes Werk,wie er sagte, all U 80 lle suol Ar^onauti (?) schrieb.^ indessen wird er sich wohl irren, wenn er unterdem Artikel des gleich folgenden p. Coronelliglaubt, daß auch der unsrige sich p. gene»nt habe.

(P.), ein italienischer Kupferstecher,nach welchem mein sel. Vater ein Bildniß desGroßmeisters von Maltha F. A. von Vignacourt(1695.), und /x. zwey andre, Ludwig XlV. unddes Sultan Achmets kannte.

* Corradi, (Hyacinth). S. Corrado.

* Corradini , (Anton), Bildhauer. Vonihm sind auch die sämtlichen Figuren an dem mar-mornen Denkmale in der St. Josephs Kapelle aufdem hohen Markte zu Wien , welches die Ver-mälung dieses Heiligen und der Maria vorstellt,Und zwischen den Jahren 1729. und 3z. zu Standgebracht wurde; eine Arbeit, die zwar in ihrer Artgut zu heißen, aber deswegen nicht von reinemGeschmacke ist, und noch weit weniger das Archi-tektonische daran, welches von itzt unbekanntenwelschen Baumeistern angegeben worden zu seynscheint. Füßli Annal. II. 91°. Verschiedenenach seinen Statäen, von C P. Lindemann, P.Monaco, C Raymond Thoman und A. (oder L.)Zucchi gestochene Blätter findet man bey //. ver-zeichnet; darunter das dem General Grafen vonSchulenburg zu Venedig errichtete Denkmal, nebstdessen Bildnisse.

(Fra Bartholomeo), von Urbino , einDominikaner , gewöhnlich Fra Carnevale genannt,ein alter trefiicher Maler seines Zeitalters, von demes heißt, daß selbst Bramanke und Raphael nachihm studiert haben. Seine Physiognomien warenvoll Feuer und Leben; und scheint, er habe vor-züglich dazu beygetragen, die Einmischung vonwirklichen Bildnissen in historischen Gemälden an-zubringen; ein Gebrauch, welchem selbst Sanzionachher durch sein Beyspiel ein großes Gewicht gab.In der Observan; von Urbino findet sich von diesem

Correnzio.

Carnevale eine Tafel, die zwar in der Perspekliv,in dem Faltenwürfe u. d. gl. noch sehr fehlerhaftist, aber dafür vortreflich sprechende, zugleich wieund anmuthiAe Köpfe, eine zierliche Architektur,und schöne Färbung hat. Er starb 1^67. I.358 . und 73 -

oderCurradlni, (Hieronymus), einalter Zeichner und Kupferstecher zu Modena . Vc»ihm kennt //. zwey Blätter: Die HH. Peter undPaul, stehnde Figuren, beyde mit roz^. IOk,z.^-rtom'rrr Oare-rm-E, lormi» Komre» und auf demRande: HIL. LV. incillebat WOI'IX^l). be-zeichnet.

*Corradc>, (Hyacinth), Ritter, geboren 169z.Die Schrift winkeln,ann und sein Jahrhundert(240.) nennt ihn: ,,bunt, unruhig, gehaltlos; aber, inseinen Freskogemälden wenigstens, eben nicht wider-wärtig. " Und Warelet, der ihn irrig Carl kaust,sagt von ihm:Derselbe opferte Alles dem auf,was die Neuern die Machine nennen, und setztedie Kunst zu malen in die Geschicklichkeit, dasFeld, welches er vor sich hatte, auszufüllen; ge-waltsame Stellungen aufzufinden, und Contrastevon Figuren, Gruppen und Massen auszubilden."Sein Todesjahr setzt er, wohl unrecht, in 176z.

kennt nach ihm einen St- Johann, von Barro-lozzi gestochen.

Corree. S. Carree.

* Correggio , (Franz). Nach Lanzi II. 2.110. lebte er noch ,673.

* Correnzio auch Corenzio, (Belisarius ),genannt Greco. Die ersten Anfangsgründe derKunst empfieng er von einem unbekannten Maler.Im I. ,580. begab er sich nach Venedig , wo ihnunter allen dortigen Meisterwerken diejenigen desTintoretto so vorzüglich bezauberten, daß er diesenzu seinem Muster wählte. Ihm gefiel besondersdas Bizarre in der Composition desselben, seineDreistigkeit und ungewöhnliche Schnelligkeit imArbeiten; daher er zwar in dieser Schule großeFortschritte machte, und ein eben so fertiger alskühner Maler wurde, aber dennoch jenes Gelehrteund Majestätische, welches die Werke des Robusiiso schätzbar macht, niemals erreichte. Nach einemfünfjährigen Aufenthalt reiste er wieder nach Grie­ chenland zurück, und von da nach Neapel , wo ersich auch niederließ. Dort unternahm er viele Ar-beiten , worunter hauptsächlich die Kuppel der Karpelle de Catalani, die Gemälde in der Dreyfaltigkelts-Kirche, und diejenigen in den Pallästen der Herzogevon Matalona, Aricona, della Rocca u. s. f. sichauszeichnen. Dadurch erwarb er sich einen ausge-breiteten Ruhm und die innigste Freundschaft desGiuseppe Ribera , welcher damals ein Vertrauterdes Herzogs von Alba, und des Vizeköniges DPedro di Toledo war. Beyde warfen sich jetzt zuOberhäuptern des ganzen Haufens der neapolitani-schen Maler auf, so daß sich nur wenige unab-hängige Männer diesem Joche entziehen konnte».Und da es nun vollends Correnzio gelang, dieSchwächen seines Freunds zu entdecken, und durchihn als Hofmaler dem Dizekönig empfohlen zuwerden, so warf er mit Eins die Maske völlig ab,und zeigte ohne Rückhalt die ganze Bösartigkeitseines Charakters. Man muß bey Fiorillo (II 2.798800.) von welchem wir obige Notizzen ent-lehnt haben nachlesen, wie dieser abscheuliche Menschandre seiner Kunstgenossen, denen er mit seinen sehrzweydeutigen Talenten nicht werth war die Schuhtriemen zu lösen, einen Ann. Carracci, Guido,Domenichin u. s. f. von Neapel mit Gewalt zu ent-fernen wußte; wie er und seine Mitgefellen denletztem höchst wahrscheinlich, und einen seinerSchüler, den wackern Lud. Rodrigi gewiß, durchGift ums Leben brachte, und leider allzuspät denLohn seiner Laster empfieng, als er im 85 - Iahtseines Alters von einem Gerüst zu Tode fiel. Denndaß (wie der P. Refta irgendwo in den Kelterexlttorlelre D. III. sagt) der Schurke es bis auf