Cossart.
Loäri et?ortlcus von I. Wagner, und
zwey ähnliche: ^mphitimatrurit (vultz. Laccki
'I'heatrum) et Nemxlum lunonis.
* Cossart, (Franz). /?. nennt ihn einen fran,zösischen Kupferstecher des XVII. Jahrhunderts.
— — (Jakob). So nennt Ebenderselbe (179s.)einen neuern Kupferstecher, geb. zu Abbeville , undSchüler Clair des Aeltern, der um erwähnte Zeitzu Paris arbeitete.
Cosse, (L.), ein Künstler in London um i?8<Kzeichnete nach I. B. Belucci Blätter, welche dergeschickte Val. Green in Schwarzkunst gebrachthat. Mrc.
— — (L. I) So nennt Füßli I. 40. (ichfürchte durch einen Druckerfehler) einen Künstler,der nach A. del Sarto eine H. Familie (mit sechsFiguren) aus der Düsseldorfer-Galerie in punktirterManier sehr schön und mühsam gestochen habe.Oder ob es der gleich vorhergehende L. Cosse sey?Noch bemerken wir, daß der wurklersche Katalog,der Beschreibung nach von eben diesem Gemäldeein Blatt kennt, welches!'. 8. 8xätt sc. LlonacliüI?ro. unterzeichnet ist.
*Cossian oder Cossiau, (Jost, auch I.I. de). giebt sein Todesjahr in 1734. seinAlter auf 70. Jahr an. Er hielt sich einige Zeit zuFrankfurt auf. In dem Werke der Galerie
von Düsseldorf findet sich eine nach ihm gestocheneLandschaft.
* Lossiers, (Johann). führt nach ihmein Paar Bildnisse und etliche von C. Lauwers,N. Pitau und P. Pontius gestochene historischeBlätter an; von letzten«: Den Tod, der — keineOhren hat.
*Cossin, (Amata, Margaritha, Gillet),deren im Lexikon unter dem Art. des nachfolgende»Ludwig Coffin Erwähnung geschieht, eine Ma-lerin, nach welcher eben dieser Ludwig das Bildnißvon Jean Doujat gestochen hat; nicht umgekehrt,wie das Lexikon meynt, Sie (die dort ebenfallsKupferstechern, nicht Malerin heißt) nach ihm.So spricht nämlich eine spatere Handschrift meinessel. Vaters, die sich aber um so viel eher irrenkann, da Rost (VlI. 284.) erwähntes Bildniß demLudwig, und zwar nach einem Gemälde von F.Eure zuschreibt.
* — — (Ludwig) , nannte sich zuletzt — garCossieus, wahrscheinlich um seinen ursprünglichenNamen Coquin vollends vergessen zu machen.Rost (VII. 284—85.) führt von ihm mehrere Bild-nisse, dann auch drey historische Blätter, nach leBrun, Champagne und Raphael , nach letzterm dieSchule von Athen, und A. die Namen von 21.Meistern an, nach welchen er gestochen hat.
* Costa, (Andreas), Lanzi II. 2.147. glaubt,daß wenn sich itzt noch von ihm Arbeiten zu Lorettobefinden, sie einen andern Namen tragen.
— — (Bartholomeo da), S. Joachim Ma-chado da Castro.
* — — (Felix de). kennt nach ihm, nebendem schon im Lexikon bemerkten Bildnisse des ArztesSemmedin, wie er ihn nennt, von Edelink, eben-dasselbe von G. Valk gestochen.
— — (Franz), geb. zu Genua 1672. lerntebey Greg. de Ferrari, einem Freund seines Vaters,und legte sich vornehmlich auf die Ornamcntmalercy,mit welcher er, gemeinschaftlich mit I. B. Revello,Mustacchi genannt, an die zwanzig Jahre den Ge-schichtsmalern seiner Vaterstadt zu Auszierung ihrerWerke beholfen war. Beyde waren in der Perspektivsehr erfahren; an beyden rübmt man ihr ange-nehmes, klares und harmonisches Colorit; imBlumwerk aber übertraf Revello den Costa. Ihreschönste Arbeit soll sich zu Pegli im Pallaste Grillo,andre von ihm absonderlich im Pallaste Durazzo
Cosia. .229
und dem Hause Negrone zu Genua befinden. Erstarb 1740. Aatti II. 244 - et segg. /.Mrsr 11.2.44.
* Costa, (Hypolithus), nicht unwahrscheinlichBruder Ludewigs und des ältern Lorenz, undvielleicht Vater des jünger» Lorenz; Julius Carpi'seinziger Schüler. Dann soll er sich auch der Leitungdes Julius Romanus bedient haben, dessen Stylman wirklich in einigen seiner Werke wahrnimmt.Lamo setzt seine Blüthezeit in 1538- und nennt ihndamals als Lehrmeister von Bernard Campi. Lau«-II. 244.
* " -7- (Johann Franz). führt diesenKünstler sehr vermuthlich gedoppelt, theils unterseinem wahren Namen, theils kurz vorher unterdem Namen von Joh. Franz Costa an, und nenntihn dort einen Architektur- und Landschaftmaler,der vier Architekturblätter nach seiner Erfindungselbst geätzt habe; unter Costa aber als Maler undBaumeister zu Venedig , von welchem man: Dellrüsäel ssume krenta 2. Vol. Vene?. 750—56. ebenfallsvon ihm selbst geätzt, und nach ihm eine Folge derberühmtesten alten Gebäude der Griechen, von I.Wagner gestochen, kenne.
— (Lorenz), den das Lexikon einen Malervon Bologna nennt, blühete schon 1433. und starbum 1530. Sehr wahrscheinlich war er aus Ferrara gebürtig, und setzte sich nachwerts zuerst in Bologna ,und endlich in Mantua . vasari macht ihn zumSchüler oder doch zum Nachahmer von Fra phi-lippo Lippi und von Benozzo Gozzoli , aus derenbeyder Taufnamen dann Drlandi (so herrlich siehtes um die Kunstgeschichte) sich einen dritten ganzandern Meister, Philipps Benozzt bildet. Wieder
andre geben ihm auch Andreas del Castagno zumLehrmeister. Weit Mehrere hingegen lassen ihn ausder Schule des Francia entspringen, da er sich jaselbst unter einem seiner Gemälde Oiscipu-
ius nennt, was hinwieder Lanzi ll. 2. 23. ».,221.aus allerley nicht unfeinen Gründen, wenigstens in soweit widerlegen will, daß Francia nicht sein ersterLehrer gewesen sey. Schon als er noch zu Ferrara war, malte er für den dortigen Hof sowohl als fürPartikularen Bildnisse und Geschichte, die (wie z.B. sein, itzt zerstörtes, Chor bey den PP. von St.Domenico) der Kunst und des Fleißes wegen, ingrößter Achtung stuhnden; dies, und was er etwazu Ravenna malen mochte, brachten ihn wahr-scheinlich auch zu Bologna und Mantua in Ruf,wo die Bentivogli an ersierm, und Franz Gonzagaan lctzterm Ort von seiner Arbeit haben wollten.Von seinen Verdiensten wird ungleich gesprochen.Wenn Francia sein Vorbild war (sagt Lanzi l. c.)so kam er wenigstens demselben nicht immer bey;seine Figuren sind weniger schlank, bisweilen garschwerfällig, die Gesichter gemein, das Coloritminder weich, und dunkler. Auch an seiner pomp-haften Architektur und an dem Geschmacke, wie erseine Gründe ins Perspektiv brachte, bemerkt manwohl, daß er noch in andre Schulen als in Francia'sgegangen seyn muß. Inzwischen rühmt man vonihm z. B- ein Gemälde im Hause Ercolani zu Bologna ,das Crespi ganz rafaelisch nennt, so sehr sey, esmit Liebe, mit zarter Ausführung, und mit kräfti-ger Färbung gemalt, so daß man es nicht genugbewundern könne. Männerköpfe malte er beson-ders vortreflich, wie man z. B. an seinen Apostelnund an seinem St. Hieronymus , beyde zu St,Petronio in Bologna ersehen könne. Auch Zu Man-tua, wo er unter den Herzogen Franz und Friederichganz besonders geschätzt wurde, und nach Man-tegna's Tode primirte, sah man in dem dortigen Pal-lastc der Hofkapette, und in andern Kirchen daselbstallerley achtungswerthe Arbeiten von ihm.
I. c. II. I. 236. Was Fiorillo II. 2IY. von seinerzahlreichen Schule sagt, geht nicht ihn, sondernFrancia an. ^
— — — der mit obigem nicht zu verwechselnist (wie solches bey vasari geschieht), wahrscheinlichHypolithus oder Lorenz des ältern, oder dann desgleich folgenden Ludewigs, Sohn. vasari gedenkt