Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
230
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rzo Costa.

seine»! lediglich als eines Gehülfen von Lhadd.Zuccaro um 1560. Auch in Gesellschaft mit HoratioSainacchini verfertigte er ein historisches Gemäldeim Vatikan , /.ansi II. i. 245 - und

* Costa, (Ludwig), wahrscheinlich Hypolitusund Loren; des altern Bruder, und vermuthlichdes erstem Schüler, welchen Lanzi II. i. «45.kurzweg einen schwachen Künstler nennt.

Bey dem Artikel dieses letztem, und Loren; desDüngern, macht gedachter Schriftsteller die Bemer-kung , daß man in dem Ouiäa äl iVlantova öfterlesen: Dies und jenes Gemälde sey von Costa,ohne die Taufnamen ;u bemerken; daß auch inder That ihre Arbeiten, (nämlich Hypolirs, derbeyden Lorenzen und Ludwigs) eine gewisseFamilienähnlichkeit haben, welche in eben nichtgroßer Genauheit noch Studium, wohl aber in vielPraxis, in einiger Hübschheit der Köpfe, undin Farbenkenntniß bestehe; daß es dann mit demUeherrest ihrer Kunst nicht viel auf sich habe; daßihre Schattengebung schwach sey; daß sie wohlnoch ;u den Manieristen von Julius Pipi's Anmuth,nicht aber seiner Starke gehören mögen, und somitfreylich die letzten Nachahmer der alten bessernSchule genannt zu werden verdienen.

* (Thomas). Lanzi II. r. 276. nenntdiesen modenesischen Künstler (lustig genug!) einenrobusten Coloristen und Universalmaler, den be-nachbarte Höfe und Städte, für Perspektive, Land-schaften und Figuren gerne gebrauchten; von deinman besonders viele Arbeit in Reggio , wo er sichgewöhnlich aufgehalten, und dann zu Modena sehe,wo seine Kuppel von St. Vincenz vorzüglich ge-schätzt werde.

Lostaguti, (Johann Baptist«), ein römischerBaumeister des XVI. Jahrhunderts. Von ihmkennt man: I'^rckitettura äl 8 . llletro in Vstioano,Opera äi örsmante, si-a^ari» N. ^ 1 . Luonarotti,Oarlc» lVlaäerni altri. 6 r. in kol. Rom . 158^.»nd neu aufgelegt 1536.

des Obigen Sohn, übte mitihm gleiche Kunst, und gab von vorerwähntemWerke eine dritte Auflage: in pin tavole intsbliZteäa Ma-'L. i6ic>. Ls.

* Costantl'nL oder Constantini, (Joh.Baptist). Unter diesem letzten» irrigen Namen nenntihn //. und er und andre kennen von ihm: Die imLexikon erwähnten : InvenTrom äi ornamenti perlavorare Ziois aitro per Oreiici l6. Bl. vonihm gezeichnet und geätzt; dann eine ähnlicheSammlung von 20. Bl. beyde in Oktavform. Fer-ner ein Bildniß von Fr. Villamena nach G. Asper-tino, und ein Bacchanal mit einem trunkenenSilen, nach Guido.

* Costanzi oder Constanti, (Placidus).Unter dem letztern irrigen Namen kennt ihn S. undführt nach ihin lediglich ein Bildniß des KardinalsValenti, von Silo. Poinarede gestochen, an. (S-oben den Art. R- A- Constanrin, wo man baldsehen wird, daß es selbst mit diesem Bildniß nichtseine ausgemachte Richtigkeit hat). Im 1 .1741.ward unser Costanzi Mitglied der Akademie vonSt. Lucas zu Rom . In den dortigen Kirchen undGalerien sieht man die Menge Arbeit von ihm.So z. B. das Gewölb in St. Gregor und dieEmporkirche von St. Gregorio in Campo Marzo.Auch für St. Maria Maggiore verfertigte er einAltarblatt, das nach seinein Tode, der 1759. er-folgte, in Mosaik gebracht, und die Cartons dazuin der Karthause aufbehalten wurden. Lanzi(R 532.) rühmt von ihm ganz besonders ein Ge-mälde in St. Magdalena, das den H. Cainitt mitEngelchenvonDomenichino's Grazie darstelle; undbemerkt dann überdies, daß die kleinen artigenFiguren sehr gefielen, womit er die Landschaftenvon Orizonte zu staffiren pflegte.

* oder Constanti, (Simon). Wie-der unter dem letztern irrigen Namen nennt ihn /s.

Cosway.

und führt dann die Ansicht einer Kapelle von St.Franz Xaver, von A. Specchi, und ein Altarblattnach seiner Zeichnung gestochen, an.

Coste, ( ). So nennt die Handschrift

meines sei. Vaters einen Geschichtsmaler-, der um1760. zu Marseille gearbeitet habe.

( ). Und eben so einen Kupferstecher,

der neben anderm das Bildniß des P. Pasqujeegestochen habe.

( ) Wird im Almanach äes Reaux-

^rts von 1803. unter den damals in Paris leben-den Baumeistern genannt.

undpergot,( ) beyde Juwelirerzu Lausanne , machten um i?8o. alle Arten vonKleinodien, besonders feine Arbeiten aus Elfen-bein und Haaren in einem solchen Grade von Voll-kommenheit, daß sie selbst nach Paris und London verschickt wurden. Heiners Reisen Th. II.S. 158.

* Coster, (Angelus), dessen im Lexikon unterdem Artikel Peters seines Neffen Erwähnung ge-schiehet, wird dort und von L irrig Adam ge-nannt, dem beyde ebenfalls das Urbild des großenvon Vorstermann herrlich gestochenen Nachtstücks:Fünf Trictrac - Spieler, nebst einem Mädchen, dasdie Laute schlägt, von Lucas Vorstermann, zu-schreiben , und dessen eigenes Bildniß P. de Jodenach van Dyck gestochen hak.

vallayer, (Anna), eine französischeKünstlerin, welche meisterhafte Still-Leben malt,schon um 1770. in die Königl. Maler - Akademieaufgenommen ward, und deren von ihr selbst ge-zeichnetes Bildniß F. le Tellier gestochen hat.Seit der Revolution erschien dieselbe neuerdings,und erhellet nämlich aus Landon (Annal. I. 188.)daß sie iZoi. von ihren Arbeiten (Blumen) ausge-stellt habe, die sich durch getreue Nachahmung derNatur, eine angenehme, wohlgeordnete Erfindungund Stellung der einzelnen Theile, durch ein man-nigfaches und glänzendes Colorit und durch die lieb-lichste Harmonie ausgezeichnet hatten. Dasselbegeschah (zufolge der Xouvelles äe8 -Irt8 IV. 62.)noch späterhin bey der Ausstellung vvm I. Xlll.ungeachtet sie »IN /Umanaeb äes öeaux-^rts voniZoz. unter den damals zu Paris lebenden Künst-lern nicht angeführt wird.

* (D-). Wohl derselbe, den aus-drücklich David nennt, minder (ihm zufolge um1720.) vornämlich für Buchhändler, und sonst nachverschiedenen Künstlern gestochen habe.

* (Loren;). Die ihm, wahr oder falsch,zugeschriebenen fünf Bildnisse, nebst einer H. Jung-frau mit den Leidens - Instrumenten, welche aufder Bibliothek St. James zu London gezeigt wird,alles in Holz geschnitten, führt an. Jene fünf(oder vielmehr sieben) Bildnisse werden aber imwinklerschen Katalog weit genauer beschrieben.JnMeermans Ori^m. typc>k;rapli. wird Coster:Loren; von Brederode, Schöpf undKünstler zu Harlem , genannt.

C 0 stius, (Bartholome). So nennt I. einenKupferstecher zu Lissabon , ohne seines Zeitaltersoder seiner Arbeit weitere Erwähnung zu thun.

Cosway, (Maria), geb. Hadfield, eine Ma-lerin, Tochter eines englischen Gastwirths vonLivorno . Ihre Mutter welche ihre vorigen Kinderalle in den ersten Monaten verloren, hatte aufdrin-gendes Anhalten ihrer Wärterin hin, das Gelübdgethan, wenn ihr damals noch ungebornes beyLeben bleiben sollte, dasselbe in der catholischchReligion erziehen zu lassen; und diese Wärterinbekannte nachwerts auf ihrem Todbette, daß sie dieübrigen, um die Zahl der Ketzer nicht zu vermeh-ren umgebracht hätte. Die junge Marie genoßeine vortrefliche Erziehung, und heirathete den be-rühmten Miniatur-Maler Cosway, der sie in der