Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
240
JPEG-Download
 

S 4 ö Cremet.

der zu End des XV. Jahrhunderts blühete, und er»Zeitgenosse von Dincenz Foppa und Alex. Ardesiowar.

* Cremer, (Julius), genannt Croma. Unterdiesem letztem Namen (erstrer deutet auf deutsche Abkunft) kennt ihn LanZl II. 2.150. und nennt ihneinen Künstler von größerm Ruf als Verdiensten,der in alle feine Gemälde Architektur anzubringenaffcktirt hatte, und auch sonst gesucht in seinemganzen Styl war, welcher mehr Vambini's, alsseines Lehrers Mona's seinem gliech, und den manhauptsächlich an seiner röthlichen Carnation undüberall chargirten Färbung leicht erkennen kann.Von seiner Arbeit sieht man die Geschichten vonSt. Andreas, in der Kirche dieses Namens, zuFerrara , nächst dem großen Altar, u. s. f. Erstarb ungefehr 60. Jahr alt.

* Cremona oder Cremonese, (Simonvon), bisweilen auch Simon von Siena undSimon der Neapolitaner genannt. Er soll auchzu St. Clara in Neapel gemalt haben. II. 34z.

* Cremonensis, (Anton). Sein mit starkenZügen gearbeiteter Holzschnitt von Mutius Scävokawird im Winklerschen Katalog näher beschrieben.

Cremonese, (Joseph). S. Calerti.

* Cremonini, (Joh. Baptista). Neben dem,was das Lexikon von ihm rühmt, war er auch sehrgeschickt in Abbildung wilder Thiere. Sein Fleißdann war ausserordentlich. Es ist kaum ein ange-sehenes Haus in Bologna das nicht von seinenGrau in Grau, in Sälen, auf Kaminen u. s. f.besitzt, seiner vielen Fresko - Arbeiten in Kirchennicht zu gedenken. Auch hielt er eine Schule, inwelcher Guercino , Savonanzk, Fialetti, u. s. f.Unterricht nahmen. Lansr II. 2. 60. Er starb zuBologna .

Crepiir, (Ludwig), ein französischer Maler,Schüler von Regnault, dessen größte Stärke inSeestücken bestuhnd, lebte noch in Paris 1303.

Eine Arbeit von ihm,das Treffen der französ. Corvette la Bayonnoiseund der englischen Fregatte Embuscade fand solauten Beyfall, und war mit so bewundernswerthemFeuer dargestellt, daß er dafür den Preis von zooo.Livr. und zugleich von der Regierung den Auftragerhielt, zwey andre größre Scenen ähnlichen Jnn-halts, nämlich das Treffen an der Küste bey Bou-logne, und die Schlacht bey Algesiras zu malen.Fiorillo III. 5 o 4 5 . Landon (Annal. I. 193 )

( ) ein französischer Landschafts-

maler, dessen Blüthezeit uns unbekannt ist; arbei-tete meistens auf Holz. Seine Stücke, die nuretliche Zolle groß sind, stellen Felsen, Wälder,Mondscheine u. s. w. vor. Msc.

( ) ein von obigem Ludwig ver-

schiedener französischer Künstler wird, ebenfalls im^lmansch lies Ueaux-^rts von 1803 unter dendamals in Paris lebenden Blumen-Ornament- undtodter Natur-Malern angeführt.

* Crepu, ( ). Er heyrathete die Tochter

des berühmten Miniaturmalers Pauly. M«.

Crescensci, (Bartholome). S. Cavarozzi.

* (Johann Baptist ). Sein Haus in

Rom wurde häufig von Gelehrten, und hauptsäch-lich von Marine» besucht, der sich mit seiner parpiernendsllerlg, cr Poeslein onore lie' piu lamosipittori e scultori eine hübsche wirkliche Gemälde-Galerie von Künstlern die er unbeschränkt lobge-priesen, zu erleyern gewußt hatte. Crescensci starbzu Madrid 63-65. Jahr alt. I. 501.

* Crescrone, (Johann Baptista), arbeitetenoch um 1568. ^««3» I. 599 -

* Crespi, (Anton), Joseph Maria's Sohn,

conjuAato) dessen im Lexikon unter des

CreSpi.

erstem Namen Erwähnung geschieht, malte ganznicht in dem Styl seines Vaters, sondern weitstudirter. Er starb 1731. II. 2. 191.

* Crespi, (Anton Maria) und dessen Vater

* (Benedikt), Buftim genannt, lebtenim XVII. Jahrhundert, und arbeiteten beyde ineiner starken und zugleich zierlichen Manier. I. B.Coriolan hat wahrscheinlich nach dem Vater ge-stochen; dagegen scheint das an Perer Bianchi(auch Busiino genannt) gemachte Vermächtnis vonZeichnungen u. a. Kunstsachcn, eher den Sohn an-zugehn. /.mr-er II. 468.

* (Daniel).Einer von den geschick-testen italienischen Künstlern", (sagt Lanzi tl.45 -fS 5 -)der aber doch ausser seinem Vaterlandkaum genannt wird; ein seltenes Genie, der seineneinten Lehrer (Cerano) gewiß, vielleicht auch denzweyten (Procaccini) übertraf. Mit einem durch-dringenden Verstand begabt, vereinte er damit großeLeichtigkeit in der Ausführung; wußte an seinenMustern das Beßte nachzuahmen, und das wenigerGute auszuweichen. Die Grundsätze der Carracci -schen Schule kannte und befolgte er, ohne dieselbebesucht zu haben. Im Colorit nahm er viel vonderselben an. In feinen Köpfen herrscht großeVerschiedenheit, aber eine gewählte, nach denAffekten, die er vorstellen wollte. Hauptsächlichaber war der Ausdruck einer schönen Seele in denGesichtern seiner Heiligen bewundernswürdig. Inseiner Vertheilung der Figuren herrscht immer dienatürlichste Ordnung. Die Drapperie ist gut ab-gewechselt, und an vornehmen Personen ziemlichreich. Er colorirte mit der größten Lebhaftigkeitsowohl in Oel als in Fresko. In seiner großenAbnehmung vom Kreuze in der Kirche della Pafflonezu Mailand sollen sich viele Bildnisse aus der dama-ligen römischen Curia befinden; wahrhaft tiziani-sche Köpfe. Dieser Künstler hakte das Seltene, daßer jedes neue Werk immer besser als die vorher-gehnden malte" (freylich starb cr schon vor seinemdreyffigsten Jahre). Wirklich gehört sein letztes,seine Geschichten aus dem Leben des H. Bruno inder Carthause zu Mailand , zu seinen gelungensten.Er starb mit seiner ganzen Familie an der Pest.Nach ihm hat A. Weggers eine Anbetung desKindes geätzt, und H. Ferroni den todten St. Hie-ronymus, von den Engeln zum Himmel getragen,endlich P. A. Pazzi sein für die Galerie zu Florenz gemaltes Bildniß in Kupfer gestochen. Ein inneuer, sehr zierlichen (der Schmidtischen am nächstenkommenden) Manier ganz radirtes Blatt nach ihm:Die Grablegung Christi, gab 1805. Joseph Longhi;und wissen wir nicht, warum das Journal fürLitteratur und Kunst II. 13c». das Urbild vielmehrdem folgenden Joh. Bapr. Crespi zuschreiben will.

^ (Joh. Baptista). Cerano ward er

von seinem Geburtsort, einem kleinen Flecken imNovaresischen benannt. Mit der Malerey ver-einigte er gute Kenntnisse der Bau - und Bildhauer-kunst. Er stand in großem Ruf bey dem Hofe zuMailand , von welchem er pensionnirt war, undbey dem Kardinal Frwderich, dessen weitschichtigeUnternehmungen er leitete. Eben so war er Vor-steher der dortigen Akademie. Als Maler vereinigteer große Talente mit großen Fehlern; geistreich, keckund harmonisch, war er hingegen nicht selten nranie-rirt, weiter entweder Grazie oder Hoheit (xrsnäio-slta) affekriren wollte. So z. B. in seinen Gemäldenalle Pace zu Mailand , wo das Nackte ins Schwerefällt, u. seine Personen sich in allzuheftige Bewegungsetzen; doch bemerkt man diesen Fehler nicht in allenseinen Werken. Aber fast stets hat er seineSchattenzu dunkel gehalten. Inzwischen übertrift seinGuttsund Schönes seine Gebrechen so sehr, daß man ihnimmer für einen der beßten Meister seiner Schuleachten muß. So erscheint er in seiner Laufe desH. Augustins zu St. Marco; so in seinem St. Carlund St. Ambrosius bey St. Paul, so in seinemberühmten Gemälde des Rosenkranzes bey St. la-