Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
243
JPEG-Download
 

Crew.

Ererv, (Emma), eine englische Malerin, nachwelcher Dickinson und C. Wdite um 1783. u. s. f.mehrere Blatter, meist englische Costume-Stückein punktirter Manier gestochen haben, von denenL und der Gantkatalog von Brandes ein Dutzendanführt, in welchem letzter» solche zugleich gewürrdigt, und meistens sehr schön genannt werden.

* Ericolini, (Anton). Derselbe wird auchunter die Schüler von B. Luti gezahlt. I. H.Frezza hat nach ihm des H. Rochus Fürbitte für diePestbehafteten gestochen.

* Eriscuolo,(Joh Angelus). Einige machenihn, doch mit Unrecht, zum Schüler von Michael Angelo , andre von Marc di Pino oder da Siena ,statt Marcs Cardisco, den ihm das Lexikon zumLehrer giebt, der doch schon 1542., unser Criscuoloselber aber um 157z. (und zwar, wie es heißt nochin blühendem Alter) verstorben war. Lanzi ( 1 .604.)nennt ihn, was seine Oelmalercy bereift, einenguten Nachahmer seines Meisters, Fiorillo aber(II. 774 ) vollends einen der vorzüglichsten neapoli-tanischen Künstler. Letztrer führt dann verschiedenevon seinen größern Arbeiten, und namentlich alsdie berühmteste seine Himmelfahrt Maria in derKirche Gt. Jakobs der Spanier zu Neapel an.Die Bewegungen und Mienen der Apostel" (heißtes dort)verrathen Nachahmung des Polidoro daCarravaggio; und in der Darstellung der Glorievon Engeln bemühte er sich den Pietro Perugias zuerreichen." Durch ein andres seiner Gemälde indem Königl. Pallaste, welches den H. Ludwig vor-stellt, und, nebst seinem Namen, mit dlotajo ?lttors1562. unterzeichnet ist, hatte er sich ebenfalls allge-meine Achtung, selbst diejenige seines Bruders er-worben, der ihn sonst man weißt nicht recht obaus Eifersucht, so oft erinnert hatte, lieber zuseinem Leisten Prozesse zu schlichten zu kehren.Wie endlich unser Eriscuolo den ersten Grund zurKünstlergeschichte von Neapel geleget, erzählt schondas Lexikon; genauer aber Lanzi I. c.

* (Joh- Philipp). Florillo II. 77 Z-setzt sein Geburtsjahr schon in 1495. und giebt ihmein Lebensalter von 89 - Jahren. Die Anstrengung,mit welcher er in Rom studierte, erwarb ihm denBeynamen des 8tuäioso bleapolirano.Wahrendder kurzen Zeit, da er sich in Rom befand" (heißtes bey gedachtem Schriftsteller)verliebte er sichganz in Raphaels Schule; aber, indem er zugleichseinem eignen zurückhaltenden und schüchternenWesen folgte, verfiel er darüber in eine gewisseTrockenheit; was ihm aber eher zu einer Zeit Ehrebrachte, wo man in der Zeichnung ausschweifte,und von der raphaelischen Genauigkeit nur allzusehrabwich." Auch für den Kunstunterricht soll er be-sondre Talente besessen haben Ein Kreuz tragenderChrist für St. Lorenzo zu Neapel wird besondersgerühmt.

Erispi, (Aloys), Maler und Priester. Nachihm hat V Franceschini das Bildniß von AlexanderPolitus, und Joseph de Benedictis, nach derZeichnung vonSeb. Ghama, einen St. BenediktvonPhiladelphia gestochen. /(.

(Scipio), ein Maler von Tortona , Zeit-genosse von Cäsar Arbasia di Saluzzo ; arbeitetenoch^,,n 1599. Seinen Meister kennt man nicht.4 " St. Lorenzo zu Voghera sieht man von ihmeine Heimsuchung, die ihm viele Ehre macht, und in-rwrtona selber eine Madonna mit den HH. Franciscund Dominic, mit seinem Namen und der Jahr-jahl 1592. Lanzi II. 2. 357.

* Crispy, I. oder L.). S- Crespy.

* Er isti, (Ascan Dei). S. Ebnfti.

Er ist 0 faki, (Adrian). So nennt /(. einenneuern Maler von Verona , nach dessen ZeichnungF- Zucchi verschiedene Blatter für das lVluseumVeronense gestochen habe.

Cr 0 ce. 24z

* Cristofano und Eristsforo. S. Ehri-stofano.

Eriton und Nicolaus. ZweyatheniensischeBildhauer, von welchen man um 1767. drey Ca-ryatiden, jeden von n. Palmen, etwa zwey Meilenvor dem Thore St. Sebastian, bey Rom, aus-aegraben hat. Winkelmanns Briefe vonDaßdorf II. 2Zg.

*Crivellari, (Bartholome) , geboren zuVenedig um 1725. und Rost !V. 17172.nennen ihn (wir wissen nicht, auf welche Autho-rität hin) auch einen Bildhauer, der einige Zeitin Rom gearbeitet habe. Dann führt er von ihmmehrere Blätter, theils mit, theils ohne Namendes Malers, Bildnisse sowohl als historischen Jnn-haltes, an; so wie man hinwieder nach ihm einenzum Himmel getragenen Heiligen von F. Bartolozzikennt. Aus seinem Blatte nach einem Gemälde vonJul Romanus, welches sich in der Königl. Preus-sischen Gallerte befindet, sollte man schließen, daß ersich auch in Deutschland aufgehalten habe. Sechsmythologische Vorstellungen von ihm nach Libaldi,die zu Zansttl's zierlichem Kupferwerke: pitturLüi Mbalcli e ci i ^bbsti, essisteati nsll' I°?titMo

6olo§na gehören, beschreibt/üßli II. 10zio.

* Erivelli (Angelus Maria). Lanzi (II. 476.)sagt, daß man ihn, zum Unterschied von seinem nach-folgenden Sohne Jakob, Erivellone genannt habe,und kann übrigens dem großen Lobe nicht beypflich-ten , das ihm von Einigen ertheilt wird. SeinTodesjahr setzt er, zwar ebenfalls nicht ganz be-stimmt, doch um zwanzig Jahre früher, als dasLexikon, an.

* (Carl). Derselbe scheint lange imAusland gelebt und sich zuletzt zu Arcoli nieder-gelassen zu haben Lanzi (l. 357 u II. 15.) sahvon ihm in der Kirche St. Francesco zu Matelica im Kirchenstaate ein Gemälde, wo er sich: Larol.Owe//r, Venstus IVIiles unterzeichnete; ein zwey-tes , ebenfalls mit seinem Namen, bey den Observartinern zn Macerata , und ein drittes mit der Jahrs-zahl 1474. bey dem Kardinal Zclada. Nach An,ficht dieser Arbeiten urtheilt er von ihm: Daß erein Künstler war der zwar minder seiner Zeichnungwegen bemerkt zu werden verdiene, als um desstarken Colorits willen, das einige Aehnlichkeitmit demjenigen aus der Schule des Perugino habe;dessen größtes Verdienst in kleinen historischen Ge-mälden bestand, worin er hübsche Landschaft, undFiguren voll Grazie, Regsamkeit und Ausdruckanzubringen wußte.

(Franz). So nennt Lanzi (II. 396.)einen alten Künstler von Mailand , der um 1450.gelebt, und von dem es heisse, daß er der erstewar, der dort Bildnisse gemalt habe.

(Jakob), Angelus Maria's Sohn.Nach Lanzi (II. 476.) bestand sein größtes Talentim Malen von Vögeln und Fischen. Er malteviel an dem Hofe zu Palermo , und starb 1760.

* Eroce, (Balthasar). Einige halten ihn fürälter als die Carracci . Malvasia zählt ihn zuden Nachahmern des Guido Er war ein guterPraktiker und braver Freskomaler von natürlichemStyl, ohne daß man ihn deswegen so leicht, wiees Viele thun, carraccisch nennen könnte. Indem öffentlichen Pallaste zu Viterbo , in einerKuppel der Kirche Giesu , und in den großenGeschichtsgemälden bey St. Susann« zu Rom ,sieht man von seiner Arbeit. Lanzi II. 2. 292.

giebt sein Todesjahr in 1638. seine Lebenszeitaber wie das Lexikon an.

----- (Franz Maria Rizzi, genannt da).Nach Lanzi (II. 31) wird seiner von 150729.gedacht In einem Gemälde der Pfarrkirche zuEndine von letzterm Datum nennt er sich: frsnc.

llor^omensis Iiabitator Venetlis. Erwähn-ter Schriftsteller sagt von ihm und einigen feinerHh-