Band 
Zweyter Theil [1].
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242
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242 Crespy.

Crespy oder Crepy, (Johann), Kupfer-stecher und Kupferstichhändler zu Paris , geborenum 1650. Seine und seines nachfolgenden SohnesHauptbeschäftigung scheint gewesen zu seyn, diebeßten Werke andrer guter Stecher zu copiren.Dennoch kennt man auch verschiedene größere Blättervon ihnen, die sie unmittelbar nach Gemälden odereigener Erfindung mögen gestochen haben; unddann eine Menge kleiner, sogenannter Dosenstücke.Von den größern, theils Bildnisse, theils historischenInnhakts, führen /k. und besonders Rost VII.26263. mehrere an.

* (L.), hieß Ludwig, nach andernglaublicher Carl, des obigen Sohn, geboren 1634.S. von ihm, nebst dem Lexikon, den vorhergeheden Artikel.

Crespini, (Marius de), geboren von Como ,ein geschickter Blumenmaler, Schüler von Maderno,den er noch übertreffen hat. Er blühete um 1720.Von seiner Arbeit siehet man in Como und den um-liegenden Städten. La-rr-r II. r. 476.

Cressenti, (Fran. Co.), ein römischer Künst-ler, wird von Christ S. 137. angeführt. C. Bloe-maert hat nach ihm ein seltenes Blatt für die Dc>cu-menri ct'^more gestochen: Eine Frau, die einenLöwen liebkost. Lram-ier.

Cressi, (Joh. Niklaus), ein Maler, nach wel-chem Valerian Regnartius eine Thesis geätzt hat.Er soll vermuthlich Grassi heissen. ie Comte'I. III. x. 239.

* Cresti, (Dominicus), von seinem Geburts-orte passignano genannt. Einige setzen sein Ge-burtsjahr in 1560. Sein erster Lehrer war Hier.Macchietti. Da Zucchero seine Talente und seineFertigkeit im Arbeiten sah, so nahm er ihn zumGehülfen bey verschiedenen Unternehmungen, dieer in Venedig auszuführen hatte. Bey Gelegenheitder Vermählung des Großherzogs Ferdinand I. gieng er nach seiner Vaterstadt zurück, und fandda, so wie nachwerts zu Rom unter den Regierun-gen Clemens VIII. und Paul V. viele Beschäftigung,und erhielt den Ritterorden. Minder glücklich warer unter Urban VIII. Er kehrte daher wieder nachFlorenz zurück, und blieb dort bis an seinen Tod.Sein langer Aufenthalt in Venedig war es eigent-lich , was seinen Styl und Geschmack gebildet hatte,der eben nicht der ausgesuchteste und richtigste,aber dafür maschinerievoll, reich an Architekturund hübschen Kleidern war. Die Bewegungenseiner Figuren schienen häufig denen gleich, welchedem Tintoret geläufig waren; aber eben auch, wiedieser, malte er mit flüssigen, ölichten Farben,damit seine Ideen recht schnell auf der Leinwanderscheinen möchten. Dieses und die schlechtenGrundirungen waren Schuld, daß der größte Theilseiner Oelgemälde durch die Zeit zu Grund gerichtetwurden. Das Alles aber hindert nicht, daß ver-schiedene seiner Arbeiten (diejenigen zumal die zuerstvon seinen bessern Schülern untermalt, und nach-werts von ihm mit Fleiß ausgeführt worden) ihn,als einen sehr verdienten Künstler, der Nachweltempfohlen haben. So z. B. sein todter Christ inder Kapelle von Mondragone zu Frascati; so seineGrablegung im Paüaste Borghese; so ein Kreuztragender Christ in St. Giovannino zu Florenz . Sovornehmlich seine wunderschöne Glorie im KlosterVallombrosa an seinem Geburtsort, welche zugleichzu seinen crhaltensien Werken gehört, und ihn wür-dig machte, Ludw. Carracci's , d. h. des Stiftersder bolognesischen Schule Lehrer zu seyn; was zwarbehauptet wird, dann aber ein früheres Geburts-jahr des Lehrers vorauszusetzen scheint, als manihm gewöhnlich giebet. Lanzi I. 213. und Fio-rillo 1 . 408. Cecchi und Eredi haben nach ihm,uns unbekannte Blätter, und Pazzi sein in derGalerie zu Florenz befindliches Bildniß gestochen.Auch in Royers Sammlung soll sich ein Blattnach ihm befinden. Und endlich führt der NAnkler-sche Katalog ein wahrscheinlich von ihm selbst ge-

Creux.

ötztes (selten genanntes) Blatt an, welches lediglichmit: Dom. /. unterzeichnet ist, und das KindJesus in einer Glorie, das dem H. Anton vonPadua liebkoset, vorstellt.

* Crerel oder Crerey, (Andreas). K. derden Namen in Crerö oder Crerx verstümmelt, führtnach einem Riescnsturze von ihm aus dem Kabinettedes H. Boyer d'Aiguilles, ein von I. Coelemansgestochenes Blatt an.

* Creei, (Donat). Sein Geburtsjahr wirdvon //. wohl irrig in 1677. dagegen das Todesjahrvielleicht richtiger als im Lexikon in 1749. ange-geben. Aus den Manieren von Pasinelli und Can-tarini bildete er sich eine dritte ziemlich edle undangenehme; und hätte es übrigens noch viel weitergebracht, wenn er in jungen Jahren den Studienfleisslger obgelegen wäre, was ihn denn oft nochbis im höchsten Alter untröstlich machte. SeinColorit war keck, aber roh; und er schien derMaxime beyzupflichten, die man dem Veroneserzuschreibt, daß das Alter ihr schon die nöthigeHarmonie ertheilen werde. Seine Arbeiten konnteer fast niemals von der Stafeley entlassen; nochfand er immer etwas daran auszubessern. Zu denbeßten derselben gehören: Sein Vincenz für diegroße Prediger-Kirche zu Bologna , besonders aberfein Gastmal Alexanders im Pallasie Fava daselbst.

II. 2 führt nach ihm einige Blatter

an, welche fast offenbar einem ganz andernKünstler zugehörcn.

Creroy, (I.) So nennt einen Maler,von, oder nach welchem er (man begreift es nichtrecht) ein Bildniß Ludwigs XIV. und eine Land-schaft mit Vieh, in Schwarzkunst geschabt, beydemit A. Oewi/ Uomsnus k. unterzeichnet (es reimtsich Alles seltsam genug zusammen) kennen will.

Creville, ( ) Ein Geschichtsmaler zu

Paris um 179c».

Creutz, (Claudius von), wird irgendwo dererste Cranatensetzer (?) in Nürnberg genannt,

(Johann von), Siegelschneider daselbstum 1675. ^c.

(Joh. Paul von), Gürtler und Siegel-schneider daselbst um 1575. Wie S. dazukömmt, sein Geburtsjahr in 1636. zu setzen, istuns unbekannt. Diese drey Künstler sind uns nichtweiter, als durch ihre Bildnisse bekannt.

(Martin Friedrich), der Baumeisterund Kammerrath. Noch gebührt ihm ein von.Er starb 1735. Mac.

* Creutzberger, (Paul). /s. nennt ihneinen Formschneider von Nürnberg , der (nachDoppelmair) i 66 c>. gestorben sey.

* Creutz selber, (Johann Georg). Dieserist wahrscheinlich derselbe, den das Lexikon Johannnennt. setzt sein Todesjahr in 1633. und führtvon ihm verschiedene Bildnisse an, welche theilsEr selber, theils E. Hainzelmann, I. Sandrartund eben auch (wie das Lexikon sagt) L. Kilian,und dann I. G. Prestel eine um 1612. durch denKaiser Matthias geschehene Jnfeodation des Rathszu Nürnberg nach ihm gestochen haben.

* (Johann Philipp). So wird eben-falls ein um 1632. verstorbener Maler zu Nürnberg in seinem 1630. von Th. Hirschmann gestochenenBildnisse genannt. Ob etwa derselbe ebenfalls mitdem Johann im Lexikon und mit obigem JohannGeorg Eine Person, und welches, in solchem Fall,der wahre Taufname seyn möchte, ist wohl nichtleicht auszumitteln.

Creux, ( du), malte um 1770. in Pastell zuWien Cathelin, I Schmutzer, u. a. haben nachihm Bildnisse der Kaiserin Maria Theresia undves Kaiser Josephs II. gestochen.