Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
245
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C r o m e r.

einen aus Preussen gebürchigen taubstummen,geschickten Diidnißmaler heißt, der sich um 1770.im Haag aufgehalten habe.

* Lromer, (Ich. Baptist), starb um 1750-,/ch,rLr II. 2. 250.

* Cronrus. Von diesem antiken Edelsteine

schneiver hat die Lippertsche Dacktyliotheck einenvortrefiichen Stein.- Perseus mit dem Medusen-köpfe, den Natter copirte. Eine Medusa, welcheBracci (II. Ist,. 56.) anführt, scheint eher dasmoderne Werk von Sirleto zu seyn. x. 62.

Cronpusch, (C. W). Nach einem deutschenMaler dieses Namens hat I. G. Wolfgang dasBildniß von Ich. Andr. Thümmel gestochen. Ilkc.

Cr 0 0 ch, ( ) ein Maler zu Koppenhagen,

wird von D«ruw S. »zo. angeführt.

Croonenburg, (Stephan), ein Maler vonHaag; lernte bey Franz Floris .

Lropanese, (F.). Man findet diesen Namenauf einer Schaumünze von Papst Clemens XIII .Sammlung berühmter Medailleurs d!". 278.

Crophius, (Martin Gottfried), einAugspursgischer Kupferstecher; kopirte um 1750. eine Mengefranzösischer Kupferstiche für den Herzischen Verlag.Mr.

Eros, (Peter du), gebürtig von Dvcrdun inder französischen Schweiz . Derselbe ging schonfrüh in Italien , wo er um 1730. in Gesellschftvon Johann Volpato zu Rom , theils nach Ge-mälden aus dem Vatikan , hauptsächlich aber nachZeichnungen nach der Natur Prospekte dieser Stadt,besonders von antiken Gebäuden u. s f. iu Blätter»herausgab, wovon nur die Umrisse geatzt sind, dasübrige aber mit Wasserfarben schön und geschmack-voll ausgemalt war. In 1785. dächtt er auf einWerk: l'tVrt cis Zraver an pmcsau, ä la plumsstsurossnu, st nurnlsre rrvsc ülvcrzes telucs!-,pour lmitsr leg äessins 6es Arsnäs maltres, rs-banzsLS 6s blnnc sur 6u papier colors. Nochspäterhin (wie es scheint erst gegen End des XVI II.Jahrhunderts) nahm er sich vor, gemeinschaftlichmit Paul Montagnani, 24. Prospekte von Sizilien und Malta auf Unterschrift von 4. Zecchinen (vonvieren sogar von 6.) vom Stück, ans Licht zu stellen.Ob solches seither geschehen, ob selbst jenes schon» 78 ; angekündigte Werk von ihnen wirklich er-schienen sey, ist uns bey der dürftigen Kunde vonultramontanischer neuester Kunst, ganz unbekannt.Irren wir uns nicht, so haben wir jüngsthinvernommen, daß du Eros noch im I. i 8 c> 5 - zuNeapellebte. Mensel Mir. IX. »90. RostIV.268.

* Crosaro oder Erossaro, (Joh. Baptist),starb 1756 im 59 . Jahr seines Alters. Il/Lc. Za-irern spricht von ihm, als einem hübschen Genievon gutem Geschmacke; was aber Lauzi II. 2.38485. ungefehr wie das Lexikon, namhaft be-schränken will, und meint, er sey mehr wie Archi-tektur- als wie Gcschichtsmaler, bemerkenswcrth;in jener Gattung täusche er das Auge angenehmgenug. Beyspiele davon finden sich mehrere inder Vigna der Königin. Einen todten Christ vonihm auf dem Grabe liegend und mit Engeln um-geben, von I. Leonardas gestochen, führt derGantkatolog von Brandes an.

Crosne, ( ) Unter diesem Namen findet

man das Bildniß von Ludwig Franz le Fevre deCaumartin. M§c.

Eroß, (Thomas), ein englischer Kupferstecher,von welchem /f. eine ziemliche Anzahl Bildnisseenglischer Personen ohne Namen des Malers mit164654. datirt, anführt. Dann soll er auchnach H. Stone gestochen haben.

Erotcher,( ) ein englischer Kupferstecherum »770; hat, nach D. Dodd, einen Arten, dertanzen lernt, u. a. gestochen. Mn.

Crozati. 245

Croucaert, ( ) ein Gcschichtsmaler zu

Brüssel um 1730. IkLc.

* Crourchloup. Ein fingirter Name, dessensich Gorrfr. Lebr. Crusius, zu Paris (ohneZweifel des Wohlklangs wegen?) bediente, undwomit z. B. ein Blatt: l'Bmour cornluit par lakolle, nach I. E. Echönan bezeichnet ist. //.

Crourelle, ( ) So nannte Basan («sc.

Tält.) einen damals (»789.) jungen Kupferstecher,Schüler von Delaunay dem ältern, der nach Ma-rillier verschiedene Vignetten u. a. gestochen hatte.Wahrscheinlich derselbe Künstler, der in denneueste» Tagen wieder auftrat, und für dasXXVIII. Heft der Onllerle 6'OrIeuns das Urtheil Salomo 'snachP. Veroneie, so wies. d. XXVII. Heftdes iVIusös sranyüls Rinald und Armida von Do-minichino, letztres nach der Zeichnung von Naigeon gestochen hat, und den Laufnamen L. tragt.

Crowne, (Wilhelms So nennt einenenglisll-en Maler, nach welchem M. Burghers dasBildniß von John Barefoot gestochen habe.

Crozar, (Joseph Anton). Dieser berühmtefranzösische Kunstliebhaber stammte, so viel manweiß, aus Toulouse , wo er sich bereits um 1635.Ruf erworben, und in der Folge nach Paris kam,wo er Parlemcutsrakh, Maitre de Rcqnetes, undzuletzt 1719. Vorleser des Königes wurde. Eingroßes Vermögen setzte ihn in den Stand, meh-rere Gemäldsammlungen, wie B. diejenigenvon Jabach, de la Noue, der Stella, des AbtsQueSuel, und die beträchtliche Anzahl von Hand-zeichnungen, welche sich ehemals in den Händendeö Vasari befanden, an sich zu kaufn» Eben sobrachte er von den Erben M.-gnards zwey Bandean sich, welche Zeichnungen der Carracci's enthiel-ten; anst) die Sammlung von Bourdaloue , Girar-don, Montarsis, de Piles u. a. kamen in seinenBesitz. Auf einer Reise in Italien dann gelanges ihm vollends, die größten Kostbarkeiten an sichzu bringe». So z. B. fand er zu Urbino eine Mengeraphaelischer Originalzeichnungen bey einem Nach-kömmlinge des Limoreo Viti, eines Schülers vonRavhael; und eben so erhielt er den unschätzbarenSchatz derjenigen aus dem Museum des DonLivio Odescalchi bey der Gelegenheit, als die Ge-mäldesammlung desselben an den Herzog Regentenverkauft wurde. Er selber besaß 400. Gemälde vonMeistern des ersten Ranges; eine Menge Sculp-turen, Basreliefe, Bronzen, und Modelle ausgebranntem Thon von Mich. Angelo, Flamingo,Algardi u. a. Ferner 19,000. Original-Hand-zeichnungen ; und endlich eine Sammlung vongeschnittenen Steinen, welche nach seinem in 1740.erfolgten» Tode an den damaligen Herzog vonOrleans verkauft worden, und seither in das Kaiser!.Museum zu St. Petersburg gekommen sind. Allediese Schätze standen den Gelehrte», Künstlernund Liebhabern, mit einer Liberalität zum Gebrauchoffen, die durch ganz Europa bewundert, aber nir-gends nachgeahmt wurde. Ausserdem ließ er aufseine Kosten die Gemäldegallericu des Königes unddes Herzogs von Orleans durch die geschickteste»Künstler seiner Zeit in Kupfer siechen, wovon dererste Theil schon 1729. der zweyte aber erst nachseinem Tode (1742.) erschienen war. Handzeich-imugen und Platten zu diesen schönen Werkenwurden alsdann, eben so wie seine Sammlungvon geschnittenen Steine» , zum Beßten derArmen verkauft; das klebrige aber kam durch einLegat in den Besitz des Grafen von Chatel. Mr-

--iette Oescriytion 6es 6e88ln<; etc. etc. 6u Eabi-nst 6e Lrorat. 8. l^ris. 74». Fionllo IH.415l?.

Ccozati, (Johann Baptist ). So nennt //.einen Maler von Venedig , der 1758- im 65. Jahrseines Alters gestorben sey; nach welchem er abernichts Andres kennt, als eine von F. Zucchi ge,stochene Vignette für die italienische Uebersetzungvom verlorenen Paradiese, welche Gott den Vatermit dem Erlöser vorstellt.