Band 
Zweyter Theil [1].
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246
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246 Crucy.

Erucy, ( ) von Rankes, ward zufolge

des Dekrets der französischen Regierung vom2 Z- Jenner 1803- zum korrespondierenden Mitgliededer vierten Klaffe der schönen Künste (für die Bau-kunst) des National-Jnstituts zu Paris ernennt.

* Crupino. Ein Beyname von Alex. Allori.

Erusius, (Carl Lebrecht), jüngerer Brudervon Gottfr. Lebrecht, geboren auf einem Dorfe beyZwikau im Voigtlandc 174»., ein sehr guter Zeichnerund Kupferstecher Die ersten Fundamente der Kunstlegte er bey Weber, einem Maler zu Blankenhain .Alsdann gieng er schon in seiner Jugend nachLeipzig , und vervollkommnete sich im Zeichnen beyOesern; das Stechen lernte er bey seinem Bruder.Don einer langwierigen schmerzhaften Glieder -Krankheit niedergebeugt, ertrug er nicht nur seineLeiden mit bewundernswürdiger Geduld, sondernwandte jeden erträglichen Augenblick zu ämsigerArbeit an. Daher entstanden die vielen Bücher-verzierungen, welche Meistens Kinderfreund, dieLeipziger-Original-Ausgaben der Werke von Mie-land, Hirschfelds Landleben, Goectmgs Ge-dichte , Joriks Reisen, Schroecks Geschichtefür Kinder, und so viele andre Werke, besondersaus Leipziger -Verlagsartickeln zu verdanken haben.Eine Anzahl seiner Vignetten waren nach Oesers,die meisten übrigen nach seiner eignen Erfindung.Er starb zu Leipzig i ?79 Rost II. 194-95.

* ( ) Er hieß Gottfried Erbrecht

geb. 1759. auf dem nämlichen Dorfe, wo ftinjüngrer-Bruder. Er lernte die Kunst zu Leipzig , wo erviel für Buchhändler zeichnete und stach. Die Zeich-nungen zu den Kupfern für Achönaich's Hermannscheinen zu seinen ersten Arbeiten zu gehören. ImI. 1764. reiste er auf einige Jahre nach Paris ,und fuhr dann nach seiner Zurückkauft fort, Ver-zierungskupfer zu arbeiten. So kennt //. von ihmdiejenigen für die Leipziger -Uebersetzung zu ENar-monrels Erzählungen (woran übrigens sein jün-gerer Bruder Theil nahm); ferner zwölf Capricci;dann einige Bildnisse, Titelblätter, Älmanachs-kupfcr u. s. f. von welchen Rost ll. 194. nament-lich zwölf Blätter für einen französische» Kalender,Gegenstände der Tugend und der Laster darstel-lend, anführt.

Erussens, (Anton). Die Handschrift meinessel. Vaiers kennt einen Landschaftszeichner diesesNamens.

* Erupl, (Lernn). Geb. zu Gent um 1640.

kennt zweyerley Sammlungen von ihm, die eine:

Aussichten des Alten und Neuen Testaments in 2z.Blättern 1665., mit vielen Figuren geziert, wiees scheint von einem andern Meister, bloß nachseinen Zeichnungen gestochen, die sich (wie ein neuerAbdruck dieser Blätter in Düessuro zeigt-

in dem Ruyschischen Kabinette befanden: Dann eineandre Folge verschiedener Aussichten, mit Archi-tektur und Ruinen, welche Onrst inv. et fso. ,667.unterzeichnet ist Auch soll er nach verschiedenenAndern, und hinwieder Jul. Testa Mehreres nachihm gearbeitet haben //. Seine eignen Blättersind in einer geistreichen und angenehmen Manierausgeführt. Rost VI. 224-25. Der winkler-sche Katalog kennt von ihm ein großes, seltenesBlatt: ?rospectus kori komani, mit einer unge-heuern Anzahl Figuren, das aber vielleicht zu einerder obigen Sammlungen gehört.

ffruz oder Eruc, (Don Juan de la), IHer-medilla. So nennte, einen pensionnirten Geogra-phen des Königs von Spanien , der sich aber auchaufs Kupferstecher: gelegt, und nach seinem BruderManuel gestochen habe: Eollection üo Drujss«ie Lspsnna, tsntc, sntiguos come moclerno8Lol. 1777. Dann eine Folge von zwölf spani-schen Trachten, welche bey Rost IV. 255. ver-zeichnet ist, und ebenfalls 1777. zu Madrid , mitder Aufschrift: Dibijassc, per s) Manne/ cke /a O«.?: .xravsäo per H. Zsimn 4 e /« OnL, auf Kosten des

Cunego.

damalegen Russischen Gesandten am spanischenHofe, Zinowik, erschienen war, und endlich Plat-ter zu der 1730. schön gedruckten Ausgabe desDonquixotte.

(Don Manuel). S- den vorhergehen-den Artickel. Rost I. c. setzt das Eeburthsjahrdieser beyden Brüder in die Mitte des XVIII.Jahrhunderts.

(de la). ein Maler von halben Figuren,arbeitete vermuthlich in England. MiUar hat nachihm gestochen. M§e.

Eub leres, ( ). So hieß 1803. der Con-

servateur der Statuen im Parke zu Versailles ,von dem uns jedoch unbekannt ist, daß solcherein ausübender Künstler sey. ^imarracü L'eaux-^r /5 iZoz.

* Cucchi, (Johann Anton), dessen im Lexikonunter dem Artickel Johanns gedacht wird, mitdem er vielleicht vollends Eine Person ist. Wiedem immer seyn mag, so war er ebenfalls einMailänder, der um 1750. zu Mailand gearbeitet,und, wie es scheint, diese Stadt niemals verlassenhat. Auf römischer Spur (sagt Lanzr 11 . 472)zeichnete er sich indeß weniger durch Geist, alsdurch Fleiß aus.

Euerem berg, (Dionys.), ein Kupferstecher,arbeitete nach M. A. Buonaroti Mc.

* Euffle, (Peter van der). S. pererdel«Clusso.

* Eugnr, (Leonhard). S. Eungius.

Eulsorrus, (F. A.). So nennt einenMaler, nach welchem ein durch St. Panta-leon bewirktes Wunder ziemlich schlecht gestochenhabe.

Eulin, ( ). Und so einen französischen

Maler, nach welchem Vermeulen 1695. das Bild-lich des Geographen Jalllot gestochen hat.

Eulpem, (van), ein Dildnißmaler, arbeitetevermuthlich um 1720. zu Wien . Neben andcmhat C. le Roy nach ihm ein Bildniß des PrinzenEugens gestochen. Msc.

Euman 0, ( ) Zeichner und Kupferstecher,

geb. um 1760. zu Venedig , wo er um 1790. blühete.Dieser Künstler hat gemeinschaftlich mit Novellidas ganze Werk von Rembrant radiert, und zwarmit solchem Geiste und solcher Einsicht, daß sich durchsolches vor allen andern Kopisten und Nachahmerndieses holländischen Meisters vortheilhaft aus-zeichnete. Diese Sammlung besteht aus mehr alshundert großen und kleinen Stücken. Die meistendieser Kopien sind mit so viel Verstände gemacht,daß sie sowohl von Seiten des Geschmacks als derWirkung mit den Originalen wetteifern dürfen,und Liebhaber sich mit wenig Kosten die seltenstenStücke von Rembrant, davon die Originale >nguten Abdrücken täglich seltener werden, in diesenKopien anschaffen können. Rost IV. 266. der vonfünf Blättern des Cumano das Verzeichnis giedt-

Eundler, (A. B), vermuthlich des folgenden

Jakobs Vater, Maler und Kupferstecher zu Ass,der um 1670. Bildnisse nach A. du Buisson, I. Da-rrt, u. s. f. gestochen hat.

* (Jakob), geboren um 1700. ^

nennt ihn ebenfalls Maler und Kupferstecher-

(Johann) , ebenfalls Kupferstecher,geb. zu Paris 1691. soll nach Rigaud gestochenhaben. Mn.

Cunego, (Aloys), Dominicus älterer Sohu-geb. zu Verona 1757, Kupferstecher und Schul"seines Vaters. Derselbe hat lange zu Livorrwgearbeitet, wo er noch um 1733 sich aufbiest.Man kennt von ihm eine St Margaretha und diePersische Sibylle, nach Guercino ; eine Maria MS'