Curiget.
1806. noch aufhielt, die dortige Akademie besuchte,nach den Antiken studiere, und mittlerweile seinbesonderes Talent fortüble, kleine Bildnisse inWachs darzustellen, welche ausserordentlich vielWahrheit , Kenntlichkeit und Nettigkeit hatten.Ioiirn. für Litteratur und Bunst I. 5t.
* Curiger, (Joseph Anton), dessen schon dasLexikon gedenkt, verließ sein Vaterland zum zwey-tenmal, und kam, nach dem er sich einige Zeit inCorsika aufgehalten, nach Toulon , und späterhini? 84 . wieder nach Paris , wo er 1306. noch lebte.Ohne eben große theoretische Kenntnisse zu besitzen,hatte es dieser Künstler, durch natürlichen Ge-schmack , ein feines Gefühl und anhaltenden Fleiß,in seiner Kunst Bildnisse in Wachs zu boffiren, sehrweit gebracht. Nicht lange nach seiner ersten An-kunft in Paris war er so glücklich, dasjenige desdamaligen Herzogs von Orleans in Arbeit zu er-halten. Dasselbe wurde sehr gut aufgenommen,und zog ihm mehrere Bestellungen zu, so daß er sichin kurzer Zeit mit dergleichen überhäuft sah. Inneuern Tagen hatte er auch das Bildniß vonBonasparte als ersten Consul nach dem Leben bossirt.Man hält es für eines der wahresten, das vondiesem großen Manne vorhanden ist. JosephAnton arbeitete immer mit ausserordentlich er Leich-tigkeit, und ohne seine Personen durch langeSitzungen zu ermüden. Nicht selten wenn solcheam Tische oder beym Spiele sitzend fassen, traf erdie Achnlichkeit derselben am Beßten. Mrc.
* — — (JosephBenedikt), dessen das Lexikonunter dem Art. seines erwähnten Bruders gedenkt.Auf der Kunstausstellung zu Bern , vom I. 1804.sah man von ihm in Relief frey modellirte anato-mische Abbildungen des menschlichen Körpers,welche allgemein bewundert wurden, und die erdamals gedachte, in Thonerde, oder irgend einerandern hiefür tauglichen Masse zu vervielfältigen,wie solches i. d.Beylage ^ derHöpfnerschenGemeinnützigen Schweizerschen pZachrichrenausführlich zu ersehen ist. Wie weit es mit diesemVorhaben wirklich gediehen sey, ist uns unbekannt;und diesfalls noch zu bemerken, daß, nach desKünstlers Behauptung, die unter seinem Namenbey Haselinayer in Tübingen verkauften Abgüssenicht von ihm sind, sondern daß er bloß die erstenAbgüsse dazu geliefert hat. Von seinem Kunsttalentein ermeldtem Fache spricht auch, mit dem verdien-ten Lobe, neben andern, Harrenkeil in seiner medi-zinisch - chirurgischen Zeitung. Neben dem arbeiteter, gleich seinem Bruder und seinen Söhnen, Bild-nisse in Relief aus weissem und colorirtem Wachs,Alabaster und feiner Thonerde u. eben so Basreliefs,Blumenstücke u. a. mir unübertreflicher Wahrheitund Zartheit. Im I. >806. hielt er sich wieder inseinem Geburtsorte Einsiedeln auf.
— — (I. G.) So nennt —wer weißt, wieverstümmelt? — //. einen ziemlich mittelmäßigendeutschen Kupfetstechet-
— — (Xaver), auch ein jüngerer Sohn vonJos. Bened., und Bruder vonJldefons u. Augustin,arbeitete mit ihnen ebenfalls in gleicher Kunst.Proben derselben sah man von ihm, so wie vonVater und Brüdern, auf den neuesten Kunstaus-stellungen zu Zürich und Bern .
Cl, rl 0 ne, (Ludw.). So nent einen Schreib-Meister, nach welchem F. Villamena ein Schriften«buch gestochen habe.
Lurlandi, (I. B.). Und so einen Maler,nach welchem G. Tasniere das Bildniß von C. H.Caretto, Marquis von Bagnasco gestochen habe.
Curlerri, (Sylvester Marie). Und so einenKupferstecher, von dem er die Bildnisse des DogeFranz Coronelli, und des Herzogs von Poli, Jn-nocenz Conti, ohne Namen des Malers, anführt-Eurer, ( ). Und so einen Maler, dessen
Namen sich auf einer von N. Poilly gestochenenMadonna mit dem Kinde Jesus und dem jungenJohannes finde.
Cust 0 s, -49
* Eurer, (Bernardin). A) der ihn Bernardheißt, kennt von ihm eine ,642 ohne Namen desMalers gestochene Madonna mit dem Kinde Jesusund dem kleinen Johannes. Rost III. 530. nenntihn einen Anverwandten und Zeitgenossen des nach-folgenden Franz, der aber nichts der ErwähnungWürdiges gearbeitet habe.
* . — (Franz), geb. zu Bologna um 1603.und gest. um 1670. Von feinen Arbeiten in derMalerey ist uns nichts bekannt. Der größte Theilseiner Blatter ist mit dem Grabstichel bearbeitet;nur selten hat er die Nadel gebraucht. Er nahmdie Manier des Cherubin Alberti an, von dem erdie Reinheit des Stiches lernte; aber seine Zeich-nungen waren weniger correkt, und seine Umrissein den Figuren, so wie überhaupt sein Geschmackweniger edel. L. und zumal Rost III. 329 -30.führen einige seiner Blätter an, die er nach Calvaert,Carracci, Guido und Guercino (nach dem letzter»auch ein Zeichenbuch) gestochen ; bann eine Folgevon 16. Bildnissen (1633.) u. s. f.
*— — (Hieronymus), genannt Denrone.Dieser Künstler war so weise, frühe genug einzu-sehn, daß er in den höher» Zweigen der Kunstseine großen Zeitgenossen schwerlich erreichen dürfte,und wählte sich darum einen der geringern, worinner dann aber auch ganz vorzügliche Fortschrittemachte. Er war es, der nicht nur in Bologna ,sondern auch in der ganzen Lombardie, und selbstzuletzt zu Rom einen weit einfachern, richtigernund größer» Geschmack in der Perspektivmalereyeinführte. So wie die Carracci in der Darstellungihrer Figuren den verlassenen Weg derNatur wieder!betraten, so bemühte er sich, auch in seiner Gat-tung , Italien von jener fantastischen und affektie-ren Manier in Verzierungen zu befreyen, womitBaglioni, Cremonini u. a. es verunstaltet hatten.Auch in Theater - Verzierungen, und täuschenderDarstellung großer Entfernungen auf der Bühnebesaß er eine besondre Stärke. Neberdieß warLurri der Urheber zweyer Erfindungen: Einmalvon einer neuen Art Fußboden, welche aber keinenBeyfall fand kittr. II. 160.); und
dann, Gold auf Freskoarbeiten aufzutragen. Zndem Ende bediente er sich eines Firnisses aus Ter-pentin und gelbem Wachs, welchen er kochend, miteinem zarten Pinsel da anbrachte, wo die Lichtererscheinen sollten, und sodann die Goldfolie darauflegte; was er aber nur am rechten Ort mit weiserSparsamkeit anwandte. Die ersten Künstler seinesLandes und seinerzeit, ein Antonio Carracci , Guer-cinö, und selbst Guido, verschmähten es dahernicht, seine Perspektive mit ihren Figuren zu zieren;wie es z. B. Barbieri mit seinem großen Herkulesim Pallaste Tanera gethan. Seine vorzüglichstenArbeiten in Bologna sind : Die Kuppel der Biblio-thek von St. Martino Maggiore, und die HintereWand des großen Vorsaales der Treppe der PadriConventuali von St. Francisc. Eben so im Hospi-tium von St. Francisc, im öffentlichen Pallaste,und im Kloster von St. Michele in Bosco. Dannin Parma die schöne Kuppel der Kirche von St.Alexander. Frorillo II. 614—16. Ganzbesondersgut werden Eurer'« eigenthümliche Verdienste aus-einandergesetzt bey II. 154—56. s. v. Den-tone. Er starb 1631.
* Eurer«, (Sarah). S. Hoadh«.
Eurerus, ( ) ein Bildhauer zu Paris UM
1790.
Euslghe, (Simon de). So genant von s. Ge-burtsort, nahe bey Cadore und Belluno ; ein Maler,von dem sich Spuren zwischen 1382. und 1409.und namentlich zu Belluno ganz ordentliche Arbei-ten finden, die mit seinem Namen: Limoirxinxie,unterzeichnet sind. Lan-r-r II. 9.
* Custos, (David), des nachfolgendenDomi-nikus Sohn (nicht Sohnssohn, wie das Lexikonunter dem Artikel des letztem es vermuthet) lernteseine (dürftige) Kunst bey seinem Vater. L kennt