Cunis.
CUriger.
Lunis, (Joh. Christoph), ein fleiffigerMinia-turmaler zu Dresden , lebte noch 1798- und warnoch besser durch seinen vorstehnden Sohn bekannt.Deutsche Runstbl. I. 2. S. 9.
Cunningham, (Franz), von seinem Vaterortin Schottland auchssalze genannt, wo er 1741. geb.ward. Derselbe studirte zu Rom unter A. R. Mengs,und reiste hernach in Spanien , Frankreich , Eng-land und Rußland . Endlich kam er um 1788 nachBerlin , wo er in Ocl und Pastell die Bildnisse fastsämtlicher zur damaligen Königl. Preussischen Fa-milien gehöriger, und andrer angesehener Personenmalte, von welchen mehrere für Meisterstücke gehaltenwurden. Diese, nebst einigen angenehmen histo-rischen Oelgemälden, verdienten ihm die Stelleeines Ehrenmitglieds der dortigen Akademie derKünste. In Meuseis Museum III. z-j. wirddiesem Künstler ein unsteter, unruhiger Charakterzugeeignet, der ihn viel Angefangenes nicht mit demgehörig anhaltenden Fleisse. oft überall nicht aus-führen läßt. Und ebeudas. (sowohl als XVII. 382.)werden Nachrichten von ihm gegeben, von denenwir vermuthen, daß solche, zum Theil wenigstens,vielmehr den Kupferstecher Dominions Cunego be-rühren. Was hauptsächlich dieser, dann fernerFinlayson, van Green, Haas und Townley nachihm (meistens Bildnisse) theils gestochen, theils inpunktirter Manier geatzt, theils in Schwarzkunstgeschabt haben, findet sich bey A. und in dem Gant-katalog von Brandes verzeichnet.
— — (Wilhelm), ein Naturkundiger undSchriftsteller, von Nortwtck in Nortfolk; schrieb:L OosmoZrapIlical 6 Ial 8 , mit Figuren und einerCharte von Nortwick, die er 1559- in Fol. selbstgestochen hat. und Ärntt.
Cunz, (Carl), eines Kunstschreiners Sohnvon Mannheim , geb. 1770, ein vortreflicher Thier-und Landschaftenmaler, der keinen andern Unter-richt hatte, als von der Natur selbst, ausser daßer wenige Wochen bey einem gewesenen Soldaten,der ein leidentlicher Künstler war, zeichnete. DerUmgang mit Kobell und andern achten Künstlernaber, die begierige Betrachtung ihrer Werke, undhauptsächlich die Akademie und die Galerie, ent-wickelten seine Anlagen vollends. Was sein frucht-bares Genie empfindet, das führt er mit einer un-glaublichen Fertigkeit aus. Sein Geschmack istfein und gefällig, seine Zeichnung richtig, und seinColorit klar, harmonisch und kräftig. Seinerbeym Entwürfe ganz durchdachten Sache so sicher,daß er nie einen «treich andern muß, malt er seineBilder auf einmal aus, und sie thun mehr Wirkungals hundert andrer ihre, worinn stets und immerlassiert ist. Er hat auch Versuche in Bildnissen ge-macht; dieß aber schien nicht sein Fach zu seyn,und wird sich wahrscheinlich mit seinem Feuer nie-mals vertragen, obgleich er eine herrliche Figurmalt. Vor einigen Jahren hatte dieser Künstler inM. Pfenningers Verlage zu Zürich einige schweize-rische Schlösser und Aussichten nach der Natur ge-zeichnet und in Aquatima - Manier geätzt. Mrc.
— — (Taddeus). S. Runz.
— — ( ). So nennt IV. einen Künstler,
welcher Goldschmiedsarbeit geätzt habe, der abervielleicht mit dem nachfolgenden Johann PhilippRunz Eine Person seyn dürste.
Lunzelmann, ( ) ein Münz - Stahl-
schneider , diente dem Pfalz - Fweybrückischen Hofezwischen den I, rkoi. und 1604. mit seiner Kunst.Samml. berühmter Medailleurs 520.
Euosta, (Franz della), ein Künstler zu Neapel ,wo er in des Lucas Giordano Gemälde allerhandKräuterwerk und Meerpflanzen malte.
Lupius, (Jakob). S. Ruyp.
Curabelle, (Joh.), und Marhurm Jose,zween französische Baumeister; schrieben von den
Ornamenten in dieser Kunst. MemoirsL äc M«,r-o/üs D. !1I. p. 19z.
* Curadi oder Eurradi, auch Curad»und isurrad o, (Cosinus), ein Maler der floren-tinischen Schule, von dem uns aber nichts andersbekannt ist, als daß derselbe seines nachfolgendenBruders Franz Schüler war Das Lexikon thutseiner, unter dem Art. ihres Vaters Taddeus bey-läufig Erwähnung. Fiorillo I. 415.
* — — (Franz), den ersten Unterricht erhielt
er von seinem Vater. Sein Talent gieng haupt-sächlich auf Darstellung kleiner Figuren, die vor-treflich erfunden, in einem guten Geschmacke colv«rirt, und mit Fleiß ausgemalt waren. Er malleund gab Unterricht bis in sein höchstes Alter.Fiorillo I. 415. I. igz. der von ihm im
Großen ein Alrarblatt in der St. Tavers - Kapellezu St. Giovannino in Florenz , und Kabinetsstückeaus seiner beßten Zeit, wie z. B. die Schicksaleder H. Magdalena, und besonders das Martyr-thum von St. Thecla in der Großherzogl Galeriekennt. Dort befindet sich auch sein Bildniß,welches P. A. Pazzi gestochen hat.
* — — (Peter). Von ihm gilt völlig das-selbe, was oben von feinem Bruder Cosmus ge-sagt ist. Fiorillo I. 415.
* — — (Raphael). Von seinen Porphyrar-beiten siehet man mehrere in der Galerie zu Florenz .So z. B. das Brustbild des Großherzogs CosmusII. nach einem Modelle von Franz Mocchi. Mc.
Eure, (Philibert Johann von Tilz), Rittervon Zurphen. So nennt einen Liebhaber, derein Bildniß des menschlichen Lebens gestochen habe.
Euri , ( ) wird l'm sUm-maob des lleaux-
^rts von i8oz. als ein damals in Paris lebenderBaumeister angeführt.
* Euria , (Franz). In Rom wurde er von derManier der Zucchero und Vasari hingerissen, undlegte sich auf die Manier derselben. Er kehrte als-dann in sein Vaterland Neapel zurück, und gab der!mehrere Proben seiner übrigens glänzenden Talente.Stanziom und andre behaupten, daß sich seineWerke durch verbundene Anmuth und Majesta!(was nicht wenig gesagt ist), dann durch edle undschöne Komposition, und ein natürliches Colorieausnehmen, und daß er besonders in Darstellungreizender Engel und weiblicher Formen glücklich ge-wesen sey. Seine Beschneidung in der Kirche dellaPieta oder Carita hielten Ribera, Giordano umSolimena für eines der ersten Gemälde zu Neapel Er errichtete dort eine zahlreiche Schule, aus webcher bedeutende Künstler, wie Hypol. Borghese,Fabr. Santa-Fede, und Hier. Jmperato hervor-giengen. Fiorillo III. 736. I. 600.
Curiger, (Augustin), ein jüngerer Sohn desnachfolgenden Joseph Benedikt Curigers, glmseinem Vater und Großvater, dem GoldschmiedeAugustin Matthias, gebürtig von Einsiedeln in d»Schweiz , arbeitete mit seinem Vater und seine»Brudern Jldephons und Laver in gleicher K»nl>-Proben derselben sah man auf den Kunstausstel-lungen zu Bern von 1304. und 1805.
* (Jldephons), ältester Sohn vo»
Joseph Benedikt. Ein unwiderstehlicher Hang §»>Kunst belebte diesen jungen Menschen von frühest«Jugend an. Sein Vater brachte ihm die erste»Lehren im Zeichnen und Bossiren bey. Nachher Imer die Arbeiten seines Oheims, Joseph Anton«,und diese feuerten seine Liebe zur Kunst vollen«und dergestalt an, daß er von der Begierde, v»große Welt und die Werke der Kunst im Auslastzu sehen, und dann wieder von den HinderuM»-die sich seinen Wünschen entgegenstellten, beynaoaufgezehrt wurde. Endlich gelang es ihm,.^''siedeln zu verlassen, und sich so lange in Zunch ^verweilen, bis er sich hinlängliches Reisegeld .Worden hatte, um nach Wien zu gehen, wo er M