Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
253
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Dajon.

«igten Niederlande . Man sieht von ihm in derK. K. Bildergalerie zu Wien das Bildniß diesesFürsten .

Dajon, (Niclaus), ein dänischer Bildhauer,und Agreirter der Künstler - Akademie zu Kopen-hagen , ward iZoz zum Professor derselben ernannr.Von ihm sind der Muth und der Patriotism',zwey Statuen in weissem Marmor, von den Vieren,welche den Obelisk umgeben, der im I. 1733.zwischen Kopenhagen und Friedrichsberg zum An-denken der Bauern - Befreyung von der Leibeigen-schaft errichtet wurde. Meusels Archiv I. 2.158. und

Da,'»risse au, ( ) ein französischer Blu-menmaler neuerer Zeit, der die colonrten Platten zurb'Iore lies ?vrvnöo8 von de la Peprouse gelieferthat, von welcher aber nur zwey Hefte erschienenwaren, und welcher übrigens in der von ihm ge-übten Kunst (englischen Ursprungs) sich nur EinerPlatte zu bedienen, um farbigte Kupferstiche ab-zudrucken, seither bekanntlich von Redoutö nochübertreffen ward. FiorMo lll. 54z.

Daitez. S. Dayrez.

* Daten, (Cornelius van). Derjenige näm-lich, dessen im Lexikon unter dem Namen ArnoldsHorr (des beglaubten Erfinders der Glasmalerey >gedacht wird, war ein Edelmann von Antwerpen .Neben jener Kunst übte er sich in Landschaften-und Blumcnmalen, und ließ seine Gemälde durchEgidius Mostart, Mveilen auch durch JoachimBuecklaer mit Figuren staffiren. Tbkc-

* der Alte genannt, Malerund Kupfcrstichhändler zu Antwerpen . Alles wasman nach vermander von ihm weiß, ist, daß er1556. in die Gesellschaft der dortigen Künstler auf-genommen wurde, und wahrscheinlich der Groß-vater (nicht, wie das Lexikon und Rost meinen,Vater) des folgenden

* des Jungen war, der näm-lich, wie Rost (VI. 170.) sagt, um 1626. (Hei-necke's dicßfällige Rüge gegen das Lexikon istganz grundlos) geboren, und ein Schüler desCorn. Disseher war, dessen, bisweilen auch Bloo-lelings Manier er nachahmte. Die von diesemvortrefli'chcn Künstler, theils nach eigener Erfindung,theils nach andern, gestochene Bildnisse sowohlals historische Blätter finden sich, jene bey undRost I. 0 diese besonders bey letzterm. Unter sei-nen Bildnissen werden vornamlich die vier großen:Aretin, Barbarelli, Bocca; (nach Titian ), undSebastian del Piombo (nach Tintoret) getauftenhochgeschätzt; worunter indessen der Boccaz vonandern für einen Alexander von Medicis, und delPiombo vielmehr für den Dominikaner -MönchCampanella gehalten wird. Eben so werden seineCatharina von Medicis , sitzend, im Hintergrundein Theil der Stadt Amsterdam , (ohne Namen desMalers) und sein Prinz Moritz von Nassau nachFlink, sehr schöne Blätter genannt. Von historischendann: Die Natur von den Grazien geschmückt(in zwey großen Platten) nach Rubens ; ferner dieKirchenvater Ambrosius, Gregor, Hieronymusund Augustin beysammen, in mehr als halbenFiguren, ebenfalls nach Rubens (welches BlattFußli IV. 167. meisterhaft heißt) und ein Conzertnach Giorgioue. Ein Monument dann des AdmiralCorn. Tromp, »ach einer Gruppe von Verhulst,soll sehr selten seyn. Und endlich bemerken wirnoch, daß nach zwey Gemälden, die sich von ihmin der Wiener - Galerie befinden sollen, das eineein Architekturstück, das andre die Büste einesalten Bacchus, Premier zwey Blätter, das erstesehr zart gestochen, das zweyte in Schwarzkunstgeschabt hat. An beyden aber wird, daß solcheunsern van Dalen berühren, um so viel mehr ge-zweifelt, da das erstre Öell?» ylnxic unterzeich-net ist. //Ute,. Sicher hingegen soll nach ihmdas Bildniß des König Jakob II. von Englandvon C. Danckcrksgestochen- und ein alter Frauen-

Dalmasio. 25z

köpf von Demarteaux in Crayon-Manier geschabtseyn. der auch von ihm Copien der antikenStatuen von Fr. Pcrrier kennen will, und es end-lich in Zweifel zieht, ob er (wie das Lexikon sagt)in England gearbeitet habe. Seine Blätter sindbisweilen bloß mit 0. 1). bezeichnet.

* Dalens, (Theodor), Vater und Sohn.Neben den sechs Landschaften von W. Swidde,deren das Lexikon gedenkt, kennt man, nach Einemvon ihnen, eine schöne Landschaft: ketour llnIl-Iarckö betitelt, von Deny, und zwey Marinenaus der Gegend um Harlem , die bey F. Basanerschienen waren.

Dalke, (Joh. Maria), ein Kupferstecher umi?zo. ist durch Bildnisse bekannt. M-c.

Dallamano, (Joseph), ein Architektur-undZierrathenmaler von Modena , geb. 1679. LanziII. 231. nennt ihn einen Idioten und Buchstabir-Schützen in der Kunst, der nicht einmal die erstenGrundsätze derselben begriffen, aber darum nichtsdesto minder durch ein ausserordentliches Talent imColoriren selbst Verständige geblendet, lange inTurin gelebt, und dort auch für den Hof gearbeitethabe. Was denn Alles begreiflich macht, wie er(st- ' 758 ) ein Alter von 79. I. wahrscheinlich sehrwohlgemuth erreichen konnte.

Dallas, ( ) ein Landkarten - Zeichner um

'805.

Dallawap, ( ) gab 1805. Observations

on LnAlish ^rchltecturv, worinn einerseits diealten militairischen und kirchlichen Gebäude in Eng-land beschrieben und beurtheilt, und anderseitsdie neuern englischen Gebäude mit der jetzigen Bau-art jenseits des Kanales beschrieben werden. Obder Verfasser selbst Baumeister sey, ist uns unbe-kannt.

* Dalle, (A.). So nennt Strutt einen Künst-ler, der aber nach /f. kein andrer, als der schlechtevenetianische Kupferstecher, Alexander dellavia,seyn soll.

Da llinger, (Anton oder Johann Baptist).Wir halten den zweyten Taufnamen für den rich-tigen. Ein Bataillen- und niederländische Conver-sations - Stücke - Maler in Wien , Aufseher derFürstl. Lichtensteinischen Galerie; verfertigte vonderselben eine neue Beschreibung, wobey das Werkvon v. /anti zum Grunde gelegt ist. 8vo. Wien ,1730. Mrc.

* Dalmasio, (Lippus), auch Lippo delleVNadonne genannt, ein Sohn des nachfolgendenScanabecchi's Dalmasio. Derselbe arbeitete um1376. und lebte noch wenigstens 1410. wo er seinTestament machte, und bald nachher gestorben seynsoll. Lanzi > 1 . 2. >5. behauptet, gegen die gemeineMeinung, daß er in keinen Orden getreten, son-dern bis an sein End in der Ehe gelebt; und ebenso hält er es für eine Fabel, daß er die H. Cakha-rina Vigri in der Kunst unterrichtet habe, was hin-gegen Fiorillo m. 45'. noch für möglich hält,da Dalmasio's Gattin erst 1421. Wittwe genenntwird, die gedachte Heilige aber i^iz. geboren war.Seine Manier" (heißt es bey Lanzi 1 . c.)ent-fernte sich von der allen bloß durch etwas mehrereEinigung der Farben und einen bessern Faltenwurf.Die goldenen Fransen an den Gewändern findensich auch noch bey ihm. Wunderbar schön warenseine Madonnenköpfe, welche Guido Rhein nichtgenug bewundern konnte, und von denselben zusagen pflegte: Eine höhere Macht müsse ihm ge-holfen haben, zu gleicher Zeit die Majestät, dieHeiligkeit und die Milde einer Mutter Gottes aus-zudrücken. Mit sehr vielem Geiste soll er auchirgendwo (?) die Geschichte des Elias in Fresko,und anderwerts, wie z. B. bey St. Procolo in derStraße St. Srefano zu Bologna Madonnen, inOel gemalt haben, was hingegen von andern gr-laugnet wird."

Kkr