Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
254
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s §4 Dalmasio.

Dalmasio, (Scanabucchi), von Bologna ,des obigen Vater, welcher ebenfalls die Kunst übte,geb. um iZ25- und blühete um iZ 53 - Näheresweißt man nichts von ihm. I-ansr H. 2.15. nachpiacenz» in dessen neuen Ausgabe von Bauoinucc».

* Dalmarius, (der Heilige), Bischof vonRhodez, im X. Jahrh, soll die Architektur sonämlich verstanden haben, daß eine von ihm ge«baute Kirche unter den Händen der Arbeiter meh-rere Male wieder einfiel. Fiorillo III. 8-

DaIon, ( ). Ein Künstler dieses Namens

soll Bildnisse gestochen haben.

Dalre, (M- A). Derselbe ssrll Schlösser undLandhäuser im Mailändischen geätzt haben.

* Dalron, (Richard). nennt ihn Zeichner,Kupferstecher, Gemälde- und Kunsthändler, undscheint zu behaupten, daß er, nebst Italien undFrankreich auch Egypten bereist habe, da er, nebenAnderm, ein Heft neu - egyptischer Ceremonienanführt, welche nach seinen an Ort und Stelle0749 -) gemachten Zeichnungen gestochen worden.Die Stecher der schon im Lexikon erwähnten zwan-zig Statuen, welche zu London bey Boydel (sichernicht 1710. wie der wahrlich durch Ungenauheit fastunerträgliche Hemecke sagt) erschienen waren, sindBaron, Grignion, Ravenet, Wagner, u. a. VierFrauenköpfe aus den Inseln Tenedos , Paros,Chio und von Mycene (IVlecenes sagt AI ließenvermurhen, daß er sich auch in Griechenland aufge-halten. Er selbst soll ebenfalls Bildnisse nach Hol-dem , auch nach Raphael u. a. geätzt haben. EineCarrikatur von ihm hat Patch gezeichnet und ge-stochen. Er starb zu London 1791. als Gemälde-Aufseher und Antiquar des Königes. West war inerstrer, Wilh. Chamberlain in der zweyten Stellefein Nachfolger. Schätzbare Nachrichten über seineKunstarbeiten sowohl als über seine Schriften sol-len sich im Mäczstücke von Genrlman's Maga-zine 1791. befinden.

Dalvimart, ( ) ein Künstler dieses Na-

mens Wird im Hlmsnsck lles 6 saux-i 4 rt 8 vonizoz. unter die damals in Paris lebenden Zeichnergezahlt.

Daman , ( ). So nennt A. einen Kup-

ferstichhändler, mit dessen Namen (Onma-r sxc.)bezeichnet er eine Madonna, Halbfigur, kennt,die das schlafende Kind in ihren Armen hält.

Da marsis, (Rambert), ein französischerKünstler, erhielt im I. 180z. einen Preis für denEntwurf einer Schaumünze auf den Frieden vonAmiens . Mrc.

Damart, (Bartholome), ein französischerBildhauer, kam 170z. nach Berlin , und bekam1716. den Titel als Hofbildhauer. M'colai.

Damascene, (Bruder Johann), ein Augu-stiner-Mönch und chinesischer Missionar, der vonden 16. Blättern, die der Kaiser Kien-long zuParis , unter Cochins Aufsicht, stechen ließ, sechsegezeichnet hatte.

Dambrun, auch Dombrun, (Johann),ein französischer Kupferstecher, geb. zu Paris 1741.der um 1770. Bildnisse in Medaillons-Formatenach Cochin gestochen, dann auch an den VovaZespittoresques «dralle und äe la 8nisse gearbeitethat. Ob es derselbe sey, der 1304. noch lebte,und für das XXV. (letzte) Heft der küstoire äs laVis äs .lesus par le ?. eine von Sebast.

Leroy gezeichnete Auferstehung nach Hann. Carracci gestochen hat, ist uns zwar unbekannt; doch müßteer, nach dem tllmanssb äe8 keaux - Art8 vonigoz. damals wenigstens nicht in Paris gewohnthaben. Hkc.

Dame, (Egidius, oder Gabriel), ein französi-scher Zeichner und Kupferstecher, der mit dem

Damiani.

Grabstichel nach Cl. Melans Manier arbeiteteFV. ke OoMte III. Z96. A. führt von und nach ihmeinige Bildnisse, und dann ein Titelblatt für dieSchrift: karallela OevAraxliise veteris st novreVaria 749 - an.

Dame, (Johann la), ein Bildnißmaler, derum 1620. in Holland lebte, und nach welchem W.Hond etliche von A. angeführte Bildnisse gestochenhat. Auch G. Edelink, St. Gantrel u. a. sollennach ihm gearbeitet haben.

Damer, (Mistriß). S. Conway.

Damerer, (L-), ein Bildnißmaler. I. I.Thourneiser hat nach ihm das Bildniß des AbbeLaur. Scotti gestochen. A.

Damery, (I.). Von einem Künstler diesesNamens führt A. ein Heft Vasen von 12. Blät-tern an.

* (Simon). Ein Künstler von Lüttich ,malte zwo öffentliche Tafeln. Ein Maler von Mai-land bewunderte seine Talente und gab ihm seineTochter zur Ehe, wodurch er bewogen wurde, sichin Italien festzusetzen. Meusel Miscell.XV.146. Ob N. Nakalis nach diesem oder nach demfolgenden walcher D- gestochen habe, so wie über-haupt : Ob der Art. Damery im Lexikon einender unsrigen, und allenfalls welchen derselben be-rühre, ist uns ganz unbekannt.

* (Walther), gebürtig aus Lüttich ,studirte zu Rom in der Schule des Peter Berrettino,dessen Manier er glücklich erreichte. Er gerierh aufeinem Schiffe in der Algierer Gefangenschaft, hatteaber das Glück daraus zu entrinnen. Man siehtvon ihm in der Karmeliter-Barfüßerkirche zu Paris eine Himmelfahrt Ellas, ein sehr schönes Stück;wo indessen zu bemerken ist, daß andre, wie z. B.Descamps, dieses Gemälde einem ganz andernKünstler (Bercholer) zuschreiben. Meus. M>sc.XV. 145.

Damesme,( ) wird im -Vmanacli lieskeaux-^rta von iZoz. unter den damals zuParis lebenden Baumeistern und das Theaterin der Straße de la Victoire als seine Baute ge-nannt. In demselben Jahre erhielt er einen so ge-heißnen Entschädigung!! - Preis für den Entwurfeines Denkmals auf den Frieden von Amiens ,im Fache der Baukunst.

Damessel, ( ) eine Stempelschneiderin

an dem Hessencasselschen Hofe. Man findet ihrenNamen auf einem Thaler von 1764. der aber sehrselten ist, weil nur 13 Stücke davon sollen geprägtworden seyn. Sammlung berühmter Me-dailleurs 422.

* Damesz, ist auch der eigentliche Beynamevon Lucas von Leyden .

Damiani, (Felix), ein Maler von Gubbio ,dessen Arbeiten sich von 15341606. datiren.Der-selbe" (sagt Lanzi I. 46162)scheint in dervenetianischen Schule studirt zu haben; was z. B-aus einer Beschncidung in St Dominikus seinerGeburtsstadt erhellen kann. Meist aber hieng erdenn doch dem römischen Geschmacke an, den ersich vielleicht von Ben. Nucci angewöhnt hatte. I»diesem letztem ist seine Enthauptung St. Pauls zuCastel nuovo in Recanati: Der Heilige darinn vollJnnbrunst, und die Umstehnden in verschiedenk-licher lebhafter und charakteristischen Bewegung;die Zeichnung genau, das Colorit stark und dochfröhlich. Als sein Meisterstück wird aber eineTaufe von St. Augustin, in der Kirche diesesHeiligen zu Gubbio , genannt, welche durch dasgemüthlich Fromme in den Köpfen, durch den neuenFaltenwurf, und die schöne Architektur jedermannin Erstaunen setzt. Auch wurden ihm dafür soo-Skudi (damals ein sehr hoher Preis) bezahlt. 3 ^dessen scheint er eben (wie aus andern seiner Werkeerhellet) nach Standes und Zahlens Gebühr gear-