Band 
Zweyter Theil [1].
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256
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256 Danckert.

mit Schissen, in drey Platten, selten genannt wird.Der Gantkatalog von Brandes kennt von ihmzwey Bildnisse: König Carl ll. von England,nach Hanncmann, und Corn. Skaefvenisse, hol-ländischen Gesandten an den Höfen zu Stockholm und Berlin , nach der Zeichnung von van Limborch,die dort schön heissen. Füßli (lll. 162.) endlich hatnach H. Dankerts eine Maria mit dem Kind aufdem Schooße, dem Joseph einen Apfel bringt.

*Da ckert, (Johann). Auch hier findetLine mit der obigen ähnliche Bemerkung Statt, danämlich das Lex. s. v. Heinrich einen Geschichts-maler Johann, andre hingegen einen Kupfer-stecher dieses Namens Heinrichs Bruder nennen,der, gleich dem letztem, um 1650. zu Amsterdam wohnte, und dort verstorben war. Wie dem im-mer seyn mag, von einem Johann gestochen ken-nen //. und Rost Vl. sch. eine Waaren-Einschif-fung. Auch soll er nach Titian gearbeitet haben,(ob er nicht dießfalls mir Danckerrs D. oder dannmit seinem eignen Bruder Heinrich verwechseltwird?) so wie man hinwieder nach seinen Zeich-nungen für einen englischen Juvcnal, u. s f. Stichevon W. Hollar kennt.

* (Justus), Zeichner, Kupferstecherund Kupferstichhandler, dessen das Lexikon unterdem Art. perers erwähnt. Ein Paar Bildnissevon ihm, dann die Porten von Amsterdam in 7.Blattern, und Venus und Cupido schlafend, voneinem Satyr belauscht (alle ohne weitere Nameneines Malers oder Zeichners, letztres jedoch bloßmit /yaurLr-t exc. signirt) führen //. undRost VI. 2ss2- an.

* (Peter), genannt de Ry. An einDutzend nach ihm gestochene Bildnisse führte, an.*)

* Da cy, (C. F. oder L.). //. kennt von ihmeine Folge von Bauern, in Form von Friesen.

Dandelan, ( ). So nennt //. einen

Künstler, der Coperniks Dildniß »ach einem altenGemälde gestochen habe.

* Da dini, (Cesar). Derselbe starb (nichtwie der Pfuscher//, durch Verwechselung mit dessenNeffen perer sagt, 1712 sonder») 1658- im 6z.

I. seines Alters. »Dieser Künstler" (sagt Lanzi2iä-) »war ein Zögling verschiedener Schulen;doch ahmte er vorzüglich dem Passianano, nebender Zeichnung und dem regen Leben, auch in demwenig dauerhaften Colorite nach; seine Gemäldearbeitetet«; er übrigens mit Fleiß und vieler Ueber-legung aus. Sein beßtes ist ein St. Karl mit an-dern Heiligen in einer Kirche zu Ancona ." Daßseine meisten Arbeiten gänzlich verdorben seyn,schreibt Fiorillo I. 4,9. dem damaligen Gebrauchedunkler Grundirungen zu.

* (Oetav), Sohn des nachfolgenden

perers, dessen im Lexikon unter dem Artikel desobigen Cesars, seines Großvaters gedacht wird,trat in die Fußstapfen seines Vaters. In denKirchen St Loren; und zum H. Geiste zu Florenz steht man einige seiner Arbeiten, hauptsächlich aberein Gcwölb in Fresko in der Magdalena-Kirchezu Pescia. /.au-e-i l 25z. Mogalli hat nach ihmden Tod von St Joseph, und P. A. Pazzi einDildniß der H. Magdalena von Pazzi gestochen.

*- (Peter), war (nicht«tesars, wie dasLexikon und auch FloriUo I ssssr. meint, sondern)des nachfolgenden vincenz Sohn. Auch an ihmerkannte man noch den Styl von Berrettini, aberschon in Praktik und Manier ausgeartet. Sonst

D a n e ck e r.

übertraf er alle andern seines Geschlechts an Talen-ten und Wissenschaft, die er sich durch mehrcrcsReisen erworben hatte. Allein seine Gewinnsuchtmachte, daß er sich gerne mit einer Mittelmäßig-keit begnügte, die in gemeinen Augen durch einenbewundernswürdig freyen Pinselstrich ersetzt wurde.Wo man ihn gut bezahlte, zeigte er sich schon gründ-licher. So z. B. in Fresko : In einer Kuppel vonSt. Magdalena zu Florenz und in seiner Einnahmevon Jerusalem im Stadrhause zu Pisa ; und inOel : Wieder zu Florenz , in einem Sk Franciskzu St. Maria Maggiore, und in dem Sel. Pjcco-lomini der die Messe liest, bey den Scrviten,einem Gemälde voll Geist und Bewegung. /aEI. 252 53 - Mastni und Mogalli haben etlicheHeiligenbilder nach ihm gestochen, die bey //. ver-zeichnet sind.

*DLndini, (Vincenz), (tesars Bruder (abernicht perers Sohn, wie das Supplement zumLexikon sagt, sondern gerade umgekehrt dessenVater). Lanzi I. 252. nennt ihn, noch mehr alsbloß einen Schüler von Cvrtona, einen Zöglingvon Rom , wo er unermüdet, theils nach demSchönsten in der Kunst, theils nach dem Nacktenstudirke, und so seinen Bruder sowohl in der Zeich-nung als in der Mürbigkeit des Colorits übertraf,nebendem daß er überhaupt mehr Fleiß und Nach-denken als dieser auf seine Werke wandte. Zuseinen schönsten Arbeiten gehören: Ein Plafondzu Poggio Jmperiale, der die Aurora im Geleiteder Stunden vorstellt, und in einer andern Groß-herzoglichen Villa, alla Petraja, ein Opfer derNiobe in Oel. Erstres kennt man nach einer ge-tuschten Zeichnung von Scacciati, und dann etlicheHeiligenbilder »ach ihm, von I. Danielli und C.Mogalls gestochen, welche bey verzeichnet sind.Ein schätzbarer litterarischer Nachlaß von ihm sindseine Briefe an Gabbiani, während dieser in Rom studirte, eben so unterrichtend als angenehm, i»den l^ett. kittn. V. 183 -^ 95 .

der jüngere, Peters zweyterSohn, und Gcravs Bruder, ebenfalls Maler,wird von Ftorillo I. ssi9 gennant **). Und vondiesem mag der oberwähnte Irrthum im Lex. rühren.

Dand 0 l 0, (Cäsar), ein veneti'anischer Senator, der sich in der Malerey übte, und, aus unsunbekannten Ursachen, seine Wohnung in Mailand aufschlug, wo man in verschiedenen Pallästen ge-schätzte Arbeiten von ihm findet. Er lebte umiLZo. /.anLr ll. ^2.

*Dandridge, (Bartholomeus). Achte nachihm von I. Faber, und zwey von I. M. Ardellin Schwarzkunst geschabte, meist sehr schöne BildNisse findet man bey //. verzeichnet. Das des jüdi-schen Arztes Aaron Hall von Ardell nimmt sichbesonders, sowohl durch Kunst als durch Selten-heit aus. Die junge anonyme Dame dann nnRcisehabit, von Faber, soll Miß Gratia Fosier oderTosier (wer berichtigt alle diese Unrichtigkeiten/seyn.

Dandrl'Uon, ( d. So heißt in keinKlmanacki c>e8 8eaux-Krt8 von iZoz. ein damalsin Paris lebender Landschaftsmaler, der mit vielemBeyfall arbeitete, und von dem man bey einer de-letzten dortigen Kunstausstellungen verschiedeneschöne Ansichten, z. B. von der Engelsbrust zuRom , von der Galerie zu Floren;, u. s. f. erbliche,so daß derselbe vermuthlich ftüherhin Italien be-sucht hatte. Fiorillo M. 5 Z 5 -

-5) Die Filiation der Künstler aus der Familie Dankerts wäre somit kürzlich folgende: , . .

I Cornelius Dankert der Baumeister, und Cornelius sein Sohn, dessen im Lenken, in gegenwärtigen o>.säken hingegen keine Erwähnung geschieht.

II. Cornelius der Kupferstecher, und Dankerts D. sein Sohn.

III. perer, nicht unwahrscheinb'ch ein Sokn eines dieser Cornelius O. (doch eher des zweyten),iv. Heinrich und Johann, Gebrüder. Ob Sohne eines des vorigen ist unbekannt.

V. Justus. Das Gleiche giltct von diesem.

Somit wäre die berichtigte Fiiiativn der fünf Dandini folgende: Cesar undVincenr der ältere Brud.r,Veter, Vincenze» Sohn; und endlich Gctav und Vincenz der jüngere, Peters Söhne.